C.S. Lewis, Dienstanweisung für einen Unterteufel

Lewis Dienstanweisung UnterteufelC.S. Lewis war kein Theologie-Professor, und auch kein Freund dogmatischer Diskussionen, das überließ er anderen. Auch das vorliegende Buch will dazu keinen Beitrag leisten. Dennoch fehlt es nicht an theologischem Scharfsinn, eingepackt in der genialen Idee, aus Sicht eines Teufels an einen anderen Teufel über die Verführung eines Menschen zu schreiben.

Was tun die Teufel, uns Menschen zu verführen – je nach Situation? Screwtape gibt seinem Neffen Wormwood in 31 teils sehr persönlichen und emotionalen Briefen Ratschläge, auch Lob aber zum größten Teil Tadel über die Beeinflussung seines Patienten Mr. Spike.

Schon der erste Brief offenbart teuflische List, und doch beginnt der zweite: „Ich habe mit größtem Mißvergnügen davon Kenntnis genommen, daß Dein Patient Christ geworden ist.“ Wie die Teufel reagieren und was für ein Christenleben sie sich wünschen, wie sie bestimmte Situationen beurteilen – z.B. den Krieg – und wann sie wieder Hoffnung schöpfen, lesen wir in den folgenden Briefen.

Interessant zu entdecken ist auch die anders geartete Liebe des Unterteufels zu seinem Neffen, seine Beziehung zu seinem Feind (!), seine persönlichen Motive und teuflischen Freuden.

Das Buch ist nicht nur lehrreich, sondern auch sehr unterhaltsam und eine wertvolle Abwechslung gerade für diejenigen Theologen, denen das harte Forschen und Argumentieren manchmal mühsam wird und die Freude an der christlichen Sache nehmen will.

Es erinnert uns gleichzeitig daran, dass es neben der sichtbaren noch die unsichtbaren Welten gibt. Stehen wir auf der Seite des Siegers, schenkt das Buch uns große Freude über die Hilflosigkeit und Verzweiflung unseres Widersachers in seiner Gier nach unserer Seele.