Randy Green ist im Dschungel verschwunden!

Randy_Green

Liebe Freunde,

einst hieß es: „Randy Green ist im Dschungel verschwunden!“

Der Missionar hielt inne, um Atem zu holen: „Vor vier Tagen ging Randy zum Jagen in den Dschungel. Er kam nicht mehr zurück.“ Zwei Tage lang haben der Missionar und die Eingeborenen das Gebiet, in dem der 15-jährige Junge sich aufgehalten hat, vergeblich abgesucht. Dann machte sich der Missionar auf eine zweitägige Reise, um noch mehr Hilfe zu holen.

Schnell haben wir alle unsere Ressourcen mobilisiert. Der Versorgungseinkäufer Jack Winslow sagte jedem verfügbaren Missionaren Bescheid, dass sie noch am Nachmittag in den Dschungel reisen sollten. Der Buchhalter Karl Crowe ging zur Bank, um das Geld für die Rettungsaktion zu holen. Als er fragte, wie viel, antwortete ich ihm: „Bring alles, was wir haben!“ Meine Frau Katy blieb bei Randys Mutter Alma, während wir suchten. Auf ihre Frage, wie lange wir suchen würden, sagte ich ihr: „Bis wir ihn finden. Ruf alle zum Gebet!“

Unser Plan war einfach: Jeder soll bei dieser Rettungsaktion mithelfen und jeder tut das ihm Mögliche.

Am fünften Tag flogen wir in den Dschungel zu der Landebahn, in deren Nähe Randy zum letzten Mal gesehen worden war. Spät nachmittags kamen wir an. Von dort aus planten wir die Suche für den nächsten Morgen.

Im Morgenrauen gingen mehrere Gruppen von Männern in den dichten Urwald, um Randy zu suchen. Wir suchten den ganzen Tag und auch den nächsten, fanden aber keine Spur von ihm. Die Dunkelheit zwang uns dann, die Suche abzubrechen.

Am achten Tag machten Randys Vater Oren und ich uns erneut auf den Weg. Diesmal hatten wir den Dorfältesten dabei, der sorgfältig nach Spuren suchte, die ihm vielleicht Hinweise geben könnten, was aus dem Jungen geworden war. Plötzlich ertönten laute Rufe und Freudengeschrei durch den Dschungel:

„Randy ist gefunden!“

Sein Gesicht war so eingefallen, dass man ihn kaum wiedererkannte. Seine Arme und Beine waren voller Schnittwunden, die er durch Dornen und Schlingpflanzen bekommen hatte. Bisse von Insekten und Zecken bedeckten seinen ganzen Körper. Aber er lebte!

Doch nicht nur Randy wurde gefunden. Während wir nach ihm suchten, fanden wir Anzeichen von Volksgruppen, die noch nie zuvor die Gelegenheit hatten, das Evangelium zu hören. Menschen, die nicht nur für acht Tage verloren waren, sondern für die Ewigkeit. Sie benötigten dringend jemand, der ihnen das Evangelium bringt.

Ich hielt noch einmal Rückblick auf unseren Rettungsplan für Randy und fragte mich, warum wir nicht für die verlorenen Menschen dieser Welt genauso vorgehen. Was wäre, wenn wir nach dem gleichen Prinzip auch heute vorgingen?

• Versammelt so viele Leute wie nötig, um die Unerreichten zu erreichen!
• Gebt alles Geld, das benötigt wird, um jeder unerreichten Volksgruppe das Evangelium zu bringen!
• Hört mit der Arbeit erst auf, wenn auch die letzten Verlorenen gerettet sind!
• Ruft alle zum Gebet auf!

Dies ist mein Aufruf an alle, die diese Zeilen lesen. Möchtest du ein Teil der Rettungsaktion sein?

Macon Hare
Geschäftsführender Redakteur von ntm@work

PS: Du kannst dich auf den Weg machen, um nach den Verlorenen zu suchen. New Tribes Mission bietet eine gute biblisch-theologische Ausbildung an, die dich auf den Missionsauftrag vorbereitet. Oder vielleicht kennst du jemanden, der daran interessiert ist und der von dieser Ausbildung profitieren könnte?