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Fritsch, Märchen und Sagen

Märchen Sagen FritschWer Kinder hat, kommt nicht nur mit Märchen in Berührung, sondern muss sich auch Gedanken darüber machen, ob sie als Lektüre (oder Hörspiel) für ihre Kleinen wohl sinnvoll sind. Szenen aus bekannteren Geschichten seien hier noch einmal aufgezeichnet:

Aschenputtel verliert trotz innigem Gebet ihre leibliche Mutter, um dann bei der Stiefmutter zu leiden. Die Stiefschwestern passen nicht in den Schuh, obwohl sie ihre Füße verstümmeln. Mit der verstorbenen Mutter bleibt Aschenputtel in engem Kontakt. Für Dornröschen bittet der König die Hexen um ihren Segen. Von der dreizehnten wird sie jedoch verflucht und fällt in einen tiefen Schlaf. Bei dem Versuch, sie zu erreichen, müssen viele Freier in der Dornenhecke sterben. Hänsel und Gretel werden weinend von den Eltern in den Wald gejagt und dort von einer Hexe beinahe gegessen. Doch zuvor werfen sie die Hexe in den Backofen, der eigentlich für sie bestimmt war. Rapunzel wurde von ihrem Vater an die benachbarte Zauberin verkauft. Im Froschkönig sorgt der König für die Einhaltung des unbedachten Versprechens seiner kleinen Tochter, mit dem Frosch ihr Bett zu teilen. Rumpelstilzchen hilft dem jungen Mädchen, auf Druck ihres Vaters Stroh in Gold zu spinnen. Als Ausgleich verlangt das kleine Männchen ihr erstes Kind.

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Was Väter bedenken sollten!

Vater-Sohn

Was hätte ich anders machen sollen? »Wenn deine Kinder noch einmal klein wären, was würdest du tun?« Diese Worte brachen aus dem brennenden Herzen eines Vaters, der mir gegenüber saß. Seine Augen baten um Hilfe. Er litt an dem furchtbaren, leeren, lähmenden Gefühl eines Mannes, dessen Sohn sich verirrt hat. Er hatte das Gefühl, als Vater versagt zu haben. Seine Worte bewegten mich. Obwohl sie mich an jenem Tage direkt und unvermittelt trafen, ist dieser Vater keine Seltenheit. Seine Fragen bewegen unendlich viele Paare, wenn sie ihre Elternschaft ernst nehmen. Ich habe über diese Frage nachgedacht und einige Anregungen zusammengestellt.

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Vatermord und der Untergang des Mannes

»Das 20. Jahrhundert kann man als ein Zeitalter des Vatermordes nennen. Vatermord und der Untergang des Mannes als Folge sind Ursachen jener radikalen Krise des Christentums, die wir beklagen, aber theologisch gar nicht verarbeitet haben. Jesus lehrte uns den ‚Vater im Himmel‘, und er selbst wusste sich als der Sohn Gottes eins mit seinem himmlischen Vater … Statt dem allmächtigen Vater wollten kindisch Gewordene lieber einen ‚Daddy‘ in ‚einer tollen Session‘ preisen. Und Friedrich Nietzsche schrieb vor hundert Jahren: „Der Männer sind wenige: darum vermännlichen sie ihre Weiber.“ Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen und sich nicht als Mutter, sondern als Vater im Himmel geoffenbart.«

– Theologieprofessor Dr. Huntemann in ideaSpektrum 32/1999

Was Kinder sich vom Vater wünschen

Vater_Sohn

Laut einer Studie verbringen 80 Prozent aller Jugendlichen ihre Freizeit nicht mehr regelmäßig in der Natur. Ein deutscher Durchschnittsvater nimmt sich täglich drei Minuten Zeit für ein Gespräch mit seinem Kind. Gleichzeitig verbringen unsere Jugendlichen ca. 7,5 Stunden täglich vor einem Bildschirm – dem Fernseher, dem PC, der Spielekonsole etc.

Doch bei meiner Frage, was sie am liebsten mit ihren Vätern tun würden, kam niemals die Antwort: „Am PC sitzen oder vor dem Fernseher hocken!“ Die Antworten, die ich stets höre, sind: „Ein Baumhaus bauen“, „klettern“, „eine Floßfahrt machen“, „am Lagerfeuer sitzen“, „toben und raufen“, „Fußball spielen“, „campen“ und ähnliche Sachen – also alles, was mit Abenteuer, Bewegung und Natur zu tun hat.

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