Pfingstpastor stirbt durch Snake-Handling

SnakehandlingMark Wolford, 44 Jahre alter Pfingstpastor aus West-Virginia, gehört zu den Serpent-Handlers, jene extrempfingstliche Gruppierung, die das Wort aus Markus 16,18 und sie werden „Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird’s ihnen nicht schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird’s besser mit ihnen werden“ wörtlich nehmen. Am Pfingstsonntag, 27. Mai 2012, hielt Wolford einen Gottesdienst, den er auf Facebook mit den euphorischen Worten ankündigte: „Ich freue mich auf eine wunderbare Zeit an diesem Sonntag. Es wird wie in den alten Zeiten sein… Heilig Geist erfüllte, in Zungen sprechende Gläubige.“

Leider nahm der Gottesdienst einen tragischen Ausgang. Nach einer halben Stunde legte der Pfingstpastor eine Klapperschlange auf den Boden und setzte sich vor ihr nieder. Nach einem Biss in den Oberschenkel wurde der Pastor allerdings nicht direkt in ein Krankenhaus gebracht, sondern in das etwa 100 km enfternte Heim eines seiner Familienangehörigen. Erst als sich sein Zustand verschlimmerte wurde er in das Krankenhaus gebracht. Der Pastor verstarb am Pfingstmontag.

Während Snake-Handling in West-Virginia legal ist, ist diese Praxis in vielen US-Bundesstaaten wie Kentucky und Tennessee verboten. 2011 hatte Wolford der Washington Post in einem Interview gesagt, dass jeder, der Glauben hat, Markus 16,18 praktizieren könne.

Auch Wolfords Vater war im Alter von 39 Jahren vor den Augen seines Sohnes Mark Wolford im Zuge eines Gottesdienstes mit Snake-Handling am Biss einer Schlange gestorben.

Bild: Snake handling at the Pentecostal Church of God, Lejunior, Harlan County, Kentucky September 15, 1946 (National Archives and Records Administration). Photo by Russell Lee / Wikipedia.