Israel so unbeliebt wie Nordkorea

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Israel ist genauso unbeliebt wie Nordkorea. Das ergab eine weltweite Umfrage der BBC in 22 Ländern. Nur drei Nationen haben positiv für den jüdischen Staat gestimmt. Allein der Iran und Pakistan schneiden noch schlechter ab. Laut der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“ zählt Israel wie im vergangenen Jahr zu den unbeliebtesten Ländern der Welt. 50 Prozent der Befragten aus verschiedensten Ländern beurteilten Israel negativ. Nur der Iran und Pakistan bekamen mehr negative Stimmen.

Insgesamt 24.090 Menschen wurden weltweit befragt, ob die 22 Länder einen positiven oder einen negativen Einfluss haben. Die USA, Nigeria und Kenia versahen Israel mit einer positiven Bewertung. Eine negative Sichtweise in den europäischen Ländern hatten Spanien (74 Prozent), Frankreich (65 Prozent), Deutschland (69 Prozent) und Großbritannien (68 Prozent). In Spanien und Frankreich ist die negative Meinung über den jüdischen Staat innerhalb eines Jahres um 8 beziehungsweise 9 Prozent gestiegen.

65 Prozent der Australier und 59 Prozent der Kanadier schätzen Israel negativ ein. Der Nachbar Ägypten wählte zu 85 Prozent negativ – 7 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Auch in asiatischen Ländern gibt es zunehmend negative Meinungen. So stimmten in China nur 23 Prozent positiv für Israel und 45 Prozent bewerteten das Land negativ. In Südkorea stiegen die negativen Ansichten auf 69 Prozent und die positiven sanken auf 20 Prozent.

In den USA hat der negative Blick auf Israel hingegen um 6 Prozent abgenommen. Das ist seit 2005 das positivste Bild in den Vereinigten Staaten. Einen Grund der negativen Meinungen liegt nach Auffassung der „Jerusalem Post“ in der israelischen Außenpolitik. Jüdische Kultur und Traditionen sind die häufigsten Anlässe, einen positiven Blick auf Israel zu haben.

Quelle: israel heute // BILD: ©flickr/maxnathans

 

Die unbekannte Geschichte der palästinensischen Christen

Es gibt eine Komponente im israelisch-palästinensischen Konflikt, die viele Außenstehende nicht kennen, die jedoch einen großen Effekt auf die Wahrnehmung des Konflikts hat. Seit Jahren treten immer wieder palästinensische Araber an Israel Heute heran, Christen, aber auch Moslems, die von der Liebe zu Israel motiviert sind und es unterstützen wollen. Sie vertrauen uns ihre Geschichten an und bitten im nächsten Atemzug dringend, ihren Namen, geschweige denn ihr Bild, auf keinen Fall zu veröffentlichen. Die Angst vor Repressionen steht ihnen ins Gesicht geschrieben.

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Das Ergebnis dieser Situation ist, dass die Welt zum großen Teil unwissend darüber bleibt, dass palästinensische Araber nicht nur verstehen, dass Israel besser für sie ist als ein palästinensischer Staat, sondern auch, dass es viele gibt, die den jüdischen Staat lieben und unterstützen. Auf der anderen Seite werden palästinensische Araber, die Israel feindlich gegenüberstehen, von ihren lokalen Führern, aber auch von den internationalen Medien, dazu angehalten, ihre Meinung so laut wie möglich zu äußern. Sogar palästinensische Christen, die nichts gegen Israel haben, lassen sich aufstacheln, um nicht ausgegrenzt zu werden.

Die gängige Meinung geht dahin, dass die Palästinenser einmütig in Israel die Quelle allen Unglücks sehen. Wer darauf hinweist, dass nicht jeder Palästinenser Israel für einen Fluch hält, stößt auf taube Ohren. Die Wiedergeburt des jüdischen Staates wird als das absolut Böse dargestellt. Aus diesem Grund wird viel Energie darauf verwendet, andersdenkende Palästinenser zum Schweigen zu bringen oder gar umzuerziehen.

– Quelle: israel heute // Bild ©Wikpedia/Justin McIntosh