Katholischer Jugendkatechismus Youcat verbreitet Irrlehren

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Im neuen katholischen Jugendkatechismus ‚Youcat‘ werden ungeachtet der aktuellen ökumenischen Entwicklungen die traditionellen katholischen Irrlehren verbreitet. Das Buch basiert auf dem Katechismus der Katholischen Kirche von 1992 und auf dem Kompendium des Katechismus aus dem Jahre 2005. In 300 Seiten werden 527 Fragen beantwortet und dem Jugendlichen so der katholische Glaube nahegebracht.

Neben der Lehre vom Erlösungswerk Christi wird betont, dass es kein Heil außerhalb der katholischen Kirche gebe. In der Kirche werde man getauft und nur so werde man Glied des Leibes Christi. In der Firmung werde dann die Taufe vollendet. Und beides sei Grundlage für die Sündenvergebung durch den Dienst des katholischen Priesters:

„Jesus hat nicht nur selbst Sünden vergeben, er hat auch der Kirche den Auftrag und die Macht verliehen, Menschen von ihren Sünden zu befreien. Durch den Dienst des Priesters wird dem Menschen die Vergebung Gottes geschenkt und die Schuld so vollkommen gelöscht, als wäre sie nie dagewesen.“

Ebenso kritisch zu beurteilen ist der katholische Zugang zum Wort Gottes nach der liberalen historisch-kritischen Methode. Danach ist die Bibel nicht Wort Gottes, sie enthält nur Wort Gottes:

„Historische Präzision oder naturwissenschaftliche Erkenntnisse will die Bibel uns nicht vermitteln. Auch waren die Autoren Kinder ihrer Zeit. Sie teilten die kulturellen Vorstellungen ihrer Umwelt und waren manchmal auch ihren Irrtünmern verhaftet. Doch alles, was der Mensch über Gott und den Weg der Erlösung wissen muss, findet sich mit unfehlbarer Sicherheit in der Heiligen Schrift.“

Die Lehre von der Unfehlbarkeit der Schrift wird relativiert und kontroverse Stellen werden als „nicht heilsentscheidend“ betrachtet. Ähnlich hatte schon Jürgen Werth auf die Frage nach seiner Beurteilung der Evolutionstheorie geantwortet. Ein solch kritisches Verständnis der Bibel steht im Widerspruch zur Chicagoer Erklärung zur Irrumslosigkeit und ist mit dem christlichen Glauben nicht zu vereinbaren.

Der ‚Youcat‘ wird in 13 Sprachen herausgegeben und auf dem Weltjugendtag in Madrid 2011 verteilt. In Deutschland ist das Buch seit April auf dem Markt und wurde bereits über 100.000 mal verkauft. Der neue Katechismus ist das Ergebnis eines 2006 begonnenen Projekts und nun Basis weltweiter katholischer Jugendarbeit. Dabei werden Tradition und Lehramt der Kirche gleichwertig neben die Bibel gestellt.

Vor dem Hintergrund der neu aufgelegten katholischen Irrlehren erleuchten die alten ‚Soli‘ der Reformation in frischem Glanz. Am Ende solcher Meldungen bleibt immer wieder zu fragen, inwieweit man als Christ dem unbiblischen ökumenischen Einheitsbestreben auf Kosten der Wahrheit folgen kann.

Quelle: TOPIC 8/2011