Genau hinhören – können und wollen wir das wirklich?

„Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu erkennen, den anderen aber in Gleichnissen, damit sie sehen und doch nicht sehen und hören und doch nicht verstehen.“ – Lukas 8,10

Warum redet Jesus in Gleichnissen? Damit die Menschen ihn nicht verstehen?

Lesen wir das richtig?

Regelmäßig kommen „große Volksmengen“ zusammen, aus allen Richtungen und von weit her, um Jesus zu erleben. Viele Kranke kommen und werden geheilt. Andere schauen zu und sind begeistert. Jesus ist eine Erscheinung, eine Attraktion. Sensationell, es ist ganz und gar nicht langweilig bei ihm. Es ist eine Bewegung, eine Strömung, eine Erweckung könnte man meinen.

Aber hören die Menschen ihm auch zu? „Wer Ohren hat zu hören, der höre!“, predigt Jesus. Ohren haben wir alle, aber können diese Ohren auch hören? Wollen sie überhaupt? Jesus predigt Wahrheiten, die uns persönlich herausfordern. Er redet von Sünde und davon, dass wir unser Leben ändern sollen. Wollen wir so etwas hören oder vielleicht doch lieber über-hören?

Und noch einmal: „So habt nun acht, wie ihr hört!“ Warum? Wer wirklich hören und verstehen will, dem wird es „gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu erkennen“. Und dann wird es tatsächlich spannend. Wir verstehen mehr und mehr, uns werden Geheimnisse anvertraut. Wir gehören zu Gott, sind Gottes Kind, dürfen dabei sein und mitmachen.

Wer darin ausharrt und beständig bei Jesus Christus bleibt, der wird seine „Frucht“ bringen. Sein Leben gelingt, es bekommt einen Sinn. Gott schenkt Gaben und Aufgaben, die Freude machen.

Lassen wir uns nicht ablenken, hören wir auf Jesus. Hören wir ganz genau hin. In der Predigt. Im Bibelkreis. Beim Bibellesen. In der Stille und in der christlichen Gemeinschaft.