Humoristische Beiträge

Humor-2

Der Prüfling macht sein Examen in Kirchengeschichte. „Sagen Sie uns was zum Datum 1517!“ – keine Antwort. „Sagen Sie uns was zum Datum 1055!“ – keine Antwort. „Martin Luther!“ – der Kandidat steht auf und geht zur Tür. Prüfer: „Wieso gehen Sie jetzt weg?“ „Ich dachte, Sie hätten den nächsten Kandidaten gerufen.“


Eine theologische Doktorarbeit liegt zur Bewertung vor. Der Gutachter schreibt dazu: „Das wenige Zusammenhängende dieses Werkes haben wir dem Buchbinder zu verdanken!“


Über einigen Haken an der Garderobe des Theologischen Seminars wurde ein Schild angebracht: „Nur für Dozenten.“ Kurze Zeit später hängt ein Zettel darunter: „Man kann aber auch seinen Mantel daran hängen.“


Dem Kandidaten im Theologie-Examen werden die schwierigsten Fragen vorgesetzt – und er weiß alles. Als er den Raum verlassen hat, notierte der Prüfungsvorsitzende jedoch eine 5. Der Bischof, der als Beisitzer anwesend ist, sagt verwundert: „Aber das können Sie doch nicht machen! Der Kandidat hat doch alles gewusst!“ „Gewusst ja“, entgegnet der Vorsitzende, „aber er glaubt es nicht!“


Das Läuten der Glocke unterbricht den Vortrag des Theologieprofessors, und dieser muss missmutig mit ansehen, wie sich seine Studenten geräuschvoll zum Aufbruch rüsten. „Einen Augenblick, meine Herren“, mahnt er, „ich habe noch einige Perlen zu werfen.“


Bei seinem letzten Amtsbesuch in Rom schenkte der Kölner Kardinal Josef Frings Papst Paul VI. (1897-1978) seinen langjährigen Gefährten, den Papagei Yoko. Jeden Morgen, wenn der Papst nun das Zimmer betrat, krächzte der Papagei: „Guten Morgen, Eminenz!“ Paul VI. mühte sich vergeblich, dem Papagei beizubringen, dass einem Papst mehr gebühre als die Anrede eines Kardinals.

Nach sechs Wochen hat er die rettende Idee. Ein feierlicher Aufzug soll den Papagei überzeugen. So lässt er sich am nächsten Tag, gekleidet in Soutane und mit Tiara und Hirtenstab ausgerüstet, würdevoll in einem Tragsessel von der Schweizergarde in sein Arbeitszimmer eskortieren. Erwartungsvoll blickt er auf Yoko, den Papagei. Dieser scheint zunächst etwas verwirrt, doch dann flattert er ganz begeistert und ruft: „Kölle Alaaf!“


Bonifaz VIII., der von 1294 bis 1303 Papst war, trat als weltlicher Herrscher auf und beanspruchte für sich die Macht eines Kaisers. „Ich bin Cäsar!“, rief er aus. Schon zu seinen Lebzeiten ließ er sich ein prächtiges und teures Grabmal errichten, was auf heftige Kritik stieß. Auf die Frage des hochmütigen Papstes, ob das Monument nicht perfekt in Größe und Schönheit sei, gab ein Bischof mutig zur Antwort: „Etwas fehlt noch, Ihr selbst.“


Der englische Bischof Alfons Woodcliff reiste nach New York. Bei seiner Ankunft wurde er von einem Reporter eines Boulevardblattes provozierend gefragt, ob er auch die berühmten Nachtlokale besuchen würde. Der Bischof, der vor den Reportern schon gewarnt worden war, erwiderte vorsichtig: „Gibt es denn Nachtlokale in New York?“ Am Tag darauf musste der Bischof in der Zeitung die Schlagzeile lesen:

„ERSTE FRAGE DES BISCHOFS WOODCLIFF: GIBT ES NACHTLOKALE IN NEW YORK?“


Ein Fürstbischof ist auf der Jagd. Er legt an und schießt auf eine Wildgans. Da er nicht mehr gut sieht, fragt er seinen Sekretär: „Gut getroffen?“ Darauf dieser: „Seine Exzellenz haben geruht, die Wildgans zu begnadigen!“


Drei Fragen zur Selbstprüfung formulierte der damalige Ruhrbischof Dr. Franz Hengsbach. Am Schluss eines Tages sollte man sich folgende Fragen vorlegen:

– Habe ich eine Sitzung besucht, die nicht nötig war?
– Habe ich zu einer Sitzung eingeladen, die nicht nötig war?
– Habe ich durch eine Wortmeldung, die nicht nötig war, eine Sitzung verlängert?


Ein Superintendent bittet seine Pastoren zu einem Gespräch, bei dem Fragen der Verkündigung durchgesprochen werden. Dabei sagt der Superintendent zu seinen Pastoren: „Meine Herren Brüder, Sie müssen, wenn Sie predigen, das auch ein wenig mit Ihrer Mimik unterstreichen; wenn Sie zum Beispiel vom Himmel reden, müssen Sie ein strahlendes und fröhliches Gesicht machen.“ Ein Amtsbruder meldet sich und fragt: „Herr Superintendent, und wenn ich nun von der Hölle rede?“ Da sagt der Superintendent: „Dann können Sie so bleiben, wie Sie immer sind!“


Zwei ehemalige Schulkameraden treffen sich auf dem Bahnsteig, der eine, inzwischen General, rank und schlank und in Uniform, der andere, jetzt Kardinal, wohlbeleibt und in seinem Kardinalshabit. Eingedenk der früheren Frotzeleien fragt der Kardinal den General: „Sagen Sie, Herr Schaffner, auf welchem Bahnsteig fährt der Zug nach Köln?“ Der General schlagfertig: „Bahnsteig 7. Aber wollen Sie in Ihrem jetzigen Zustand wirklich noch reisen, gnädige Frau?“


Eine Nonne ist mit dem Auto unterwegs. Sie bemerkt nicht, dass die Benzinanzeige auf Null steht, und so bleibt das Auto schließlich stehen. Im nahe gelegenen Bauernhof hat man zwar Benzin – allerdings keinen Kanister. „Nehmt den Nachttopf, dann kommt Ihr bis zur nächsten Tankstelle“, empfiehlt der Bauer und füllt den Nachttopf mit dem kostbaren Treibstoff. Vorsichtig eilt die Schwester zu ihrem Auto zurück und füllt den Inhalt des Nachttopfs in den Tank. Da hält ein Lastwagenfahrer, schaut zu und sagt dann bewundernd: „Ihren Glauben möchte ich haben!“


Brown ist Prediger eines kleinen Landstädtchens in Ohio. Eines Tages bietet ihm eine andere Gemeinde das doppelte Gehalt. Brown antwortet, dass er sich im Gebet darüber beraten wolle. Bald darauf fragt man den kleinen Sohn des Predigers: „Hat sich denn dein Vater nun entschieden?“ „Ich weiß nicht“, antwortete der Junge. „Vater betet noch immer, aber Mutti hat die Sachen bereits gepackt!“


Während der kirchlichen Trauung wendet sich der Pfarrer verärgert an den Bräutigam: „Junger Mann, ich erwarte, dass man auf meine Frage mit einem klaren ,Ja` antwortet und nicht mit ,Meinetwegen`!“