Nordkorea: Wie ein Christ gefoltert wurde

Robert Park - Short Hair

Einzelheiten über seine Folter in nordkoreanischer Haft hat der US-amerikanische Christ Robert Park (Tucson/Bundesstaat Arizona) veröffentlicht. Der 31-jährige Missionar koreanischer Herkunft war am 25. Dezember 2009 festgenommen worden, als er von China aus über den gefrorenen Fluss Tumen in das kommunistisch regierte Land eindrang. Nach 43 Tagen wurde er überraschend freigelassen und nach Peking abgeschoben.

Wie er jetzt der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap mitteilte, sei er von Aufseherinnen sexuell gefoltert worden. Mit einem Knüppel hätten sie auf seine Genitalien eingeschlagen und ihm gedroht, dass er niemals heiraten und Kinder haben könne. Auch hätten sie seinen Glauben verspottet: „Wenn dein Gott so groß ist, warum rettet er dich dann nicht?“

Park ist nach eigenen Angaben auch von Männern misshandelt worden. Sie hätten seine Arme auf dem Rücken festgebunden und auf ihn eingeprügelt, bis er vor Schmerzen geschrien habe. Er habe seinen Peinigern immer wieder gesagt „Gott liebt euch“, doch sie hätten weitergemacht, bis er sich nur noch den Tod gewünscht habe. Noch heute leidet Park nach eigenen Angaben unter Alpträumen und einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD). Zweimal habe er versucht, sich das Leben zu nehmen.

Mit der Schilderung seiner Erfahrungen wolle er die internationale Öffentlichkeit auf die massiven Menschenrechtsverletzungen des Regimes in Pjöngjang aufmerksam machen. Park will Nordkorea auf Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagen. Es gilt als das Land mit der schlimmsten Christenverfolgung. Nach Schätzungen werden bis zu 70.000 Christen als Staatsfeinde in über 30 Arbeits- und Straflagern gefangen gehalten. Von den 24 Millionen Einwohnern sind offiziellen Angaben zufolge etwa 12.000 Protestanten und 800 Katholiken, die zu vier staatlich anerkannten Kirchengemeinden gehören. Mindestens 200.000 versammeln sich im Untergrund.

– Quelle: idea v. 21.02.2012

 

US-amerikanischer Christ will Nordkorea verklagen

Der US-amerikanische Christ Robert Park (Tucson/Bundesstaat Arizona) will Nordkorea auf Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagen. Der 30-Jährige war am 25. Dezember 2009 festgenommen worden, als er von China aus über den gefrorenen Fluss Tumen in das kommunistisch regierte Land eindrang. Nach 43 Tagen wurde er überraschend freigelassen und nach Peking abgeschoben. Während seiner Haft sei er massiv gefoltert worden.

Robert_Park

Noch heute leide er unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD). Als psychische Folge der Folterungen habe er häufig Alpträume; zweimal habe er versucht, sich das Leben zu nehmen. Mit der Klage will Park laut Presseberichten auf die schweren Menschenrechtsverletzungen des Regimes in Pjöngjang hinweisen. Er selbst sei nicht an einer finanziellen Entschädigung interessiert, berichtet der Informationsdienst Assist.

Nordkorea gilt als das Land mit der schlimmsten Christenverfolgung. Nach Schätzungen werden bis zu 70.000 Christen als Staatsfeinde in über 30 Arbeits- und Straflagern gefangen gehalten. Von den 24 Millionen Einwohnern sind offiziellen Angaben zufolge etwa 12.000 Protestanten und 800 Katholiken, die zu vier staatlich anerkannten Kirchengemeinden gehören. Mindestens 200.000 versammeln sich im Untergrund.

– Quelle: idea v. 07.02.2012