Jesus Christus ist wahrhaftig gestorben und auferstanden

„Einer der Kriegsknechte öffnete Seine Seite mit seinem Speer,

und alsbald ging Blut und Wasser heraus.“

– Johannes 19,34

Es wird manchmal behauptet, Jesus sei nach der Kreuzigung vor Erschöpfung und Blutverlust ohnmächtig, aber nicht tot gewesen. In der Kühle des Grabes sei Er wieder zu sich gekommen und dann Seinen Anhängern begegnet. Folgende Argumente sprechen jedoch gegen diese Behauptung:

Der Tod Jesu ist das bestbezeugte Ereignis im ganzen Neuen Testament. Es erübrigt sich, Bibelstellen aufzuführen. Schon vor der Kreuzigung war Jesus so schwach, dass ein anderer das Kreuz für Ihn tragen musste (Lukas 23,26 ff.). Am Kreuz stößt Jesus den Todesschrei aus (Markus 15,37 par). Das aber hätte Er in dieser Lage schwerlich vortäuschen können. Dass „Blut und Wasser“ aus Seinem Leib herauskamen, ist ein medizinisch eindeutiges Zeichen, dass Jesus tot war (Blutveränderung).

Die Soldaten, die sicher schon an vielen Kreuzigungen beteiligt waren, waren so sehr vom Tod Jesu überzeugt, dass sie Ihm nicht die Beine brachen (das tat man sonst, um das Sterben zu beschleunigen und die Todesqualen abzukürzen) (Johannes 19,33 f.). Die Evangelisten berichten, dass am Abend nach der Kreuzigung Josef von Arimathia zu Pilatus ging, ihn um den Leichnam Jesu bat und daraufhin erst Jesus vom Kreuz abnahm (Markus 15,42 ff. par.). Das deutet darauf hin, dass Jesus nach seinem Todesschrei noch einige Zeit, vielleicht Stunden, am Kreuz hing und somit also wirklich tot sein musste.

Vor allem aber: Wäre Jesus mit seinem alten, zerschundenen und durch Blutverlust geschwächten Leib aus dem Grab gestiegen (wie hätte er den schweren und versiegelten Felsblock bewegen können?), dann hätte Ihn wohl niemand als Todesüberwinder und Fürst des Lebens (an)erkannt. Also muss der auferstandene Jesus eine neue, verwandelte Leiblichkeit gehabt haben (vergleiche 1. Korinther 15,35 ff.; 2. Korinther 5,1 ff.).

Davon ist auch mehrmals in Seinen Erscheinungen die Rede; denn Er geht durch Wände; Er erscheint und verschwindet vor den Augen der erschrockenen Jünger. Dieser Leib ist mit den Dimensionen unserer Vorstellungswelt nicht fassbar. Etwas ganz Neues ist hier angebrochen, etwas, das der Apostel Paulus mit stammelnden menschlichen Worten nur andeuten kann:

„Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Unehre und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesät ein natürlicher (seelischer) Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib.“

– 1. Korinther 15,42 ff.

– Dr. Gassmann, in Jesus Christus allein