Gottes Souveränität und die Verantwortung des Menschen

„Ich kann mir kein besseres Instrument zum Verderben einer Seele in den Händen Satans vorstellen, als ein Prediger, der den Sündern verkündet, dass es nicht ihre Pflicht ist, Buße über ihre Sünde zu tun oder an Christus zu glauben, und der die Arroganz besitzt, sich als Diener des Evangeliums zu bezeichnen, indem er lehrt, dass Gott einige Menschen unendlich und unveränderlich alleine aus dem Grund hasst, weil er sich entscheidet, so zu handeln. O meine Brüder! Möge der Herr euch von der Stimme dieses Beschwörers bewahren und eure Ohren für die Stimme des Irrtums verschließen.

Welch ein Übel wird ein verdrehtes Evangelium selbst in christlichen Familien hervorbringen! Ich habe den jungen Gläubigen gesehen, gerade erst von der Sünde errettet, glücklich in seinem ersten christlichen Wandel und demütig in der Nachfolge seines Gottes. Aber das Böse hat sich eingeschlichen, verborgen unter dem Mantel der Wahrheit. Der Finger einer teilweisen Blindheit wurde auf sein Auge gelegt, und er sah nur noch eine Lehre. Die Souveränität konnte er sehen, aber nicht die Verantwortung.“

– Charles Spurgeon, Predigt: The Minister’s Farewell, 11. Dezember 1859