Spurgeon über das Gebet

Charles Spurgeon

Gott wird nicht großen Segen senden, wenn das verborgene Gebet versäumt wird.

Ein großer Teil unserer Gemeinschaft mit Gott muß in unserem Sündenbekenntnis liegen, in dem Geständnis unserer eigenen Schwäche und der Berufung auf die Gerechtigkeit unseres göttlichen Erlösers.

Denkt nicht, daß ihr wegen der Wunder, die Gott gestern abend für euch tat, heute morgen nicht zu beten braucht, sondern stellt eine doppelte Wache vor euren Geist in dem Augenblick der Freude, damit ihr nicht vom Stolz fortgeführt werdet.

Wenn ihr jetzt im Reiche Christi Erfolg habt, so dankt Gott für euren geistlichen Erfolg, aber haltet nicht viel von dem Beifall, der darauf folgt.

Brüder, in der Stunde des Erfolgs faßt den Entschluß zu größerer Arbeit. Geht vorwärts!

Ich weiß, ihr murrt über die Langweiligkeit der Prediger, und ich wundere mich nicht darüber, aber ich glaube, es stände wohl in eurer Macht, diese Sache zu bessern. Wenn ihr mehr für die Verkündiger betet und wenn die Kirchen mehr Sorge dafür tragen, daß nur die rechten Männer zum Volk zugelassen werden, dann werdet ihr feststellen, daß die Prediger des Wortes von euch höher geachtet werden.

Es ist der Mann, der betet, der auch richtig predigt, und wenn ihr wünscht, euren Mitmenschen Gutes zu tun, so müßt ihr auf euren Knien beginnen.

– Charles H. Spurgeon in „Wachet und betet“