Kundalini Warning

In den – englischen – Videos sehen Sie einige eindrucksvolle Bilder zur charismatischen Bewegung und im speziellen die Offenlegung der hässlichen Erscheinungen wie „Lachen“ oder „Trunkenheit“ im Geist. Wir teilen die Ansicht des Moderators, dass so einiges davon an Blasphemie grenzt und der Heiligkeit Gottes deutlich entgegensteht.

Derartige Phänomene wurden in der Berliner Erklärung von 1909 als „von unten“ beschrieben und verurteilt. Als Folge davon bildete sich der Mülheimer Verband der Pfingstler. Mit der Kasseler Erklärung von 1996 wurde eine Zusammenarbeit im Rahmen der Ev. Allianz wieder möglich, was viele als Dammbruch verstanden haben und sich so distanzierten. In Punkt 3 heißt es:

„Wir bedauern, dass spektakuläre Erscheinungen, wie z. B. das „Ruhen im Geist“, „Lachen im Geist“, die Austreibung sogenannter „territorialer Geister“ usw. zur Verunsicherung, Verwirrung und zu Spaltungen in der Gemeinde Jesu geführt haben. Ungeachtet der unterschiedlichen Bewertungen im Einzelnen sind wir uns einig, dass, um des gemeinsamen Auftrags in der Evangelischen Allianz willen, insbesondere im Zusammenhang von Veranstaltungen, Projekten usw., die im Rahmen und in der Verantwortung der Evangelischen Allianz durchgeführt werden, solche umstrittene Inhalte keinen Raum finden.“

Formal soll die Berliner Erklärung damit also noch Gültigkeit haben. Unter Wikipedia wird das Verhältnis zur Berliner Erklärung wie folgt zusammengefasst:

„Die Aussagen der Berliner Erklärung, mit der führende Evangelikale 1909 die damals noch recht junge Pfingstbewegung als „von unten“ verurteilten, sollen nach den Aussagen der Verantwortlichen der Allianz durch die Kasseler Erklärung nicht in Frage gestellt werden. Trotz einiger Veröffentlichungen des BFP, die suggerieren, die Berliner Erklärung sei revidiert worden, bleibt sie doch nicht nur formal in Kraft, sondern sie stellt nach den Aussagen der verantwortlichen Leiter der Allianz ein verbindliches Votum der Väter zu den Anfängen der Pfingstbewegung dar, das nicht zurückgenommen wird.

Allerdings musste aus ihrer Sicht dieses Votum für unsere Zeit aktualisiert werden, da viele Pfingstgemeinden von der damaligen Dämonisierung aus ihrer heutigen Sicht nicht mehr so pauschal getroffen werden. Die Kasseler Erklärung soll deshalb einen Weg für solche Pfingstgemeinden und charismatischen Gemeinden in die Allianzarbeit eröffnen, die sich in ihrer Theologie und Praxis deutlich von den in der Berliner Erklärung kritisierten Anfängen der Pfingstbewegung unterscheiden.“

Demnach sollten wir uns heute also abgrenzen von der falschen, oben offengelegten Praxis und nicht von denen, die formal zwar der Pfingstbewegung angehören, solche Praktiken jedoch nicht ausüben und die falschen Lehren auch nicht vertreten. Deutliche Bilder wie in den Videos sind ein guter Beitrag zur Aufklärung und zum gegenseitigen Verständnis in der Diskussion. Auf Englisch erschien das beworbene Buch „Kundalini Warning“.