Schlagwort-Archive: Ethik

Paul C. Murdoch zur heutigen Gottlosigkeit

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«Das Heilige ist das ultimativ Gute» – Der Theologe Paul C. Murdoch über den Verlust des Heiligen, die Kraft der Empörung und den Auftrag der Christen in der Gesellschaft.

factum: Sie sagen, die Gesellschaft habe die Achtung vor der Heiligkeit Gottes weitgehend verloren. Woran messen Sie diese Entwicklung?

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Terrorismus und Europas geistiges Vakuum

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Viele Menschen waren fassungslos angesichts der Medienberichte, die nach der ruchlosen Mordserie islamischer Terroristen am 13. November 2015 in Paris veröffentlicht wurden. Nur wenige Menschen haben aber wahrscheinlich die Aussagen der I.S.-Organisation gelesen, die sich zu den Attentaten bekannte, und die ihre Attentate begründete. Dies scheint in den Medien ignoriert zu werden. Das hat wahrscheinlich zum Teil seine Ursache darin, dass man nicht willens ist, an der Verbreitung derartiger Propoganda mitzuhelfen. Ich glaube aber, dass es noch einen anderen Grund gibt. Es ist nämlich einfach unangenehm, den Aussagen der I.S. recht zu geben, deren Beschreibung eines zunehmend dekadenter werdenden Westens den Nagel ziemlich genau auf den Kopf trifft. Lassen Sie mich eines vollkommen klarstellen: Im Folgenden will ich nicht im Geringsten den Eindruck erwecken, dass die Täter dieser Verbrechen ihre Aktionen rechtfertigen können. Und dennoch gibt es eine klare Verbindung zwischen der Säkularisierung Europas und der zunehmenden Gefährdung der Sicherheit ihrer Bürger.

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Bonhoeffer über den Menschen

Natur wurde früher durch die Seele überwunden, bei uns durch technische Organisation aller Art. Das uns unmittelbar Gegebene ist nicht mehr die Natur, sondern die Organisation. Mit diesem Schutz vor der Bedrohung durch die Natur entsteht aber selbst wieder eine neue Bedrohung des Lebens, nämlich durch die Organisation selbst. Nun fehlt die seelische Kraft! Die Frage ist: Was schützt uns gegen die Bedrohung durch die Organisation? Der Mensch wird wieder auf sich selbst verwiesen. Mit allem ist er fertiggeworden, nur nicht mit sich selbst. Gegen alles kann er sich versichern, nur nicht gegen den Menschen.

– Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung, 1951, S. 190-191

Sodom und Gomorrah als Vorbild

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Immer wieder erinnern uns heute die Schlagzeilen der Medien an Sodom und Gomorrah. Nicht, weil sie aßen, tranken, kauften und verkauften. Sodom und Gomorrah waren und sind vielmehr bekannt für verschiedene moralische Verfehlungen. Die zogen das gerechte Gericht Gottes nach sich. Im Laufe der Jahrtausende gab es immer wieder Veränderungen, Wogen zum Positiven und dann wieder zum Negativen. Mittlerweile haben sich die Wogen geglättet und bewegen sich nur noch in eine Richtung: Abwärts!

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Kuby, Die globale sexuelle Revolution

Kuby_sexuelle_RevolutionGabriele Kuby stellt dem ersten Kapitel ihres Buches ein Zitat Platons voran: „Die übergroße Freiheit schlägt offenbar in nichts anderes um als in übergroße Knechtschaft, sowohl für den Einzelnen als auch für die Stadt. Es ist also wahrscheinlich, dass die Tyrannis aus keiner anderen Verfassung hervorgeht als aus der Demokratie, aus der höchsten Freiheit die größte und härteste Knechtschaft.“ Es ist ein Philosophenwort, das man nicht wahr haben möchte. Und doch zeigen die folgenden 400 Seiten, dass wir uns rd. 2500 Jahre nach dem der Philosoph diese Aussage machte, tatsächlich im Namen der Freiheit auf dem Weg in die Knechtschaft befinden.

Auf dem Weg in diese Knechtschaft spielt die befreite Sexualität des selbstbestimmten Menschen die entscheidende Rolle. Der moderne Mensch sieht die Sexualität nicht länger als Gabe, die es zu kultivieren und zu beschränken gilt, damit sie zum Ausdruck personaler Liebe werden kann. Er missversteht und missbraucht den Freiheitsgedanken zur vollkommenen Entgrenzung der Sexualität. Doch eine entgrenzte Sexualität führt den Menschen in Süchte und Zwänge. Der Mensch ohne sexualethische Normen gerät in die Knechtschaft seiner Triebe. Was für den Einzelnen gilt, gilt auch für eine Gesellschaft als Ganzes. Eine sexualisierte Gesellschaft ist nicht länger frei, sondern sie wird zur manipulierbaren Masse, die von kleinen radikalen Minderheiten und skrupellosen Machteliten in die Knechtschaft geführt werden kann.

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Zum Thema Internetpornographie

Pornographie_Internet„Die Pornographie im engeren Sinne zusammen mit leichtbekleideter Erotik hat einen Lebensbereich und Medienbereich nach dem anderen erobert und ist heute so allgegenwärtig, dass man zwangsweise an ihr teilnehmen muss, selbst wenn man sie ablehnt. Nichts geht mehr ohne sie. Wer sich die Plakatwerbung anschaut, könnte meinen, das Bekleidungsgeschäfte nur noch Unterwäsche und Bikinis verkaufen. Ganze Industriezweige werben fast nur mit massiver Erotik und verkaufen scheinbar die Produkte nur nebenbei. Selbst in manchen Männermagazinen ist die Werbung mittlerweile anzüglicher als die Bilder des redaktionellen Teils. Gesundheitssendungen scheinen ohne den Beweis, wie freizügig man ist, nicht mehr auszukommen…“

Prof. Schirrmacher hat im Internet eine interessante Vorlesung über das Thema (Internet-) Pornographie als pdf zur Verfügung gestellt. Darin stellt er die folgenden 11 Thesen auf:

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Siggelkow, Deutschlands sexuelle Tragödie

Deutschlands-sexuelle-Tragoedie11-Jährige, die sich hässlich fühlen, weil sie noch nie Geschlechtsverkehr hatten, 16-Jährige, die mit ihrer Mutter Gruppensex praktizieren. Zwei Autoren nehmen die sexuelle Verwahrlosung Jugendlicher ins Visier.

„Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist“ lautet der Untertitel des Buches, mit dem „Arche“-Gründer Bernd Siggelkow und sein Pressesprecher Wolfgang Büscher Deutschland wachrütteln wollen. Aileen, Milena und Brian sind solche Kinder. Aufgewachsen in zerrütteten, ärmlichen Verhältnissen haben sie nie erfahren, was echte Zuneigung und Zärtlichkeit sind. Sie und viele der anderen Kinder und Jugendlichen, über die die Autoren des Tatsachenberichts „Deutschlands sexuelle Tragödie“ (Gerth Medien, 14,95 Euro) schreiben, sind nie von ihren Eltern umarmt worden, haben nie erlebt, wie man respektvoll miteinander umgeht, wissen nicht, was Privatsphäre ist.
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Procher, Sanfter Missbrauch – eine Autobiographie

sanfter-missbrauch-das-schleichende-seelengiftNormalerweise denken wir bei dem Wort Missbrauch an Brutalität, Vergewaltigung, Schläge, Gewalt, Folter, Zwang und Perversion. Das ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs. Tief im Verborgenen schlummern viele Seelen, die eine andere Erfahrung damit gemacht haben. Sie erfuhren einen Missbrauch, der genauso schlimm ist, weil er die Psyche der Betroffenen bis weit übers Äußerste hinaus strapaziert hat, einen Missbrauch, über den kaum einer spricht. Sexuelle Übergriffe finden auch ohne körperliche Gewalt statt. Da die Kinder dabei keine Schmerzen verspüren, merken sie oftmals nicht, dass ihnen etwas Böses geschieht.

In ihrer Autobiografie beschreibt die Autorin ihre Erlebnisse in der Kindheit und welche dramatischen Folgen sich daraus ergeben haben. Als sie vier Jahre alt ist, nutzt der nette Onkel von nebenan Sandras frühkindliche sexuelle Neugierde auf das andere Geschlecht erstmals zu seiner Befriedigung aus. Da sie dabei angenehme Empfindungen verspürt und ihr keine Schmerzen zugefügt werden, erkennt Sandra nicht, dass schlecht ist, wozu man sie veranlasst. Immer wieder wird das Kind durch ältere Jugendliche an die Sexualität herangeführt. Aus Angst vor Strafe erzählt es zu Hause nichts von den Erlebnissen.

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Zwangsabtreibung im siebten Monat

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Feng Jianmei ist 23 Jahre alt. Neben ihr liegt ein 7 Monate alter Fötus – tot. Seit einigen Tagen verbreitet sich dieses Bild in ganz China und nun in der ganzen Welt. Es ist ein zutiefst erschütternder Anblick, dieses Bild bringt eine Abartigkeit, Grausamkeit und Unmenschlichkeit ans Tageslicht, das einem die Worte im Hals steckenbleiben lässt. Jianmei hat schon eine Tochter – aber ihr fehlen 5000€. Diese Kombination ist gefährlich in China.

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Menschenrechtsrat fordert Freigabe der Abtreibung weltweit

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„Criminal laws penalizing and restricting induced abortion are the paradigmatic examples of impermissible barriers to the realization of women’s right to health and must be eliminated.“

Ein Bericht des UN-Menschenrechtsrat (A/66/254: Right of everyone to the enjoyment of the highest attainable standard of physical and mental health) fordert ungehinderten Zugang zu Abtreibungen und eine komplette Abschaffung jeglicher legaler Restriktionen. Die sei notwendig und das Recht auf Gesundheit und Selbstbestimmung der Frau zu gewährleisten. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon übergab das Papier der Generalversammlung ohne ein Wort des Protestes oder der Ablehnung zu äußern.

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Sterbehilfe: Dammbruch in Belgien

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Die vor zehn Jahren in Belgien erfolgte Legalisierung der Sterbehilfe hat einen Dammbruch bewirkt. Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl der Getöteten. Im vergangenen Jahr gab es einen Anstieg von 25 Prozent auf 1432 Fälle. Im Jahr 2003 wurden 236 Fälle gemeldet, 2008 waren es mit 704 Fällen bereits mehr als doppelt so viele. Die Zahl der tatsächlichen Tötungen liegt höher, in der Statistik sind die Fälle nicht enthalten, bei denen eine Überdosis Morphium verabreicht wurde. Enthalten sind nur die streng nach den Gesetzesvorlagen vorgenommenen Tötungen – sofern sie gemeldet wurden. Die belgische Behörde zur Überwachung der Euthanasie (Commission fédérale de contrôle et d’évaluation de l’euthanasie – FCEE) erwägt nunmehr, die Sterbehilfe auch bei Krankheiten wie Alzheimer und bei Kindern zu erlauben.

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Menschenhandel – die Rückkehr der Sklaverei

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Im Rahmen der ersten öffentlichen Veranstaltung von MISSION FREEDOM sprach Prof. Dr. Thomas Schirrmacher zum Thema „Menschenhandel – die Rückkehr der Sklaverei“. Dabei wurde auch das neu erschienene, gleichnamige Buch vorgestellt.

Drei Dinge gelten „ganz unmittelbar als Verbrechen“, nämlich Vergewaltigung, Folter und Entführung. Kämen alle drei zusammen, „dann nennt man das Zwangsprostitution – und keinen interessiert es mehr“, so Schirrmacher. Es gebe keinen ertragreicheren Wirtschaftszweig der Welt als den Menschenhandel. Er zeichne sich aus durch „geringe Startkosten, unglaublich hohe Profite, starke und ständig wachsende Nachfrage, sehr geringes Risiko“ und anderes mehr. Menschenhandel sei einer der Hauptmotoren der Korruption weltweit, ja er sei die „Haupteinnahmequelle von Bürgerkriegsarmeen“.

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