Psalm 78 – Gottes Güte leitet uns zur Buße

„Was wir gehört und gelernt haben und was unsere Väter uns erzählt haben, das wollen wir ihren Kindern nicht vorenthalten … damit diese auf Gott ihr Vertrauen setzten und die Taten Gottes nicht vergäßen und seine Gebote befolgten.“ – Psalm 78,3.4a.7

Psalm 78 gehört zur Weisheitsliteratur. Asaph erzählt, was Gott in der Geschichte getan hat. Hören wir zu, werden wir weise.

In Ägypten wird ein ganzes Volk unterdrückt und ausgebeutet. Die Sklaven rufen zu ihrem Gott und Gott erbarmt sich über sie. Nicht irgendwie, sondern mächtig und großzügig. Gott kämpft gegen Ägypten und befreit sein Volk. Dann führt Gott sie sicher durch die Wüste und schenkt ihnen neues, richtig gutes Land.

Die Menschen aber sind ungläubig und undankbar. Obwohl Gott seine Macht zeigt, zweifeln sie. Obwohl Gott befreit, wollen sie lieber ohne ihn leben. Schlimmer noch, sie machen sich andere Götter und provozieren Gott zum Zorn.

Wie reagiert nun Gott? Zornig, aber auch barmherzig. „Wenn er sie schlug, so fragten sie nach ihm und kehrten wieder um und suchten Gott.“ (V.34) Schließlich erwählt Gott seinen Knecht David, dass er sein Volk Israel weiden soll. „Und er weidete sie mit aller Treue seines Herzens und leitete sie mit weiser Hand.“ (V.72)

Der Mensch ist untreu, aber Gott ist treu. Er hört Gebet und befreit aus der Not. Er sieht Sünde und erzieht, befreit aus der Sünde. Gott erwählt Menschen und gebraucht sie, seine Kinder zu führen. Gott sendet uns seinen Sohn Jesus Christus, den wahren Hirten. Der Sohn beruft Menschen wie damals Petrus: „Weide meine Schafe!“ (Joh 21,17)

Gott ist barmherzig und geduldig mit uns. So ist Gott. Und wir? Wir sollten seine Taten nicht vergessen, unser Vertrauen auf ihn setzen und seine Gebote befolgen.