Gegen Diskriminierung von Schwulen-Kritikern

Raucherecke

Wie die russische Nachrichtenagentur “RIA Nostovi” berichtet, habe sich Igumen Filipp, Vorsteher der Russisch-Orthodoxen Gemeinde in Straßburg und Vertreter des Moskauer Patriarchats beim EU-Parlament, gegen eine rechtliche Verankerung von Sanktionen und Einschränkungen für Personen ausgesprochen, “die gleichgeschlechtliche Eheschließungen nicht als eine Norm anerkennen wollen“.

Internationale Organisationen sollten endlich aufhören, Dokumente anzunehmen, “in denen Menschen, die der Homosexualität gegenüber kritisch eingestellt sind, als homophob und ihre Ansichten als ‚Klischees’ und ‚Vorurteile’ abgestempelt werden“, so der orthodoxe Kirchenmann.

Damit stellt sich Filipp gemeinsam mit Juristen, die sich ebenfalls besorgt über die einseitige Position von Vertretern diverser internationaler Organisationen zeigten, gegen eine Diskriminierung von “Menschen, die Heterosexualität als Norm und Homosexualität als eine Abweichung von der Norm betrachten“.

Gay-Paraden (Homosexuellen-Veranstaltungen) seien, so der Geistliche, „eine öffentliche Show, deren Ziel in der Durchsetzung eines positiven Images der Homosexualität in der Gesellschaft besteht.” Selbst nachdem sich das Europäische Gericht für Menschenrechte im Oktober 2010 für Gay-Paraden eingesetzt habe, sei Russland nicht verpflichtet, diese zu erlauben. So habe “Deutschland beispielsweise bereits mehrmals erklärt, es werde Beschlüsse des Europäischen Gerichts für Menschenrechte nicht einhalten, die der öffentlichen Ordnung des Staates widersprechen.”

Christentum, Islam, Judaismus und viele andere Religionen „definieren Homosexualität als eine Sünde“, stellte Filipp fest.

– Quelle: AG Welt // Bild: Raucherecke, ©pixelio/Dieter Poschmann