Wie glaubwürdig ist Gottes Wort?

abraham

Bleibt Gottes Wort ewig bestehen? Provokativ stellt Ludwig Schneider den Leser der November Ausgabe von israel heute diese Frage. Unter den Artikel mit der Überschrift „Wie glaubwürdig ist Gottes Wort?“ listet er einige Bibelverse mit Gottes Verheißungen an das jüdische Volk. Der Leser wird aufgefordert anzukreuzen, ob das zitierte Wort für ihn heute noch gültig ist oder nicht.

Schneider äußert sich vor dem Hintergrund des Antrags der Palästinenser in der UN-Vollversammlung vom 20. bis 23. September auf einen eigenen Staat. Viele Christen seien ins Straucheln gekommen. Nun bekamen die Völker „bis Ende 2012 eine Gnadenfrist, um sich für oder gegen Israel zu entscheiden. Dieses Datum wurde vom Nahost-Quartett (UNO, USA, EU, Russland) festgesetzt. Auch wenn sich Israel und die Palästinenser in der Grenz- und Siedlerfrage einigen, bleibt die Jerusalemfrage immer noch der Brennpunkt, denn da gibt es weder bei Juden noch bei Moslems einen Kompromissspielraum.“

Lesen Sie die Bibelverse zum Thema (hier in der Schlachter Übersetzung). Wie verstehen wir sie? Haben sie noch Gültigkeit? Für wen?

„Da sprach Gott: Nein, sondern Sarah, deine Frau, soll dir einen Sohn gebären, den sollst du Isaak nennen; denn ich will mit ihm einen Bund aufrichten als einen ewigen Bund für seinen Samen nach ihm. Wegen Ismael (Araber) aber habe ich dich auch erhört. Siehe, ich habe ihn reichlich gesegnet und will ihn fruchtbar machen und sehr mehren. Er wird zwölf Fürsten zeugen, und ich will ihn zu einem großen Volk machen. Meinen Bund aber will ich mit Isaak (Israel) aufrichten, den dir Sarah um diese bestimmte Zeit im nächsten Jahr gebären soll!“

– 1. Mose 17:19-21

„Und ich will euch in das Land bringen, um dessentwillen ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe, daß ich es Abraham, Isaak und Jakob (Israel) gebe. Das will ich euch zum Besitz geben, ich, der Herr.“

– 2. Mose 6:8

„Ich, der Herr, bin euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, um euch das Land Kanaan zu geben und euer Gott zu sein.“

– 3. Mose 25:38

„Und der Herr sprach zu Mose: Steige auf dieses Bergland Abarim und sieh dir das Land an, das ich den Kindern Israels gegeben habe! … und dieses Land soll euer Besitztum werden vor dem Herrn!“

– 4. Mose 27:12; 32:22

„Denn ein heiliges Volk bist du für den Herrn, deinen Gott; dich hat der Herr, dein Gott, aus allen Völkern erwählt, die auf Erden sind, damit du ein Volk des Eigentums für ihn seist. Nicht deshalb, weil ihr zahlreicher wärt als alle Völker, hat der Herr sein Herz euch zugewandt und euch erwählt — denn ihr seid das geringste unter allen Völkern —, sondern weil der Herr euch liebte und weil er den Eid halten wollte, den er euren Vätern geschworen hatte, darum hat der Herr euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Haus der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.“

– 5. Mose 7:6-8

„Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und euch in das Land gebracht, das ich euren Vätern zugeschworen habe; und ich sagte: Ich will meinen Bund mit euch nicht aufheben ewiglich!“

– Richter 2:1

„Meinen Bund will ich nicht ungültig machen und nicht ändern, was über meine Lippen gekommen ist.“

– Psalm 89:35

„Denn der Herr wird sich über Jakob erbarmen und Israel wieder erwählen und sie zur Ruhe bringen in ihrem Land.“

– Jesaja 14:1

„Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht beseitigt werden können, spricht der Herr, dann soll auch der Same Israels aufhören, allezeit ein Volk vor meinem Angesicht zu sein! So spricht der Herr: Wenn man den Himmel droben messen kann und die Grundfesten der Erde drunten zu erforschen vermag, so will ich auch den ganzen Samen Israels verwerfen wegen all dessen, was sie getan haben, spricht der Herr.“

– Jeremia 31:36-37

„Denn ich will euch aus den Heidenvölkern herausholen und aus allen Ländern sammeln und euch wieder in euer Land bringen.“

– Hesekiel 36:24

„Und ich will das Geschick meines Volkes Israel wenden, und sie werden die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen, Weinberge pflanzen und deren Wein trinken, Gärten anlegen und deren Früchte genießen. Und ich werde sie einpflanzen in ihr Land; und sie sollen aus ihrem Land, das ich ihnen gegeben habe, nicht mehr herausgerissen werden! spricht der Herr, dein Gott.“

– Amos 9:14-15

„Wenn auch etliche untreu waren, hebt etwa ihre Untreue die Treue Gottes auf?“

– Römer 3:3

 

Jesus und der Palästinenserstaat

jesus_palestinenserstaatDas palästinensische Staatsgesuch hat eine neue Plattform für die Sicht der Dinge im Nahen Osten geliefert. Dabei wurden auch die Positionen jener evangelischen Christen deutlich, die nicht länger an die Gültigkeit der Versprechen der Bibel glauben. Als Palästinenserpräsident Mahmud Abbas die Bewerbung für die Mitgliedsschaft des Staates „Palästina“ bei der UNO einreichte, kommentierte Carl Medearis, ein bekannter Experte für Christen im Nahen Osten, in einem Internet-Blog des amerikanischen Fernsehsenders CNN ironisch, dass Jesus die palästinensische Staatsgründung unterstützen würde.

„Wie würde Jesus diese Woche wählen, wenn er einen Sitz bei der UNO inne hätte?“ fragte Medearis. „Sicherlich ständen Liebe, Gerechtigkeit und Frieden an erster Stelle. Vielleicht hätte er ein neues Gleichnis im Sinn – das Gleichnis vom guten Palästinenser – worüber viele Menschen sicher empört wären.“

Medearis fuhr fort, indem er die christlich-zionistische Bewegung und deren Beharren auf der wörtlichen Bedeutung der Bibel verspottete:

„In ihren Köpfen ist der moderne israelische Staat nicht nur eine Erfüllung der biblischen Prophezeihung. Die christlichen Zionisten sagen, die Bibel prophezeie einen Krieg zwischen Juden und Palästinensern, bis Jesus wiederkehrt. Das ist eine bizarre Wendung, die Nichteingeweihte verblüfft und sprachlos hinterlässt.“

– Quelle: israel heute