Schlagwort-Archive: Bibelkritik

Die »Heilige Schrift« im Verständnis von Otto Rodenberg

Holzbruecke

Mir ist der intellektuelle Zweifel, der Einwand vom Verstand her, sehr bekannt. Ich kam aus dem letzten Krieg, vollgepackt mit Zweifeln an allem, was der Verstand überhaupt nur bezweifeln kann. Dabei war manches, was anderen leichter und unangefochtener zu glauben möglich erscheint. Besonders über die biblische Aussage von der »Jungfrauengeburt« fühlte ich mich hoch erhaben. Bei diesem Dogma »muss doch entmythologisiert werden!«, das war meine Überzeugung. Ich gehörte nie zu der orthodoxen Richtung, in welcher der »Glaube an die Jungfrauengeburt« gefordert wird. Auch heute gehöre ich nicht dahin, wo Glaube gefordert wird.

Bei meinem intellektuellen Zweifel habe ich übersehen, dass die Bibel bezeugt: »Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden!« – 1. Korinther 2, 14

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Der Brief aus der Heimat

Busch-bildDas Bähnlein rattert durch die Nacht in die Berge. In fürchterlichem Gedränge sitze ich neben meiner Mutter und überlege mir, ob ich ihr wohl sagen soll, was mich bedrückt. Sie hat mich in Tübingen abgeholt, wo ich Theologie studiere. Und nun fahren wir zusammen in Richtung Schwäbische Alb. Schließlich fasse ich mir ein Herz.

»Weißt du, Mama, ich habe gar keine rechte Freude mehr an der Bibel, ich finde da so viele unverständliche und schwere Dinge. Es sind so viele Widersprüche und Unbegreiflichkeiten, die dieses Buch für einen doch reichlich ungenießbar machen.«

Meine Mutter lacht hell auf: »Das liegt daran, dass du die Bibel ganz verkehrt liest.« Etwas beleidigt fahre ich auf, sodass ein Mann neben uns erstaunt die Zeitung sinken lässt. »Ja, wie soll ich sie denn lesen? Ich lese sie im hebräischen und griechischen Urtext. Ich lese Kommentare. Ich höre Vorlesungen…«

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Hudson Taylor zum Thema Bibelkritik

Hudson TaylorDer bekannte Tübinger Theologe Karl Heim erlebte Hudson Taylor im August 1893 auf einer Studentenkonferenz in Frankfurt am Main. In seiner Autobiographie „Ich gedenke der vorigen Zeiten“ schreibt er unter anderem:

„Eine weitere, ganz besonders prominente Persönlichkeit, die in Frankfurt dabei war, war der englische Missionsarzt Hudson Taylor, eine wahrhaft apostolische Erscheinung. Ich hatte von ihm schon manches gelesen und gehört. Ich wußte auch, wie er zum Glauben an Christus gekommen war. Er hatte, wie Augustin, eine Mutter, die eine gläubige Beterin war.

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Theologieprofessor – ein grausamer Dienst

Unaufhaltsam ergießt sich eine Flut glaubensloser und oft pietätloser Kritik von den theologischen Lehrstühlen unserer deutschen Hochschulen über unsere arme theologische Jugend und rüttelt an der Grundlage unseres Glaubens, nämlich an der Heiligen Schrift. Viele junge Theologen ziehen fröhlich im Glauben auf die Universität und kommen mit gebrochenen Glauben zurück. Es schreien viele Vater- und Muttertränen gegen solche grausamen Seelenhirten auf evangelischen Lehrstühlen. Wer zwingt die Leute zu solchem grausamen Dienst?

Um Glauben kämpfende, um Gewissheit ringende, wissenschaftlich fleißige und gründliche, nicht fertige, aber immer tiefer in die Wahrheit eindringende Männer der Schule kann ich gut leiden; aber nicht solche, die ihre leichtfertigen Zweifel und hoffärtigen Fündlein als sichere Resultate der Wissenschaft ihren Schülern darbieten.

– Friedrich von Bodelschwingh

Robert Dick Wilson – Experte des Alten Testaments

Robert_Dick_WilsonRobert Dick Wilson. Der Mann, der 45 Sprachen und Dialekte beherrschte.

Die Geschichte von Dr. Robert Dick Wilson steht als bemerkenswertes Zeugnis für die Zuverlässigkeit der Bibel. Wilsons Gelehrsamkeit, in mancher Hinsicht noch heute unübertroffen, legte vor der Welt ein unwiderstehliches Zeugnis dafür ab, daß die Bibel ein genaues und vertrauenswürdiges Dokument ist. 1886 erlangte Wilson den Doktorgrad. Er setzte sein Studium am Western Theological Seminary in Pittsburgh fort, gefolgt von zwei Jahren in Deutschland, an der Universität Berlin.

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Meine Lebenswende – wie Gott mir Glauben schenkte

Meine Bibelschulzeit und die Historisch-kritische Methode
von Anita Kupfermann

Durch die Erziehung meiner Eltern bin ich schon früh mit den Inhalten des christlichen Glaubens vertraut gemacht worden. Ich besuchte regelmäßig die Kindergottesdienste und ließ mich schließlich mit 14 Jahren taufen. Gut zehn Jahre später verspürte ich, während meiner Tätigkeit als Erzieherin, den starken Wunsch, mir eine sinnvolle Auszeit zu nehmen. Es war mir ein Anliegen, mich dem Wort Gottes zu widmen und über mein Glaubensleben nachzudenken. Denn obwohl ich mich hatte taufen lassen, merkte ich, dass mir die Bibel fremd war und mir eine lebendige Beziehung zu Gott fehlte. Ich sehnte mich danach, in meinem Glauben zu wachsen und wollte tiefer verstehen lernen, was es bedeutet, als Christ zu leben. So entschied ich mich dafür, eine zehnmonatige Bibelschule zu besuchen. Die vor mir liegenden Monate, so meine große Hoffnung, sollten mir in meinem Glaubensleben weiterhelfen.

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Die Autorität der Schrift in der Schrift


1. Die Infragestellung der Autorität der Schrift

2. Die Begründung der Autorität der Schrift

2.1 Die Selbstaussage der Schrift
2.2 Die Untermauerung der Autorität durch Schrifterfüllung
2.3 Die Autorität der Schrift und die Notwendigkeit des Glaubens

3. Die Autorität der Schrift und der Gehorsam

3.1 Die Unauflöslichkeit der Schrift
3.2 Die Auslegung der Schrift mit der Schrift
3.3 Gehorsam und Ungehorsam gegenüber dem Wort Gottes
3.3.1 Was „Christum treibet“
3.3.2 Die Unterscheidung von Geist und Buchstaben
3.3.3 Löst die Bibel selber Gebote auf?
3.3.4 Verurteilt die Liebe niemand?
3.3.5 Der Blick auf die Humanwissenschaften

4 Schlussbemerkung

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Eta Linnemann – eine Professorin kommt zum Glauben

Linnemann„Als Schülerin von Rudolf Bultmann und von Ernst Fuchs, von Friedrich Gogarten und Gerhard Eberling habe ich die besten Lehrer gehabt, welche die historisch-kritische Theologie mir bieten konnte. … Mein erstes Buch erwies sich als Bestseller. Ich wurde ordentliche Professorin für Theologie und Methodik des Religionsunterrichtes an der Technischen Universität in Braunschweig. Aufgrund meiner Habilitation ernannte man mich zur Honorarprofessorin für Neues Testament an der theologischen Fakultät der Philipps-Universität in Marburg und nahm mich als Mitglied in die Society for New Testament Studies auf. Ich durfte mich der zunehmenden Anerkennung meiner Kollegen freuen.

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Linnemann, Original oder Fälschung

Linnemann OriginalDieses kleine Buch hat wahrlich positive Sprengkraft und sollte zur Pflichtlektüre eines jeden Christen und besonders eines jeden Theologen (nicht nur) in Deutschland gehören.

Eta Linnemann wurde zur Honorarprofessorin für Neues Testament ernannt und als solche war sie kompetente Vertreterin der historisch-kritischen Theologie, bis zu dem Zeitpunkt da sie sich bekehrte. Neue, von Gott geschenkte Einsicht ließ sie den wahren, antichristlichen Charakter der Bibelkritik erkennen und im vorliegenden Buch beschreibt sie in Kürze sowohl ihr Wesen als auch ihre Relevanz.

Im ersten Teil behandelt Linnemann den richtungsweisenden „Grundsatz der Theologie als Wissenschaft“:

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Rudolf Bultmann bekehrte sich

bultmannRudolf Bultmann (1884-1976) war in den Jahren 1912-1951 Theologieprofessor und „Kronzeuge der historisch-kritischen Theologie“, so nennt ihn Eta Linnemann. Bekannt wurde er durch bibelkritische Worte wie die unten zitierten. Er bezweifelte die Zeichen Gottes und verneinte das Sühnopfer Jesu. Er ist Mitbegründer der theologischen Ansicht, der christliche Glaube müsse von historischen Fakten getrennt werden.

Weniger bekannt ist, dass er sich kurz vor seinem Tod bekehrte und seine Studenten um Vergebung bat. Zeuge ist Ernst Käsemann, wie Eta Linnemann unten berichtet. Linnemann bekehrte sich ebenso von ihrer historisch-kritischen Lehre und widerrief ihre Lehrbücher. Ungeachtet dieser Zeugnisse hat die historisch-kritische Theologie auch heute noch großen Einfluss auf die Christenheit.

Lesen Sie im folgenden die bibelkritischen Zitate von Bultmann und die Aussage Eta Linnemanns über seine Bekehrung. Ähnlich wie Paulus der Feind Christi durch seine radikale Umkehr ein glaubwürdiger Apostel wurde, haben auch Bultmann und Linnemann zwei große Zeugnisse hinterlassen, die Beachtung finden sollten.

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Maleachi-Kreis, Die Bibel fasziniert mich

Die_Bibel_fasziniertDieses Buch ist das Zweite, das der Maleachi-Kreis, nach eigener Aussage ein „Arbeitskreis für Glaubensstärkung in Lehre und Leben“ bzw. ein Zusammenschluss bibeltreuer Christen, herausgibt. Es wirkten verschiedene Autoren mit, deren gemeinsames Anliegen es ist, das Vertrauen und die Liebe zur Bibel und zum Verfasser derselben, zu stärken. Dies spürt man allen Mitwirkenden ab.

Als Einführung schreibt der Vorsitzende des Bibelbundes, Michael Kotsch, über den Anlass dieses Buches. Dabei nimmt er Stellung zu einer neoevangelikalen Zeitschrift, die den Titel „Faszination Bibel“ trägt, diesem Slogan aber nicht gerecht wird, da dort selbst (gemäßigt) bibelkritische Autoren mitschreiben und die Bibel auf verschiedene Art und Weise relativiert wird.

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Was ist „Biblical correctness“?

„Biblical correctness“ ist die Bezeichnung für die von der Bibel vorgegebene Leitlinie ihres Selbstverständnisses. Es gibt viele Methoden der Betrachtung der Heiligen Schrift, wobei sie meistens dem eigenen Vorverständnis oder den eigenen Vermutungen unterworfen wird. Am bekanntesten ist die „Historisch-Kritische Methode“. Ihr innewohnend ist die „Literarisch-Kritische Methode“, die besonders von jüdischen Schriftauslegern benutzt wird.

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C.S. Lewis über die modernen Theologen

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“Welche Bedeutung diese Männer auch immer als Bibelkritiker haben mögen, ich misstraue ihnen, sofern sie Kritiker sind. Mir scheint, es fehlt ihnen an literarischer Urteilskraft, an Intuition bezüglich der Qualität der Texte, die sie lesen. Dieser Vorwurf klingt seltsam Männern gegenüber, die ihr ganzes Leben inmitten dieser Bücher zugebracht haben. Aber vielleicht besteht gerade hierin die Schwierigkeit.

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