Gedenken an ermordete Christen in der Türkei

tk-dreichristenmalatya

Am 18. April 2007 wurden der Deutsche Tilmann Geske (46), Pastor Necati Aydin (36) und Ugur Yüksel (32) in den Räumen des christlichen „Zirve“-Verlages von jungen Muslimen gefoltert und umgebracht. Die fünf verhafteten damals 19- und 20-jährigen Männer lebten in einem islamischen Studentenwohnheim. Auf Zetteln, die sie in ihren Taschen trugen, hatten sie erklärt: „Das soll den Feinden unserer Religion eine Lehre sein. Wir haben es für unser Land getan.“ Der Prozess gegen sie dauerte im März 2014 immer noch an, bis Ende 2016.

Die Allianz der Protestantischen Gemeinden in der Türkei hat für den 18. April 20010 zu einem „Weltweiten Gebetstag für die Türkei“ aufgerufen. Open Doors bittet darum, in den nächsten Tagen an die Familien der getöteten Männer zu denken:

  • Susanne Geske und die Kinder Lukas, Miriam und Michal
  • Semse Aydin und die Kinder Elisa und Ester
  • Nurcan, die Verlobte von Ugur Yüksel

Lesen Sie den Brief der protestantischen Gemeinde von Smyrna an die Gemeinden weltweit.

 

Buchvorstellung: Mein Schwager – ein Märtyrer

Wofür lohnt es sich zu leben – und zu sterben? Der türkische Christ und Pastor Necati Aydin starb im Alter von knapp 35 Jahren für seinen Glauben an Jesus Christus. Persönlich betroffen und dennoch sachlich, schildert Wolfgang Häde den Lebensweg seines Schwagers. An seiner Geschichte wird beispielhaft der Alltag von Christen und Gemeinden in der Türkei deutlich.

Das Gebiet der heutigen Türkei gehört zu den Gegenden, in denen sich das Christentum früh ausbreitete. Heute sind von den über 70 Millionen Einwohnern nur rund 100.000 Christen, unter ihnen vielleicht 3.000 ehemalige Muslime. Die Verfassung garantiert zwar Religionsfreiheit, in der Lebenswirklichkeit begegnen Christen jedoch vielfach Benachteiligungen. In der Gesellschaft gilt: Ein guter Türke ist Muslim.