Sexuelle Propaganda an Schulen

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Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Josef Kraus, hat die Berliner Initiative zur Förderung der Akzeptanz für „sexuelle Vielfalt“ an Schulen scharf kritisiert. Die Kampagne sei ein massiver Eingriff in die elterlichen Erziehungsrechte, sagte Kraus der Jungen Freiheit.

„Das Grundgesetz stellt Ehe und Familie unter den besonderen Schutz des Staates und benennt die Erziehung – also auch die Vermittlung von Werten – ausdrücklich als Recht der Eltern.“ Er frage sich daher, wie Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) dies mit seinem Ethos als Mediziner und Wissenschaftler in Einklang bringen könne.

Hintergrund sind die Mitte Juni vom Berliner Schulsenat präsentierten Informations- und Unterrichtsmaterialien für Schulen und Jugendeinrichtung zum „Schutz von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften vor Mobbing aufgrund der sexuellen Identität“. Zu diesen zählt beispielsweise ein Medienkoffer zur „sexuellen Vielfalt“ für Grundschulen, der Kinderbücher enthält, mit denen die ABC-Schützen an das Thema Homosexualität herangeführt werden sollen.

In einer Handreichung für Lehrer finden sich zudem Unterrichtsbeispiele, in denen Siebtklässler pantomimisch Begriffe wie „Orgasmus“, „Porno“ oder „Sado-Maso“ darstellen sollen. Kraus rät Eltern daher, energisch gegen solche Unterrichtsmethoden zu protestieren – und das möglichst breit: „beim Lehrer, dem Rektor, der Schulbehörde, aber auch den Fraktionen und Parteien.“

Kampagne in Gießen: Mach Sex wie und mit wem du willst

In Gießen läuft ein Projekt für Jugendliche zur Anerkennung der Homosexualität als normale Lebensform unter dem Schlagwort „Liebe wie du willst“. Verantwortlich sind das Jugendbildungswerk Gießen und die pro familia Beratungsstellen Gießen und Marburg. Durch das Projekt zur Sexualerziehung sollen die Jugendlichen lernen, jede Art von sexueller Beziehung als normal anzusehen und sollen bestärkt werden, zu „lieben“ wie und wen sie wollen.

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„Wir wollen dich darin bestärken, zu lieben wen du willst – und zu lieben wie du willst“, verkündet das Projekt auf der dafür eingerichteten Internetseite. Wir wollen „offensiv dafür eintreten, dass jeder Mensch sein Grundrecht wahrnehmen kann, seine sexuelle Orientierung und seine sexuellen Beziehungen frei zu wählen und sein Leben entsprechend zu gestalten, soweit nicht andere dadurch in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt werden.“ Bestandteil der Kampagne sind neben dem Internetauftritt zur Öffentlichkeitsarbeit auch zahlreiche Plakate und Postkarten, die auf der Webseite zum Download bereit stehen.

Möglich und ’normal‘ sind laut Kampagne nicht nur lesbisch und schwul, sondern auch Sex in der Gruppe. Wer sich nicht sicher ist, in welche Kategorie er denn einzuordnen sei kann sich bei den ‚Queerstartern‘ zu einem ersten Gespräch melden, um es herauszufinden. Alle anderen sind zum gemütlichen Beisammensein im ‚Cafe Queer‘ eingeladen. Und zuletzt gibt es noch das ‚LesBiSchwule Schulprojekt‘ als sexualpädagogisches Angebot für Schulklassen mit dem Ziel, „Schülerinnen und Schülern eine persönliche Begegnung und Austausch mit Lesben, Schwulen und Bisexuellen zu ermöglichen. Die Männer und Frauen in unserem Team erzählen von ihrem Coming-Out, klären Fragen und bieten Raum für Diskussionen über alle Themen rund um sexuelle Orientierung.“

Kampagne in Berlin: Sexuelle Vielfalt

Neben der anstößigen Kampagne in Gießen startet nun auch in Berlin ein Unterrichtsmodel zur Sexualerziehung weg von den traditionellen Vater-Mutter-Kind-Vorstellungen hin zu einer Offenheit mit homosexuellen Alternativen. Den Kindern wird ein Themen-Koffer mit 25 Bilderbüchern und einem Memory-Spiel zur Verfügung gestellt, gedacht für Grundschulkinder ab fünf Jahren. In den Büchern heiratet der König einen König, Onkel Tommy küsst einen Mann, Emily hat zwei Mamis, der Rabe mit dem goldenen Federkleid ist vermutlich transsexuell…

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Botschaft der Kampagne: Jede Lebensform soll wertgeschätzt werden! Dazu werden auch Elternbriefe in verschiedenen Sprachen versendet, in denen die Eltern zu mehr Toleranz und Offenheit gegenüber der Homosexualität aufgefordert werden. Es wird „alles gezeigt, was heute Realität ist“ und die Jugendlichen sollen sich aus der ganzen Vielfalt ihre eigene sexuelle Identität aussuchen, ähnlich wie ihre Religion.

Neben den Büchern und Rollenspielen steht auch Pantomime auf dem Programm, bei dem auf der Bühne die Selbstbefriedigung und der Orgasmus dargestellt werden sollen.

Kampagne in Berlin-Brandenburg: Sexualisierung von Kleinkindern

Im „Bildungsserver Berlin Brandenburg“ des „Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg“, eine Einrichtung der Länder Berlin und Brandenburg für die gemeinsame Bildungsregion, wird der „Sexuellen Vielfalt“ große Bedeutung zugemessen. Verantwortlich sind die Berliner „Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung“ und das Landesministerium für „Bildung, Jugend und Sport“ Brandenburgs.

Im Bildungsserver wird empfohlen, daß Kinder so früh wie möglich indoktriniert werden sollen. Man soll ihnen sagen, daß Homosexualität, Transsexualität, Bisexualität völlig normal seien. Sexuelle Vielfalt soll im Unterricht durch Lehrer thematisiert werden. „Starre Bilder von Weiblichkeit und Männlichkeit zu hinterfragen“ soll eines der Ziele an den Schulen sein. Dafür wird eine Literaturliste empfohlen. Einige Beispiele für Kinder im Vorschulalter aus dieser Liste:

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Ab 3 Jahren: Eberhard die ‚schwule Sau’

Erläuterung des „Bildungsservers“: „Der kleine Eberhard, den die ‚dummen Hühner’ auf Bauer Müllers Hof ärgern und ‚schwule Sau’ schimpfen, fragt: „Berta, was ist denn schwul?“… Eine Lerngeschichte für kleine und große Schweine, zum Lachen und Nachdenken.

Ab 4 Jahren: Zusammengehören

Erläuterung des „Bildungsservers“: Bei Lilly und Ferdinand zu Hause gibt es Krach. Die Eltern streiten sich. Irgendwann zieht ihr Papa in eine andere Wohnung. Das ist nicht einfach für Lilly und Ferdinand. Nach einiger Zeit verliebt sich ihre Mama neu. Auch das ist nicht einfach. Denn Mamas neue Liebe heißt Sophia.

Ab 4 Jahren: König & König

Es war einmal ein Kronprinz, der wollte nicht heiraten. Aber das geht natürlich nicht. Wenn aus einem Kronprinz ein König werden soll, muss er verheiratet sein. Und so machte sich die Königin, die endlich in Pension gehen wollte, auf die Suche nach jemandem, der zu ihrem Sohn passte… Ein überraschendes Bilderbuch, in dem alles anders kommt, als man denkt.

Für die etwas älteren (ab 11 Jahren) wird beispielsweise „Mama verliebt“ von Beate Dölling empfohlen. Die Kurzbeschreibung des „Bildungsservers“: Mama verliebt – das ist eigentlich schon schrecklich genug. Aber in eine Frau? Mara kommt damit kein bisschen klar, reagiert mit Trotz und Wut. Dabei hatte das Leben gerade angefangen interessant zu werden: ihre beste Freundin Lizzy hat sich verliebt und Mara hat auch den Jungen ihrer Träume entdeckt. Und jetzt das. Beate Dölling lässt uns die Ratlosigkeit eines Mädchens hautnah miterleben.

Kampagne in der Schweiz: Sexualerziehung für Vierjährige

Ein „Sex-Koffer“ für 4-Jährige hat in der Schweiz zu Protesten geführt. Die „Lernmaterialien“ bestehen aus Filme, Bilder, Puppen und realistischen Imitationen der Geschlechtsteile und sollen an 30 Schulen und Kindergärten im Kanton Basel-Stadt probeweise verteilt werden. Später soll dieser Koffer eventuell obligatorisch werden und Teil des Sexualkundeunterrichts werden, das neuerdings zur Pflicht gemacht wurde – eine Dispensierung ist nicht möglich.

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Im Unterricht sollen die Kleinen in Detail lernen, wie das Geschlechtsleben vor sich geht. Entsprechend realistisch sind die Unterrichtsutensilien. Auch sollen Begriffe wie „Lust“ erläutert werden. Wie dann die Praxis aussehen könnte, erläutert die Schweizer Zeitung „Blick“: Die Kinder massieren einander gegenseitig – oder berühren sich mit warmen Sandsäcken. Dazu läuft leise Musik. «Wichtig ist, dass sie lernen, Nein zu sagen, wenn sie an einer Stelle nicht berührt werden wollen.» Schneider (Daniel Schneider, Konrektor Kindergärten, der den Leitfaden zusammen mit Fachpersonen für den Kanton Basel-Stadt ausgearbeitet hat) glaubt, dass «Kinder dabei unterstützt werden sollen, ihre Sexualität lustvoll zu entwickeln und zu erleben».“

Nach den Vorstellungen dieser Pädagogen sollen auch die Jüngsten ihre „Lustgefühle“ entdecken. Dieses Projekt in Basel-Stadt soll später in der ganzen Schweiz angewendet werden. Glücklicherweise formiert sich heftiger Widerstand gegen diesen Angriff auf die Kindheit. In vielen Kantonen schließen sich Eltern, Lehrer, Politiker und Pädagogen zusammen. Vor allem die Tatsache, daß schon im Kindergarten Sexualkunde gelehrt werden soll, empört viele.

Petition gegen Bildungsplan 2015 in Baden-Württemberg

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