Estabrooks, Codename Perle

Codename PerleWie bekommt man eine Million Bibeln nach China geschmuggelt? Wie schwer sind soviele Bibeln und wieviel Platz braucht man dafür? Wie kann man so etwas organisieren? Wieviel Geld, welche Vorbereitung, wieviele Gebete und wieviel Glaubensmut braucht man für solch ein Projekt?

Der Schmuggel ist vollzogen und der Sieg errungen. Der Wert dieses Berichts liegt darin, dass die Geschichte tatsächlich passiert ist. Beim Lesen der ersten Seiten kommen dem Durchschnitts-Gläubigen schnell die Gedanken, „Das ist doch unglaublich!“ Und doch ist es wahr. Eine Million Bibeln, dafür brauchte es eine Million Wunder – und die sind wirklich passiert!

Das Buch zeigt im Detail, dass nicht Menschen sondern Gott selbst am Werk war. Jahre zuvor fingen die Menschen in China an, für mehr Bibeln zu beten. Jahre zuvor fing Bruder Andrew an, Bibeln in kommunistische Länder zu schmuggeln. Und hier und da fing Gott an, die Puzzle-Teile zusammenzusetzen und nach seinem Willen und zu seiner Ehre die chinesischen Christen mit seinem „Brot“ zu beschenken. Am Ende waren hunderte von Christen aktiv beteiligt und tausende im Gebet vereint.

project-pearl

In vielen Biographien wird erzählt, wie Menschen alleine und trotz vieler Widerstände aus den eigenen christlichen Reihen im Gehorsam Großes vollbracht haben. Es tut weh zu lesen, wenn Brüder gegeneinander arbeiten. Das vorliegende Buch zeugt von dem Wunder, dass viele Christen erfolgreich zusammengearbeitet haben. Und doch müssen wir am Ende erfahren, dass christliche Werke das Projekt im Nachhinein kritisiert und auch falsch dargestellt haben. Der bittere Beigeschmack bleibt.

Das Buch ist insofern auch offizielle Dokumentation und Richtigstellung. Die chinesische Regierung hat mittlerweile gehandelt und die offizielle Kirche darf nun selbst mehr Bibeln drucken. Der große Bevölkerungsanteil an Christen in China ist nicht mehr zu übersehen. Das Projekt hatte nachhaltigen Einfluss auf die große, lang anhaltende Erweckungsbewegung bis heute. Interessant auch zu erfahren, wie es nach Hudson Taylor mit der Gemeinde in China weiterging.

Im Nachwort geht der Autor auf die besondere Situation Chinas näher ein. Und er fasst zusammen, was wir Christen aus dieser einmaligen Geschichte lernen können. Ein mutmachendes und lehrreiches Buch, das immer wieder mündet in ein großes

Soli Deo Gloria