Verkündigung oder psychologische Hilfe?

Eine Verkündigung, die es unterläßt, immer wieder auf den Himmel als die Hoffnung und das Ziel der Christen hinzuweisen, ist nicht nur schriftwidrig, sondern beraubt die Gläubigen eines der wichtigsten Gesichtspunkte, mit deren Hilfe sie mit den Lasten dieses Lebens fertigwerden können. Gegenwärtig liegt bei den Evangelikalen die populäre Psychologie voll im Trend. Man heiligt das profane Vokabular und wendet dann volkstümlich aufbereitete Selbstverwirklichungstheorien an.

Ich behaupte nicht, daß diese Entwicklung völlig schädlich sei. Sie verdrängt jedoch einen christlichen Glauben, der sich auf der Grundlage der Bibel mit Themen befaßt wie Schuld, Leiden, moralischen Werte, Glauben, Treue, Hoffnung, Barmherzigkeit, Wahrheit, Gerechtigkeit, Versöhnung und Vergebung. Damit haben wir unser Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht hergegeben.

– Donald A.Carson in Ach, HERR, wie lange noch?