Gottes Fülle – mehr als Zahlen und Millionen!

Gold

Jesus Christus sprach zu ihnen:

„Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, so werdet ihr finden! Da warfen sie es aus und konnten es nicht mehr einziehen wegen der Menge der Fische.“ (Johannes 21:6)

Es waren 153 Fische, die Jünger hatten nachgezählt. Eine interessante Zahl, es ist die 17. Dreieckszahl (1+2+3…+16+17 = 153) sowie die Summe der Fakultäten von 1 bis 5 (1!+2!+3!+4!+5! = 1+2+6+24+120 = 153), außerdem die Summe der dritten Potenzen ihrer Ziffern (13+53+33 = 1+125+27=153). Viel wurde geschrieben über die 153 und Interessantes hineininterpretiert. Doch F.F. Bruce (1910-1990), Professor an der Universität Manchester, lehrt uns nüchtern:

„Wenn die Zahl aber ein Symbol ist (und die Erzählung deutet nicht darauf hin), muss es in einer gewissen Beziehung zum thematischen Kontext stehen.“

– F.F. Bruce, The Gospel of John, S. 401

Die 153 Fische stehen im Kontrast zu den leeren Netzen in der Nacht zuvor und dem gerissenen Netz in Lukas 5. Die Fische waren groß, viele davon, und keiner ging verloren – ein Zeichen von Gottes Fülle. Doch was sind heute schon 153 Fische? Der Mensch von heute denkt in Euro, und so ein Fisch kostet nicht viel.

Die Stiftshütte wurde aus kostbarem Material gemacht, mehr als 1 Tonne Gold und 3,5 Tonnen Silber wurden verarbeitet. (2 Mose 38:24f.) Das waren 2009 umgerechnet etwa 35 Millionen Euro. Salomos Einkommen betrug jährlich (!) 24 Tonnen Gold, also mehr als 600 Millionen Euro! (1 Könige 10:14) Das ist sehr viel verglichen mit den roten Zahlen der Bundesregierung heute. Das neue Jerusalem, „welche die Herrlichkeit Gottes hat“, ist 2.220 km2 groß, „und die Stadt war aus reinem Gold.“ (Offenbarung 21:10f.;18) Wieviel Tonnen Gold sind das  – und in Euro?

Gottes Fülle ist mehr als Zahlen und Millionen…

– Bild: ©pixabay (CC0 1.0)