Gender Mainstreaming: Das Diktat der Gleichheit

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Gleichheitspostulat und Gender-Ideologie untergraben das Wertefundament der Gesellschaft und gefährden die Freiheit. Verlieren die Kinder am Ende den Schutz vor Sexualisierung? Die Grundtatsache der menschlichen Existenz ist die Ungleichheit. Das Wesen des Menschen besteht in seiner geschlechtlichen Differenz als Mann und Frau. Für Gläubige ist diese offenkundige biologische Tatsache im Schöpfungsakt begründet, wie er in der Bibel (vgl. 1. Mose 1,27) beschrieben ist.

Bei Gott gibt es keine Gleichheit. Wohl wird jeder Mensch von Gott in gleicher Weise geliebt und soll das gleiche Lebensrecht haben. Chancengleichheit ist zu Recht ein gesellschaftliches Ideal. Aber dann fangen die Unterschiede an: Der eine hat dieses Talent, der andere jenes. Der eine entfaltet seine Talente (wie von der Bibel gefordert), der andere lässt sie brachliegen. Der eine ist fleissig, der andere ist faul (ja, es gibt auch Faule, die Bibel spricht davon, heute gilt es schon als ungehörig, das festzustellen).

Der Blick in die Schöpfung zeigt, dass es nirgends Gleichheit gibt, sondern allüberall Differenz, Nicht-Gleichheit, Verschiedenheit, Vielfalt, Individualität. Kein Blatt gleicht dem anderen. Noch nicht einmal zwei Schneeflocken sind identisch. Was würde es für einen Unterschied machen, wenn sie gleich wären? Für Gott macht es offenbar einen Unterschied, er ist der Gott der unendlichen Schöpferkraft. Serienproduktion ist nicht seine Sache, er erschafft in unvorstellbarer Differenziertheit. Er erschafft ungleich.

Die Weltanschauung des Gender Mainstreaming ist das exakte Gegenteil davon. Sie hält alles für gleich. Weil die Verschiedenheit der Geschlechter nur so etwas wie eine kulturelle Einbildung sei, postuliert die Gender-Weltanschauung, dass auch in einem moralischen Sinne alles gleich sei. Es kann, Gender zufolge, keine Wertunterschiede geben. Jedes Bewerten ist unzulässig. Das Einzige, was Gender zufolge negativ bewertet werden kann, ja muss, das ist die Ansicht, dass dieser Gleichheitsgedanke nicht stimme, dass es normativ Ungleiches gäbe. Die Missachtung objektiver Tatsachen und die rigide Forderung, die daraus abgeleiteten unzureichenden geistigen Schlüsse für wahr halten zu müssen, kennzeichnet Gender als totalitäre Ideologie.

– Quelle: factum magazin

Christa Meves über Gender Mainstreaming