Schlagwort-Archive: Ethik

Christliche Ethik

Hahn

Christliche Ethik ist Hahnenschrei-Ethik. Wenn der Hahn kräht, wird es Morgen. Wenn der Hahn nicht kräht, ist entweder der Morgen noch nicht da – oder mit dem Hahn stimmt etwas nicht. Ich habe den Eindruck, dass mit den Hähnen und Hennen im Hühnerhaus der christlichen Gemeinde heute eine Menge nicht stimmt. Sie bemerken den kommenden Morgen nicht. Sie treten nicht durchs Loch nach draussen. Sie fliegen nicht auf Pfähle und Pfosten, um den Morgen anzukrähen und die Menschen im Dorf zu wecken, dass es Tag wird.

Weiterlesen

Francis A. Schaeffer – Der Kampf, in dem wir uns befinden

AnpassungDer Zeitgeist unserer Tage strebt fortwährend vorwärts; er erhebt den Anspruch der Autonomie und zerstört auf seinem Weg alles, was uns lieb und teuer ist. Hätten wir uns vor sechzig Jahren vorstellen können, daß Millionen ungeborener Kinder in unseren westlichen Ländern getötet werden würden? Oder daß wir keine Redefreiheit haben würden, wenn wir in den staatlichen Schulen von Gott und den biblischen Wahrheiten erzählen wollten? Oder daß jegliche Form sexueller Perversion von den Medien der Unterhaltungsindustrie gefördert werden würde? Oder daß Ehe, Kindererziehung und Familienleben angegriffen würden?

Traurigerweise müssen wir gestehen, daß nur sehr wenige Christen erkannt haben, in welchem Kampf wir uns befinden. Sehr wenige haben eine eindeutige und mutige Position gegen den Zeitgeist unserer Tage bezogen, der unsere Kultur und die christliche Gesinnung zerstört, die unserem Land einst seine Gestalt gaben. Die Heilige Schrift macht aber klar, daß wir als bibelgläubige Christen in einen Kampf einbezogen sind, der kosmische Ausmaße hat. Es ist ein Kampf auf Leben und Tod um den Geist und die Seele des Menschen, ein Kampf, der von Ewigkeitsbedeutung ist; ebenso ist dies auch ein Kampf auf Leben und Tod um das Leben auf dieser Erde. Auf der einen Ebene handelt es sich um einen geistlichen Kampf, der in den himmlischen Regionen geführt wird. Der Brief von Paulus an die Epheser liefert uns die klassische Ausdrucksweise:

Weiterlesen

Paul C. Murdoch zur heutigen Gottlosigkeit

taube

«Das Heilige ist das ultimativ Gute» – Der Theologe Paul C. Murdoch über den Verlust des Heiligen, die Kraft der Empörung und den Auftrag der Christen in der Gesellschaft.

factum: Sie sagen, die Gesellschaft habe die Achtung vor der Heiligkeit Gottes weitgehend verloren. Woran messen Sie diese Entwicklung?

Weiterlesen

Die Normalität der Unmoral in Europa

5_DM_Europa

„Homosexuelle Betätigung ist nach der Heiligen Schrift vor Gott eine Greuelsünde (Röm 1,27). Als sich die Länder Europas nach dem christlichen Menschenbild orientierten, galten homosexuelle Beziehungen als äußerst unmoralisch und verwerflich. Das deutsche Strafgesetzbuch bezeichnete sie in seiner ursprünglichen Fassung als widernatürliche Unzucht.

Weiterlesen

Terrorismus und Europas geistiges Vakuum

eagles_of_death_metal

Viele Menschen waren fassungslos angesichts der Medienberichte, die nach der ruchlosen Mordserie islamischer Terroristen am 13. November 2015 in Paris veröffentlicht wurden. Nur wenige Menschen haben aber wahrscheinlich die Aussagen der I.S.-Organisation gelesen, die sich zu den Attentaten bekannte, und die ihre Attentate begründete. Dies scheint in den Medien ignoriert zu werden. Das hat wahrscheinlich zum Teil seine Ursache darin, dass man nicht willens ist, an der Verbreitung derartiger Propoganda mitzuhelfen. Ich glaube aber, dass es noch einen anderen Grund gibt. Es ist nämlich einfach unangenehm, den Aussagen der I.S. recht zu geben, deren Beschreibung eines zunehmend dekadenter werdenden Westens den Nagel ziemlich genau auf den Kopf trifft. Lassen Sie mich eines vollkommen klarstellen: Im Folgenden will ich nicht im Geringsten den Eindruck erwecken, dass die Täter dieser Verbrechen ihre Aktionen rechtfertigen können. Und dennoch gibt es eine klare Verbindung zwischen der Säkularisierung Europas und der zunehmenden Gefährdung der Sicherheit ihrer Bürger.

Weiterlesen

Lewis, Die Abschaffung des Menschen (I)

die-abschaffung-des-menschenVor 50 Jahren starb C. S. Lewis. Es war der 22. November 1963, derselbe Tag, an dem auch John F. Kennedy und Aldous Huxley starben. Lewis ist neben J.R.R. Tolkien sicherlich der bekannteste christliche Autor des 20. Jahrhunderts. Vor allem auf Grund seiner „Narnia“-Kinderbuchreihe ist er auch vielen Nichtgläubigen ein Begriff. Erst vor ein paar Jahren kam ja eine spektakuläre Neuverfilmung ins Kino. Doch Clive Staples Lewis ist weitaus mehr als ein Fantasy-Autor. Wer englische Literatur ernsthaft studiert, kommt kaum an seinen theoretischen Werken vorbei. Er lehrte in der Mitte des 20. Jahrhunderts sowohl in Oxford, als auch in Cambridge englische Literatur des Mittelalters und der Renaissance. Mit Leidenschaft setzte er sich als ehemaliger Atheist mit den Strömungen seiner Zeit und den Angriffen auf den christlichen Glauben auseinander.

Vor 70 Jahren erschien in diesem Zusammenhang das Buch „The Abolition of Man“ („Die Abschaffung des Menschen“). Der Schweizer Theologe Hans Urs von Balthasar meint, es sei „das Ernsteste wohl, was Lewis je verfasst hat“. Eigentlich handelt es sich in der „Abschaffung des Menschen“ um eine Zusammenfassung von drei Vorlesungen, die Lewis vom 24. Bis 26. Februar im Rahmen der „Riddell Memorial Lectures“ an der Universität Durham gehalten hat. Darin kritisiert er ein Schulbuch, in welchem ein Mann zitiert wird, der den Anblick eines Wasserfalls als „erhaben“ beschreibt. Die Autoren des Lehrwerks machen nun den Schülern klar, der Wasserfall sei gar nicht erhaben. Lediglich die subjektive Empfindung des Sprechers mache ihn „erhaben“.

Weiterlesen

Bonhoeffer über den Menschen

Natur wurde früher durch die Seele überwunden, bei uns durch technische Organisation aller Art. Das uns unmittelbar Gegebene ist nicht mehr die Natur, sondern die Organisation. Mit diesem Schutz vor der Bedrohung durch die Natur entsteht aber selbst wieder eine neue Bedrohung des Lebens, nämlich durch die Organisation selbst. Nun fehlt die seelische Kraft! Die Frage ist: Was schützt uns gegen die Bedrohung durch die Organisation? Der Mensch wird wieder auf sich selbst verwiesen. Mit allem ist er fertiggeworden, nur nicht mit sich selbst. Gegen alles kann er sich versichern, nur nicht gegen den Menschen.

– Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung, 1951, S. 190-191

Francis Schaeffer über den Wertewandel

Francis_Schaeffer“Allzuoft geschah es, dass Studenten der frühen sechziger Jahre, wenn sie ihre Eltern fragten, warum man sich ausbilden lassen solle, darauf – zwar nicht immer expressis verbis, aber doch recht verständlich – die Antwort erhielten: ‘Weil statistisch gesehen ein Akademiker ein höheres Jahreseinkommen hat.’ Und wenn sie dann fragten, weshalb man mehr verdienen solle, sagte man ihnen: ‘Damit du deine Kinder auf die Universität schicken kannst.’ Bei dieser Art von Antwort … hatte weder der Mensch noch die Ausbildung einen Sinn. …

Weiterlesen

Sodom und Gomorrah als Vorbild

sodom_gomorrah

Immer wieder erinnern uns heute die Schlagzeilen der Medien an Sodom und Gomorrah. Nicht, weil sie aßen, tranken, kauften und verkauften. Sodom und Gomorrah waren und sind vielmehr bekannt für verschiedene moralische Verfehlungen. Die zogen das gerechte Gericht Gottes nach sich. Im Laufe der Jahrtausende gab es immer wieder Veränderungen, Wogen zum Positiven und dann wieder zum Negativen. Mittlerweile haben sich die Wogen geglättet und bewegen sich nur noch in eine Richtung: Abwärts!

Weiterlesen

Kuby, Die globale sexuelle Revolution

Kuby_sexuelle_RevolutionGabriele Kuby stellt dem ersten Kapitel ihres Buches ein Zitat Platons voran: „Die übergroße Freiheit schlägt offenbar in nichts anderes um als in übergroße Knechtschaft, sowohl für den Einzelnen als auch für die Stadt. Es ist also wahrscheinlich, dass die Tyrannis aus keiner anderen Verfassung hervorgeht als aus der Demokratie, aus der höchsten Freiheit die größte und härteste Knechtschaft.“ Es ist ein Philosophenwort, das man nicht wahr haben möchte. Und doch zeigen die folgenden 400 Seiten, dass wir uns rd. 2500 Jahre nach dem der Philosoph diese Aussage machte, tatsächlich im Namen der Freiheit auf dem Weg in die Knechtschaft befinden.

Auf dem Weg in diese Knechtschaft spielt die befreite Sexualität des selbstbestimmten Menschen die entscheidende Rolle. Der moderne Mensch sieht die Sexualität nicht länger als Gabe, die es zu kultivieren und zu beschränken gilt, damit sie zum Ausdruck personaler Liebe werden kann. Er missversteht und missbraucht den Freiheitsgedanken zur vollkommenen Entgrenzung der Sexualität. Doch eine entgrenzte Sexualität führt den Menschen in Süchte und Zwänge. Der Mensch ohne sexualethische Normen gerät in die Knechtschaft seiner Triebe. Was für den Einzelnen gilt, gilt auch für eine Gesellschaft als Ganzes. Eine sexualisierte Gesellschaft ist nicht länger frei, sondern sie wird zur manipulierbaren Masse, die von kleinen radikalen Minderheiten und skrupellosen Machteliten in die Knechtschaft geführt werden kann.

Weiterlesen

Zum Thema Internetpornographie

Pornographie_Internet„Die Pornographie im engeren Sinne zusammen mit leichtbekleideter Erotik hat einen Lebensbereich und Medienbereich nach dem anderen erobert und ist heute so allgegenwärtig, dass man zwangsweise an ihr teilnehmen muss, selbst wenn man sie ablehnt. Nichts geht mehr ohne sie. Wer sich die Plakatwerbung anschaut, könnte meinen, das Bekleidungsgeschäfte nur noch Unterwäsche und Bikinis verkaufen. Ganze Industriezweige werben fast nur mit massiver Erotik und verkaufen scheinbar die Produkte nur nebenbei. Selbst in manchen Männermagazinen ist die Werbung mittlerweile anzüglicher als die Bilder des redaktionellen Teils. Gesundheitssendungen scheinen ohne den Beweis, wie freizügig man ist, nicht mehr auszukommen…“

Prof. Schirrmacher hat im Internet eine interessante Vorlesung über das Thema (Internet-) Pornographie als pdf zur Verfügung gestellt. Darin stellt er die folgenden 11 Thesen auf:

Weiterlesen

Siggelkow, Deutschlands sexuelle Tragödie

Deutschlands-sexuelle-Tragoedie11-Jährige, die sich hässlich fühlen, weil sie noch nie Geschlechtsverkehr hatten, 16-Jährige, die mit ihrer Mutter Gruppensex praktizieren. Zwei Autoren nehmen die sexuelle Verwahrlosung Jugendlicher ins Visier.

„Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist“ lautet der Untertitel des Buches, mit dem „Arche“-Gründer Bernd Siggelkow und sein Pressesprecher Wolfgang Büscher Deutschland wachrütteln wollen. Aileen, Milena und Brian sind solche Kinder. Aufgewachsen in zerrütteten, ärmlichen Verhältnissen haben sie nie erfahren, was echte Zuneigung und Zärtlichkeit sind. Sie und viele der anderen Kinder und Jugendlichen, über die die Autoren des Tatsachenberichts „Deutschlands sexuelle Tragödie“ (Gerth Medien, 14,95 Euro) schreiben, sind nie von ihren Eltern umarmt worden, haben nie erlebt, wie man respektvoll miteinander umgeht, wissen nicht, was Privatsphäre ist.
Weiterlesen

Procher, Sanfter Missbrauch – eine Autobiographie

sanfter-missbrauch-das-schleichende-seelengiftNormalerweise denken wir bei dem Wort Missbrauch an Brutalität, Vergewaltigung, Schläge, Gewalt, Folter, Zwang und Perversion. Das ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs. Tief im Verborgenen schlummern viele Seelen, die eine andere Erfahrung damit gemacht haben. Sie erfuhren einen Missbrauch, der genauso schlimm ist, weil er die Psyche der Betroffenen bis weit übers Äußerste hinaus strapaziert hat, einen Missbrauch, über den kaum einer spricht. Sexuelle Übergriffe finden auch ohne körperliche Gewalt statt. Da die Kinder dabei keine Schmerzen verspüren, merken sie oftmals nicht, dass ihnen etwas Böses geschieht.

In ihrer Autobiografie beschreibt die Autorin ihre Erlebnisse in der Kindheit und welche dramatischen Folgen sich daraus ergeben haben. Als sie vier Jahre alt ist, nutzt der nette Onkel von nebenan Sandras frühkindliche sexuelle Neugierde auf das andere Geschlecht erstmals zu seiner Befriedigung aus. Da sie dabei angenehme Empfindungen verspürt und ihr keine Schmerzen zugefügt werden, erkennt Sandra nicht, dass schlecht ist, wozu man sie veranlasst. Immer wieder wird das Kind durch ältere Jugendliche an die Sexualität herangeführt. Aus Angst vor Strafe erzählt es zu Hause nichts von den Erlebnissen.

Weiterlesen

Drastischer Anstieg nichtehelicher Geburten in Deutschland

Rosen_Hochzeit

Der erste europaweite Vergleich zeigt: Der Anteil nichtehelicher Geburten in Deutschland ist rapide angestiegen, liegt aber europaweit nur im Mittelfeld

Immer mehr Paare in Europa werden ohne Trauschein Eltern. In Deutschland hat sich der Anteil nichtehelicher Geburten von 7,6 Prozent im Jahr 1960 auf 33,3 Prozent im Jahr 2010 mehr als vervierfacht. Damit steht die Bundesrepublik aber lediglich im Mittelfeld eines rapiden Anstiegs, der ganz Europa betrifft. Dies konnten Sebastian Klüsener, Brienna Perelli-Harris und Nora Sánchez Gassen vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock erstmals im Detail belegen. Ihre Erkenntnisse, für die sie Daten aus fast 500 verschiedenen Regionen ausgewertet haben, sind jetzt in der Zeitschrift „European Journal of Population“ nachzulesen.

Weiterlesen