Humoristische Beiträge

Humor-3

Eine junge Frau erhält zur Hochzeit ein Telegramm ihres alten Pfarrers. Es lautet: „Johannes 4,18″ – Sie lässt sich vom Bräutigam eine Bibel geben, liest und fällt in Ohnmacht. Die Verwandten heben Telegramm und Bibel auf. Die Stelle lautet: „Denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann.“

Ein Anruf beim Pfarrer klärt die Sache auf. Auf dem Telegrafenamt war die erste Zahl nicht mit übertragen worden: 1. Es handelte sich also nicht um das Evangelium nach Johannes, sondern um den Ersten Brief des Johannes! Die Stelle konnte nun der sich langsam erholenden Braut vorgelesen werden: „Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht.“


Der Religionslehrer prüft einen Schüler über die Sakramente: „Erste Frage: Was sind die sichtbaren Zeichen beim heiligen Abendmahl?“ „Brot und Wein“, antwortet der Prüfling. „Zweite Frage: Was sind die sichtbaren Zeichen bei der Taufe?“ Der Schüler hat eine Reihe jüngerer Geschwister, kann also auf praktische Erfahrung zurückgreifen. Und so lautet seine Antwort: „Kaffe und Kuchen.“


Der Religionslehrer diktiert seinen Schülern: „Die Bischöfe sind die rechtmäßigen Nachfolger der Apostel.“ Im Heft von Ruth liest es sich dann so: „Die Bischöfe sind die recht mäßigen Nachfolger der Apostel.“


Im Religionsunterricht wird über den Unterschied zwischen Mensch und Tier gesprochen. „Der Mensch hat eine Geistseele“, erklärt der Lehrer, „er kann zum Beispiel sprechen.“ Daraufhin fragt Holger interessiert: „Wenn der Affe sagen könnte: ‚Ich bin ein Affe‘, wäre er dann schon ein Mensch?“


„Warum beten wir eigentlich um das tägliche Brot, und nicht um das wöchentliche oder monatliche?“, fragt der Kaplan im Religionsunterricht. „Vielleicht, damit das Brot frisch ist“, vermutet Sebastian.


Thomas kommt aus der Kirche. „Na, was hat der Pfarrer gesagt?“, fragt der Vater. „Er hat gesagt: Die Eltern sollen ihre Kinder nicht soviel fragen, sondern selber in die Kirche kommen!“


Tobias ist von seinen Eltern bewusst atheistisch erzogen worden. Eines Tages stellt er jedoch eine Frage, die den Vater ziemlich gereizt durch die Brille schauen lässt: „Du, Vati, weiß der liebe Gott eigentlich, dass es ihn nicht gibt?“


Thema des Schulaufsatzes: „Wie verbrachte ich den gestrigen Sonntag?“ Der kleine Norbert schreibt: „…nach dem Evangelium war die Predigt, welche unser Pfarrer Martin hielt. Auch das Wetter war ziemlich neblig und trocken.“


„Wenn ich Ihnen helfen soll, muss ich alles von Ihnen wissen“, sagt der Psychiater. „Bitte erzählen Sie, und fangen Sie bitte von vorne an!“ Patient: „Im Anfang schuf ich Himmel und Erde…“


In einer Kirche ist der Opferstock aufgebrochen worden. Ein paar Tage später erhält der Pfarrer einen Briefumschlag mit einem Zwanzig-Euro-Schein. Auf einem beiliegenden Zettel steht. „Ich habe in Ihrer Kirche 100 Euro gestohlen. Da mich das Gewissen plagt, sende ich Ihnen hiermit 20 Euro zurück. Sollte mich das Gewissen weiter plagen, haben Sie mit weiteren Rückzahlungen zu rechnen.“


Drei Damen unterhalten sich über den Rückgang der Zahl der Kirchenbesucher. Die erste: „In unserer Gemeinde sitzen manchmal nur vierzig Leute zusammen.“ Die zweite: „Das ist gar nichts. Bei uns sind wir oft nur zu zehnt.“ „Bei uns ist es noch viel schlimmer“, erklärt die dritte. „Immer wenn der Pfarrer sagt ‚Geliebte Gemeinde‘, werde ich rot.“


Bei einem Empfang hatte ein Geistlicher einen Tischnachbarn, der sich in ziemlich abfälliger Weise über Religion und Kirche äußerte. So sagte er, direkt an den Geistlichen gewandt: „Wissen Sie, ich habe für den ganzen faulen Zauber, der in den Kirchen veranstaltet wird, nicht viel übrig. Ich glaube nur, was ich mit meinem Verstand begreifen kann.“ „Mit anderen Worten“, sagte darauf der Geistliche, „Sie glauben also an gar nichts.“


Mit einunddreißig Jahren erhielt Dietrich Buxtehude (1637-1707) die Organistenstelle an der Marienkirche in Lübeck. In der Folgezeit erwarb er sich hohes Ansehen als Komponist und Organist weit über den norddeutschen Raum hinaus, nicht jedoch bei dem Kirchenchor, den er selbst leitete.

Seinem angestauten Ärger machte er Luft, als er einmal den Auftrag erhielt, zu einem besonderen Fest eine Kantate zu schreiben. Der Text, den er dafür auswählte, begann mit den Worten: „Wir können nichts tun ohne die Gnade des Herrn.“

Da Buxtehude diesen Satz in einer Fuge verarbeitete, hörte die Festversammlung mit innerem Vergnügen, wie zuerst die Bässe bekannten: „Wir können nichts, wir können nichts“, dann die Tenöre zugaben: „Wir können nichts, wir können nichts“, und auch Alt und Sopran versicherten: „Wir können nichts, wir können nichts.“

Als schließlich der gesamte Chor mit aller Inbrunst herausschmetterte: „Wir können alle nichts, wir können alle nichts“, hatte jeder im Saal verstanden, wie das gemeint war.


An der Kirche hängt ein Plakat: „Gott hat immer für dich Zeit.“

Darunter ist ein Schild befestigt: „Täglich geöffnet von 7.00 bis 20.00 Uhr.“


Längere Zeit erregte eine ungeschickte Zusammenstellung zweier Schilder am Portal einer Londoner Kirche Heiterkeit. Das erste lautete: „Das ist Gottes Haus, die Tür zum Himmel.“ In einem kalten Winter wurde darunter folgender Text angebracht: „Während der kalten Jahreszeit bleibt diese Tür geschlossen.“