Mit wem verbringen wir unsere Zeit?

„Wenn aber jemand für die Seinen, besonders für seine Hausgenossen, nicht sorgt, so hat er den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger.“ – 1. Timotheus 5,8

Jesus Christus hatte Gemeinschaft – zuerst mit seinem himmlischen Vater, dann mit seinen Jüngern, schließlich auch oft mit den „Zöllnern und Sündern“. Und mit seiner leiblichen Familie?

Es gibt eine bemerkenswerte Stelle in der Bibel, in der Jesus seine Mutter und Brüder unbeachtet lässt und dies mit den Worten begründet: „Wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und Mutter.“ (Mk 3,35) Wir müssen sehen, dass seine Familie ihn zu dieser Zeit „ergreifen“ und damit offensichtlich gegen den Willen Gottes handeln wollte. (Mk 3,21)

Am Kreuz dann das andere Bild. Jesus Christus sorgt für seine Mutter Maria, indem er Johannes zuruft: „Siehe, deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.“ (Joh 19,27) Auch von den Brüdern Jakobus und Judas wissen wir, dass sie viel von Jesus gelernt haben. Ihre nach ihnen benannten Briefe sind uns bis heute in der Bibel überliefert.

Paulus bekräftigt den Stellenwert der Familie. Wer für seine Familie nicht sorgt, der ist schlimmer als ein Ungläubiger. Die Sorge um die Familie ist natürlich. Denken wir aber nicht nur an die materielle Versorgung, sondern auch an die geistliche.

Gott schenkt uns Zeiten der Arbeit und Zeiten der Ruhe. Verbringen wir immer wieder auch Zeit mit der Familie – zur Hausandacht, zum gemeinsamen Essen, Spielen, Reisen.