„Hisbollah ist keine Terrororganisation“

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Die Anfrage des israelischen Außenministers Avigdor Lieberman, die Hisbollah als Terrororganisation zu deklarieren, wurde von der EU abgelehnt. Die Anfrage an die EU wurde vom Außenminister als Antwort auf das Bombenattentat in Bulgarien gestellt, da die Hisbollah im Auftrag des Irans hinter den Anschlägen stecken soll.

Amerikanische und israelische Geheimdienste sind sich über die Verantwortung der Hisbollah, die von Teheran aus gesteuert wird, sicher und auch Irans Präsident hat in einer Rede am letzten Donnerstag angedeutet, dass sein Land hinter den Anschlägen stecken könnte. „Der zionistische Feind versucht den Iran immer wieder zu schlagen, aber bekommt es jedesmal stärker zurück“, so Ahmadinedschad.

HisbollahIn Israel bestand die Hoffnung, dass die EU dem amerikanischen Vorbild folgen würde und die Hisbollah als Terrororganisation einstufen würde. EU-Präsident Erato Kozakou-Marcoullis aus Zypern konnte die Ausführungen des israelischen Außenministers jedoch nicht nachvollziehen. „Die Hisbollah ist eine politische Partei im Libanon, die auch wohltätige Organisationen unterhält“, sagte er als Begründung für die Ablehnung des Gesuchs. Die EU würde eine Einstufung der Hisbollah als Terrororganisation vornehmen, hätte sie handfeste Beweise für eine terroristische Tätigkeit.

Die israelische Nachrichtenagentur Arutz-7 hat daraufhin eine Liste mit Terroranschlägen veröffentlicht, die der Hisbollah zugeschrieben werden:

+ 1982 – 1983: Bombenanschläge in Tyros
+ April 1983: US-Botschaft gebombt
+ 1983: Bombenangriff auf die amerikanische und französische Kaserne in Beirut; 241 US- Marines, 58 französische Fallschirmspringer und sechs Zivilisten getötet
+ 1985: Flugzeugentführung des TWA-Flug 847
+ Das libanesische Geiseldrama 1982 – 1992, 96 Menschen wurden entführt, gefoltert und getötet
+ 1992: Angriff auf die israelische Botschaft in Buenos Aires, Argentinien, 29 Tote
+ 1994: Bombenangriff auf ein jüdisches Zentrum in Buenos Aires, 85 Tote
+ 1996: Anschlag auf die Khobar-Türme, 19 saudi-arabische Tote und ein Amerikaner
+ 2000: Entführung und Mord an drei israelischen Soldaten an der libaneischen Grenze
+ 2002: Singapur deckt den Plan der Hisbollah auf, israelische Schiffe vor der Küste Singapurs anzugreifen
+ 2005: Tötung des libanesischen Präsidenten Rafiq Hariri, vier Hisbollah Mitglieder wurden vom internationalen Gerichtshof in Den Haag verurteilt
+ 2006: Entführung von den zwei israelischen Soldaten Ehud Goldwasser and Eldad Regev, was zum Libanonkrieg 2006 geführt hat
+ Wahlloser Raketenbeschuss von israelischen Zivilisten im Krieg 2006
+ 2008: Bombenangriff auf einen US-Botschaftswagen in Beirut
+ 2009: Aufdeckung einer Hisbollah-Terrorzelle in Ägypten. 49 Männer wurden verhaftet, die planten, israelische und ägyptische Ziele in der Sinai-Halbinsel anzugreifen
+ 2011: Versuch eines Attentats auf den israelischen Konsul in Istanbul, acht Menschen wurden dabei getötet
+ Anfang 2012: eine Welle von Anschlägen auf israelische Diplomaten in Indien, Georgien und Thailand

– Quelle: israel heute

Hisbollah: Terror finanziert durch Drogenhandel

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Die Hisbollah (Partei Allah’s) hat sich zu einer weltweit vernetzten Terrororganisation entwickelt. Die wichtigste aktuelle Veränderung sei, dass die Hisbollah den Drogenschmuggel aus Südamerika nach Europa professionalisiert habe, so eine neue Studie.

Die Entwicklung der in den 1980er-Jahren vom Iran gegründeten Terrororganisation hat der renommierte Politologe Matthew Levitt in seinem in diesem Jahr erscheinenden Buch «Hezbollah: The Global Footprint of Lebanon’s Party of God» analysiert.

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Matthew Lewitt, der an der John Hopkins Universität (Baltimore, USA) lehrt und Mitglied des Council on Foreign Relations ist, kritisiert die Untätigkeit europäischer Regierungen bezüglich der Hisbollah. Die Organisation könne in Deutschland, Dänemark und weiteren Ländern ungehindert Mitglieder rekrutieren und «wie das Rote Kreuz Spenden sammeln».

Das Verhältnis der Hisbollah zum Iran habe sich zu einer strategischen Partnerschaft entwickelt, führt Lewitt in seiner Studie aus. Die Hisbollah sei dabei ein Befehlsempfänger des Iran und sehe die EU als ein Gebiet an, in dem sie ungestraft agieren könne. Es müsse «unbedingt eine Listung der Hisbollah als verbotene Organisation» geben, fordert Lewitt. Nur in Holland und Grossbritannien ist die Organisation verboten. Die Hisbollah sei von Beginn an neben ihrer Terrortätigkeit auch in weitere kriminelle Aktivitäten verwickelt, dokumentiert der Politologe in seinem Buch. Er erwähnt hier neben dem Drogenhandel auch Kreditkartenbetrug und Geldwäsche.

– Quelle: factum // Bild: Anschlag auf den US-Stützpunkt in Beirut 1983, Wikipedia.

 

Zum Ramadan: Christen- und Judenhetze im TV

Zum islamischen Fastenmonat Ramadan strahlen arabische TV-Sender eine antichristliche und antijüdische Serie aus. In der Serie mit dem Titel „Der Christ“ werden Juden als rituelle Kindermörder und Jesus als judenhassender Eiferer dargestellt. Produziert wurde die Fernsehserie von einer iranischen Filmgesellschaft und ist voll von antichristlichen und antisemitischen Ausdrücken.

Zu Beginn des Ramadan startete die Ausstrahlung im Libanon sowohl von Al-Manar, dem Fernsehsender der Hisbollah, wie auch dem schiitischen Fernsehsender NBN-TV. Im Fastenmonat Ramadan ist der Fernsehkonsum in islamischen Ländern besonders hoch. Die Serie wurde eigens für den Fastenmonat Ramadan produziert.

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Im Libanon protestierte die christliche Gemeinschaft gegen die Ausstrahlung der Hass-Serie. Zwei Fernsehsender nahmen die Serie aus dem Programm. Der iranische TV-Sender Al-Kasthar TV strahlt die Sendungen weiter aus.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Hisbollah während des Fastenmonats Ramadan antisemitische Serien ausstrahlt. 2003 zeigten arabische Sender eine in Syrien produzierte Sendung mit dem Titel „Diaspora“, in der Juden als blutrünstige Verbrecher dargestellt werden, die das ungesäuerte Brot für das Passahfest mit dem Blut christlicher Kinder herstellen. Der Hisbollah-Sender „Al-Manar TV“ ist in der arabischen Welt sehr populär.

Der Film „Der Christ“ zeigt das Leben von Jesus, der als ein Prophet dargestellt wird, aber nicht als der Wichtigste (das ist Allah vorbehalten) und natürlich nicht als Gottes Sohn. Am Ende der ersten Episode fragt ihn ein Jünger ob sie fischen gehen sollten. Jesus antwortet ihm: „Nein, wir gehen Menschen jagen“.

Juden werden in dem Film als böse Verschwörer dargestellt, als Lügner und satanische Gestalten. In den USA und in Europa ist der negative Einfluss, den die Hass-Sendungen von „Al-manar TV“ haben bekannt. Die Ausstrahlung zu verhindern ist kaum möglich. Die Hamas und die Hisbollah umgehen solche Massnahmen. Die Fernseh-Sendungen dieser Terror-Organisationen sind auch in westlichen Ländern zu empfangen.

– Quelle: factum im September 2010