Inselstaat Vanuatu: «Das Land soll gesegnet sein»

Vanuatu

Der pazifische Inselstaat Vanuatu hält treu zu Israel. Christliche Politiker regieren das Land und berufen sich bei ihren Entscheidungen auch auf die Bibel.

Auf die Frage, ob er ein Optimist sei, wird ein Politiker antworten, er sei ein positiv denkender Mensch, der entschlossen die Probleme anpacke. Für ihn sei das Glas immer halbvoll. Jedenfalls wolle und werde er unermüdlich, selbstlos und tatkräftig die Zukunft allzeit und umfassend positiv und nachhaltig zum Wohle der Bürger und der Umwelt gestalten. Der Präsident des Inselstaates Vanuatu, Iolu Johnson Abil, antwortet anders. Auf die klare Frage eines Reporters gab er eine klare Antwort: «Ich glaube an den Gott der christlichen Bibel, den Gott von Abraham, Isaak und Jakob. Er ist Gott der Lebenden und der Toten. Ich bin also Optimist.»

Der pazifische Inselstaat ist seit 1980 unabhängig. Bemerkenswert ist der hohe Anteil gläubiger Menschen. Mehr als 80 Prozent der 250 000 Bewohner sind Christen, viele offenbar nicht nur auf der Karteikarte. 31 Prozent sind Presbyterianer, 13 Prozent Anglikaner, 13 Prozent Katholiken. Mit 11 Prozent hat Vanuatu einen hohen Anteil an ­Siebenten-Tags-Adventisten. 14 Prozent gehören anderen freien Gemeinden an.

Von den einstigen Kolonialherren haben die Menschen auf Vanuatu das Beste übernommen, was diese mitgebracht haben: den christlichen Glauben. Das Staatsmotto lautet: «In God we stand». Präsident Abil erklärt: «Der Glaube und das Vertrauen auf Gott sind unsere gemeinsame Basis trotz gros­ser kultureller Diversität.» Auf Vanuatu mit seinen mehr als 110 verschiedenen Sprachen entfalte das Christentum eine starke integrative Wirkung.

Das lokale Wertesystem, das die Tradition des Teilens und die gegenseitige Fürsorge betont, werde durch den christlichen Glauben gestärkt. Seine Glaubensüberzeugung, die der Staatspräsident freimütig abgibt, ist kein Lippenbekenntnis.

In den Schlagzeilen der Weltpresse taucht das Inselparadies nicht auf, es sei denn, die Vereinten Nationen schicken sich wieder einmal an, Israel zu verdammen. Zuletzt war es so bei der diplomatischen Aufwertung der palästinensischen Autonomiebehörde durch die UN. Israel stand fast verlassen auf dem diplomatischen Parkett. Auch Deutschland liess Israel mit seiner Enthaltung im Stich. Nicht so Vanuatu. «Vanuatu ist ein christliches Land, wir können nicht gegen Israel stimmen», sagt der für Bildung zuständige Staatsminister Marcellino Pipite, auch er ein Mann der klaren Worte. Der Grund sei völlig klar und liege darin, dass Vanuatu die Ursprünge seines Glaubens in Israel gefunden habe.

Das Wort der Bibel ist für den Kulturminister kein blosses Kulturgut, sondern Gottes Wort: «Als christliche Nation müssen wir Gottes Versprechen erfüllen, und eines der Schlüssel-Versprechen lesen wir in Genesis 12,3.» Gott verspricht Israel hier, es zu einer grossen Nation zu machen und die zu segnen, die Israel segnen. «Ich möchte Vanuatu gesegnet sehen und ich glaube, dass das Land heute gesegnet ist», zeigt sich der Minister überzeugt.

– Quelle: factum // Bild: worldsbestbeaches.net