Maleachi-Kreis, Die Bibel fasziniert mich

Die_Bibel_fasziniertDieses Buch ist das Zweite, das der Maleachi-Kreis, nach eigener Aussage ein „Arbeitskreis für Glaubensstärkung in Lehre und Leben“ bzw. ein Zusammenschluss bibeltreuer Christen, herausgibt. Es wirkten verschiedene Autoren mit, deren gemeinsames Anliegen es ist, das Vertrauen und die Liebe zur Bibel und zum Verfasser derselben, zu stärken. Dies spürt man allen Mitwirkenden ab.

Als Einführung schreibt der Vorsitzende des Bibelbundes, Michael Kotsch, über den Anlass dieses Buches. Dabei nimmt er Stellung zu einer neoevangelikalen Zeitschrift, die den Titel „Faszination Bibel“ trägt, diesem Slogan aber nicht gerecht wird, da dort selbst (gemäßigt) bibelkritische Autoren mitschreiben und die Bibel auf verschiedene Art und Weise relativiert wird.

Im ersten Hauptkapitel geht es Siegfried Weber um das Thema „Inspiration“. Er befasst sich mit der Wichtigkeit dieser Frage und mit der Relativierung der biblischen Aussagen und den Folgen für die Gemeinde. Dabei beleuchtet er die wichtigen Stellen 2Tim 3,16 und 2Pt 1,20+21 und geht auch kurz auf verschiedene Inspirationsverständnisse ein. Er kommt zum Schluss, dass die Verbalinspiration, also die wörtliche Eingebung, die angemessenste ist.

Das zweite Kapitel, verfasst von Jochen Endres, beschäftigt sich mit den Zukunftsvorhersagen der Schrift, die sich auf wunderbare Weise erfüllten und erfüllen. Er spricht auch über den Zweck und das Ziel dieser gottgegebenen Offenbarungen. Konkret geht er den Zukunftsaussagen über die Stadt Tyrus, über die Entwicklungen des griechischen Weltreiches (Dan 11), über die Geschichte Israels und über Jesus Christus und deren Erfüllung nach.

Der dritte Aufsatz von Wolfgang Nestvogel beschäftigt sich mit dem Sühnetod Jesu und macht deutlich, dass uns die Bibel den Weg zu Jesus zeigt. Dabei geht der Autor auf kirchengeschichtliche, aber auch aktuelle Entwicklungen in Bezug auf die Deutung des Kreuzestodes ein und zeigt auf, dass das Wort vom Kreuz schon immer ein Skandalon war.

Es folgt ein Artikel von Johannes Pflaum. Er bezeugt, dass uns die Bibel täglich Kraft und Trost gibt. Das Wort Gottes ist unser Lebenselixier und nicht nur ein Bau-, Schmuck-, Verbands-, Experimentier- oder Munitionskasten, sondern ein Schatzkiste. Es ist die Quelle aus der wir in der Gemeinschaft mit dem Herrn leben sollen – jederzeit.

Eberhard Platte berichtet im letzten Kapitel von verschieden Menschen aus sozialen Randgruppen, deren Leben durch die Begegnung mit Jesus Christus eine beeindruckende Wende erfuhr. Es ist immer wieder ein Grund Gott zu loben und anzubeten, wenn sich Sünder von einem sinn- und ziellosen Leben wegbekehren, Vergebung der Schuld empfangen und Christus als ihren Herrn und Retter bekennen.

Am Ende des Buches folgen 2 Artikel. Der erste ist ein persönliches Zeugnis von Anita Kupfermann über ihre Zeit an einer bibelkritischen Ausbildungsstätte und die damit zusammenhängenden Schwierigkeiten. Der zweite ist ein kurzer Ausschnitt aus dem Buch „Afrika war nur der Anfang“ von Martin Vedder. Es handelt sich dabei ebenfalls um persönliche Erfahrungen des Autors mit der Bibelkritik.

Das Buch ist jedermann zu empfehlen, weil es die Bibel als das Wort Gottes ernst nimmt und seine göttliche, mit keinem anderen Buch vergleichbare Wirkung, ohne Abstriche bezeugt.

Sebastian Gruner (Erlbach-Kirchberg)