Schlagwort-Archive: Apologetik

Glaubst du die Geschichte von Jona und dem Wal wirklich?

Von all den Geschichten in der Bibel ist der Bericht von Jona und dem Wal diejenige, die die Leute am schwersten schlucken können. Für Skeptiker ist es ein Fest, sich über den Bericht von einem Mann lustig zu machen, der von einem Wal verschluckt wurde und in der Lage war, nach drei Tagen und drei Nächten in solcher Umgebung davon zu berichten. In dem Versuch, die scheinbaren Unwahrscheinlichkeiten der Geschichte zu vermeiden, behaupten einige, diese Geschichte sei niemals wörtlich gemeint gewesen, sondern als Allegorie zu verstehen. Wie soll man also mit der Geschichte umgehen? Das Problem damit, Jona als Allegorie zu betrachten, besteht darin, daß die Bibel ihn nirgends so behandelt. Die Geschichte selbst ist als historische Erzählung geschrieben, mit absolut keinem Hinweis darauf, daß sie als Mythe oder Allegorie beabsichtigt wäre.

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Erwähnt die Bibel die Dinosaurier?

Behemot

Wenn Menschen Dinosaurier gesehen haben, dann können wir sicherlich davon ausgehen, dass alte historische Dokumente wie z.B. die Bibel sie erwähnen. Die englische King-James-Version (KJV) der Bibel wurde erstmalig im Jahr 1611 durch Übersetzung erstellt. Manche Leute meinen, die Bibel würde nichts über Dinosaurier sagen, weil dieses Wort nicht in der KJV oder anderen herkömmlichen Bibelübersetzungen vorkomme.

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Wann war die Flut und wie alt ist die Erde?

Noah ArcheWenn man die biblischen Stammbäume nachzeichnet, ergeben sich erstaunliche Einblicke: Noahs Urgroßvater war Henoch, der wie Noah mit Gott wandelte und im Alter von 365 Jahren entrückt wurde. Sein Sohn war Methusalah, mit 969 Jahren der wohl älteste Mensch der Welt. Sein Sohn Lamech – Vater von Noah – starb im symbolträchtigen Alter von 777.

Interessant, dass Methusalah im Jahr der Flut starb, sehen Sie selbst den Stammbaum von Adam bis Noah. Zufall? Redaktionell gestaltet? Oder von Gott gewollt und geführt?

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Die Arche – das sonderbarste Schiff der Weltgeschichte

Arche

„Das Ergebnis ist zwar höchst erstaunlich, aber aus der Sicht des biblischen Glaubens dennoch geradezu erwartet. Kein anderes als das biblisch bezeugte Breiten-zu-Höhen-Verhältnis hätte ausgeführt werden dürfen, um die beiden Einflussgrößen – hohe Schwimmstabilität und möglichst geringer Materialeinsatz – optimal zu kombinieren. Noah konnte diese mathematischen Rechnungen, die wir hier im Detail einem interessierten Leserkreis zugänglich machen wollen, nie und nimmer durchführen. Nur darum, weil Gott sie vorgegeben hat, mussten sie optimal sein. Damit können wir drei wichtige Ergebnisse festhalten:

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Kang / Nelson, Erinnerungen an die Genesis

Kang_GenesisEs gibt viele apologetische Ansätze, den Wahrheitsgehalt der Bibel zu verteidigen. „Erinnerungen an die Genesis“ ist ein ungewöhnlicher, aber äußerst interessanter und spannender Weg, den Menschen die Urgeschichte gemäß der Bibel nahe zu bringen. Über den Inhalt fasst der Prolog treffend zusammen:

„Dieses Buch möchte zeigen, daß es wirklich bestätigte Belege dafür gibt, daß die Berichte in 1. Mose der Wahrheit entsprechen. Der Höhepunkt ist der Aufweis einer gewissen Parallelität zwischen 1. Mose und den chinesischen Schriftzeichen, von der bisher niemand wußte.

Zunächst wird ein kurzer Blick auf die Geschichte und auf den religiösen Hintergrund notwendig sein, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen. Um die chinesischen Schriftzeichen verständlich zu machen und sie dem Leser nahezu bringen, schließt sich eine kurze Einführung in den Aufbau der chinesischen Schrift an. Dadurch soll Interesse geweckt, und der Leser in die Untersuchung mit hineingenommen werden.

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Zur Frage nach Kains Frau

kain_frauKain war das erste Kind Adams und Evas (1. Mose 4,1), das in der Bibel erwähnt ist. Er und seine Brüder Abel (1.Mose 4,2) und Set (1. Mose 4,25) gehörten zur ersten Generation von Kindern, die je auf dieser Erde geboren wurde. Obwohl nur diese drei Söhne namentlich erwähnt werden, hatten Adam und Eva noch andere Kinder. Eine Aussage aus 1. Mose 5,4 fasst das Leben Adams und Evas zusammen: „Und Adam war 130 Jahre alt und zeugte einen Sohn, und nannte ihn Set; und lebte danach 800 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.“ Hier wird nicht gesagt, wann diese Kinder geboren wurden. Etliche von ihnen konnten während der 130 Jahre (1. Mose 5,3) vor Set geboren worden sein.

Im Laufe ihres Lebens bekamen Adam und Eva viele Söhne und Töchter. Der jüdische Historiker Josephus schrieb, dass „die Anzahl der Kinder Adams nach alter Tradition 33 Söhne und 23 Töchter betrug.“ Die Bibel nennt uns keine Zahl, wie viele Kinder Adam und Eva geboren wurden. Betrachtet man aber ihre lange Lebenszeit – gemäß 1. Mose 5,5 lebte Adam 930 Jahre -, erscheint es logisch anzunehmen, dass es viele gewesen sind! Schließlich hatten sie das Gebot erhalten: „Seid fruchtbar und mehret euch“ (1. Mose 1,28).

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Lewis, Pardon ich bin Christ

Pardon_ich_bin_Christ„Jeder Mensch hat schon einmal zugehört, wie andere sich streiten. … Dabei scheint es, als wüssten beide Seiten um eine Art Gesetz oder Regel von Fair play, von anständigem Benehmen oder Sittlichkeit oder wie man es nennen will.“ (S.20,21) Mit diesem Verweis auf das Gewissen beginnt C.S. Lewis seine Argumentation für den christlichen Glauben und folgt damit – gewollt oder ungewollt – der Struktur des Römerbriefs. Wie geschrieben steht, ist dem Menschen das Gesetz ins Herz geschrieben und wenn er im Streit den anderen richtet, verurteilt er sich ebenso selbst: „Denn du, der du richtest, verübst ja dasselbe!“ (Römer 2:1, vgl. 2:15)

Dass auch der Leser nicht ohne Schuld ist, darauf zielt Lewis erst im zweiten Schritt. Lange hält er sich mit der Frage nach Recht und Unrecht auf. Was genau ist das „Naturrecht“, das „Sittengesetz“, das „Gesetz der menschlichen Natur“ – und woher kommt es? „… von einem unbestimmten Etwas, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewusstsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe.“ (S.39) Lewis setzt nur kleine, dafür aber feste Schritte nacheinander in Richtung christlicher Glaube.

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C.S. Lewis über den Gott der Wunder

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»Die Absicht des Christen, der ein Streitgespräch über den Glauben führen will, muss darauf gerichtet sein, nicht den Glauben beweisen zu wollen, sondern ihn zu verteidigen.« (Thomas von Aquin) In dieser großen Tradition steht der schriftstellernde Oxforder Professor C.S. Lewis, wenn er etwa in verblüffender Weise über Wunder argumentiert und zunächst das Problem darstellt:

»Viele Leute sagen: „Die Menschen in alten Zeiten konnten an Wunder glauben, weil sie eine falsche Vorstellung vom Universum hatten. Sie hielten die Erde für das Größte, das in ihm enthalten war, und den Menschen für das wichtigste Geschöpf. Deshalb schien die Annahme vernünftig, der Schöpfer sei besonders am Menschen interessiert und könne zu seinem Nutzen sogar den Naturablauf unterbrechen. Doch jetzt, da wir wissen, wie unermesslich das Universum ist – jetzt, da wir unseren eigenen Planeten und sogar das ganze Sonnensystem als winziges Stäubchen erkannt haben – jetzt ist es einfach lächerlich, noch länger an Wunder zu glauben. Wir haben unsere Bedeutungslosigkeit entdeckt und können nicht länger daran glauben, dass sich Gott für unsere unwichtigen Angelegenheiten so handgreiflich interessiert.“«

Dann lässt er aber seine drei Schlüsse folgen.

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Apologetik – warum und wie streiten wir uns?

GerichtJeder Mensch streitet sich. Auf welcher Grundlage? Wir leben nach der goldenen Regel, nach dem Prinzip: „Verhalte dich so, wie du es auch von anderen erwartest.“ Also antworten wir den anderen: „Was würdest du denn sagen, wenn ich dasselbe mit dir täte?“ Und so streiten wir uns, weil wir meinen Recht zu haben.

Doch worauf beruft sich der Mensch, auf welche Grundlage, die den Standard sittlichen Verhaltens vorgibt? Früher nannten die Denker diesen Standard Naturrecht, „weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen.“ (C.S. Lewis, Pardon, ich bin Christ)

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Liebi, Bibel und Wissenschaft

Bibel_WissenschaftIn diesem sehr ansprechend gestalteten und bebilderten Büchlein zeigt der bekannte Bibellehrer und Buchautor auf, dass die Bibel auch in naturwissenschaftlichen Fragen absolut zuverlässig ist. Viele Aussagen der Heiligen Schrift galten über Jahrhunderte als unverständlich oder gar fehlerhaft. So belächelte man die Aussage aus dem 3. Buch Mose, dass der Hase widerkäut oder man hielt es für unzutreffend, wenn in den Sprüchen behauptet wird, dass sich Ameisen Wintervorräte anlegen. Heute weiß man endlich, dass beides den Tatsachen entspricht.

Es werden insgesamt 30 Beispiele aus der Bibel genannt, die die Wissenschaft viel später, teilweise erst in den letzten Jahrzehnten, bestätigte. Dabei werden die Bereiche Astronomie, Physik, Geowissenschaften, Biologie, Ökologie, Hygiene und Mikrobiologie thematisiert. Beispiele sind „Kernfusion in der Bibel“, „Das Gewicht der Luft“, „Geschützte Vögel“ oder „“Bakterien und Saatgut“.

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Liebi, Weltgeschichte im Visier des Propheten Daniel

Liebi DanielDie Einstellung zur Bibel entscheidet sich bei vielen auch am Buch des Propheten Daniel. Wer sich mit Daniel beschäftigt, muss letztlich zwischen zwei Lagern wählen. Das Buch enthält zahlreiche – wahre – Aussagen zur antiken Weltgeschichte, die konkret und einfach genug formuliert sind, dass sie jeder leicht nachvollziehen kann: Nach Babylon kam Persien, dann Alexander der Große, danach die Römer. Wurden die Texte nun vor oder nach den Ereignissen geschrieben? Das eine Lager datiert Daniel (etwa 400 Jahre zeitversetzt) auf die Zeit danach, das andere davor. Letzteres erkennt das Buch als prophetisch an und stellt damit die Weichen, in der Folge auch den Rest der Bibel als Heilige Schrift und Wort Gottes zu lesen.

Roger Liebis „Weltgeschichte im Visier des Propheten Daniel“ ist eine große Hilfe bei eben dieser Aufgabe, die Weichen in Richtung Wahrheit zu stellen. Sein kleiner aber feiner Beitrag zur Daniel-Prophetie stellt zahlreiche historische, wissenschaftliche Fakten in den Vordergrund. Auf den ersten Seiten über das Buch Daniel selbst, auf den folgenden Seiten über die politischen Ereignisse. Viele werden das Buch gedankenlos verwerfen. Der ehrliche Wahrheitssucher jedoch wird den ausgesprochenen Tatsachen auf den Grund gehen wollen. Tut er das, wird er in Daniel mit der Größe Gottes konfrontiert.

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Liebi, Ist die Bibel glaubwürdig?

bibelglaubwuerdigDas Thema dieses bereits 1995 erschienenen Büchleins ist zwar zu jeder Zeit aktuell, aber dennoch in den letzten Jahrzehnten immer brisanter geworden. An der Frage, ob die Bibel glaubwürdig ist oder nicht, ob wir sie als göttliche Autorität anerkennen und befolgen, entscheiden sich die Weichenstellungen unseres Lebens.

Der Schweizer Theologe Dr. Roger Liebi legt hier keine wissenschaftliche Studie zu verschiedenen Inspirationstheorien vor, sondern liefert eine leicht verständliche Kurzfassung über die Zuverlässigkeit der Heiligen Schrift.

Nachdem er zunächst auf das Selbstzeugnis der Bibel eingeht, stellt er die Frage, ob die Bibel nicht im Laufe der Zeit abgeändert wurde. Das Fazit ist eindeutig: „Die Überlieferung des Neuen Testaments ist ein Phänomen, das unter der klassischen Literatur ohne Parallele dasteht.“ (S. 9) Für das AT gilt dasselbe. Dann behandelt er das Problem der Apokryphen. Auch hier ist die Abgrenzung des Kanons nicht subjektiven Gesichtspunkten gefolgt.

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Boice, Die Unfehlbarkeit der Bibel

UnfehlbarkeitDas vorliegende Buch, dessen deutscher Herausgeber Prof. Dr. Samuel Külling ist, enthält 6 apologetische Aufsätze sehr kompetenter bibeltreuer amerikanischer Gelehrter, die alle das Thema der Irrtumslosigkeit der Bibel behandeln. Der Buchtitel ist etwas verwirrend, denn den Begriff „Unfehlbarkeit“ bezieht man eher auf die absolute Wahrheit in Heilslehren, wohingegen der Begriff „Irrtumslosigkeit“ auch die Fehlerlosigkeit in naturwissenschaftlichen und geschichtlichen Aussagen, also in allen Punkten, einschließt.

Zunächst beleuchtet John H. Gerstner die Lehre der biblischen Inspiration anhand der Kirchengeschichte. Er schlägt einen Bogen von der frühen Kirche über Augustinus, das Mittelalter bis zur Reformation und dann über die nachreformatorische Scholastik in die heutige Zeit. Es wird deutlich, dass die Lehre von der Inspiration der Schrift immer zu den Hauptpfeilern des Christentums gehörte und nicht erst in den letzten Jahrzehnten aufkam.

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Montgomery, Hat die Weltgeschichte einen Sinn?

540969Das schon etwas ältere Buch „Weltgeschichte wohin?“ von John Warwick Montgomery ist ein anspruchsvolles Werk zur christlichen Geschichtsphilosophie, das im Blick auf die heutige liberale Universitätstheologie, die immer noch von Namen wie Bultmann, Barth und Tillich geprägt ist, an Relevanz nicht verloren hat.

Empfohlen wird es hier insbesondere den Theologen und Studenten, die sich näher mit der Frage der Historizität der Evangelien bzw. der Auferstehung beschäftigen wollen oder müssen. Während die liberale Theologie den „historischen Jesus“ vom „theologischen Christus“ trennt und meint, eine objektive Beurteilung der damaligen Geschehnisse sei heute nicht möglich, verteidigt Montgomery seinen christlichen Glauben anhand der Überlieferung:

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Kubsch, Im Zweifel für den Zweifel?

ZweifelMit dem zehnten Band der Schriftenreihe „Jahrbuch des Martin Bucer Seminars“ gibt Ron Kubsch einen Sammelband mit Beiträgen zur christlichen Apologetik heraus. Unter dem Titel Im Zweifel für den Zweifel? äußern sich sechs Autoren zu der Frage, ob und wie der christliche Glaube in Zeiten, in denen alles in Frage gestellt und bezweifelt wird, noch gelebt und vertreten werden kann.

Einleitend zeichnet der Herausgeber vor allem anhand von Descartes und Nitzsche eine kurze Geschichte des Zweifels bis in unsere Zeit nach. Eine Zeit, die von Skepsis und einer alles in Frage stellenden Haltung geprägt ist. Doch wenn die unumstößliche Wahrheit unserer Tage besagt, dass alles in Zweifel gezogen werden muss, wäre es dann nicht jetzt an der Zeit, auch den Zweifel in Zweifel zu ziehen? Von dieser Frage ausgehend ruft Ron Kubsch zu einem konstruktiven Umgang mit dem Zweifel auf.

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