Schlagwort-Archive: Gnade

Der alte Mann und die Heilssicherheit

Burg-Schloss-Sicherheit

Dass Jesus Christus für uns gestorben ist, das ist unser Heil. Das Heil findet der Christ nicht in sich selbst. Er findet es nicht in seinem vermeintlichen Gutsein. Er findet das Heil in Christus, in seinen Wunden. Wir werden gerecht durch den Glauben an das vollbrachte Werk unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. Gott hat es in seinem Evangelium zugesagt. Der Gerechte wird aus Glauben leben. Es kommt darauf an, den Zusagen Gottes zu vertrauen.

Dem alten Mann wurde gesagt: „Heilsgewissheit – ja, Heilssicherheit – nein! Wenn ein Christ nicht in der Heiligung lebt, geht er verloren!“

Der alte Mann weiß aus der Bibel, dass Ungläubige verloren gehen. Gläubige sind gerettet. So einfach ist das. Er liest das 8. Kapitel des Römerbriefs und bekommt eine „Gänsehaut“! Welch eine große Zusage des Heils in diesen gewaltigen Versen! Ist das wirklich wahr?

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Spurgeon: Der Preis, den Christus zahlte

Gemessen an dem Preis, den Christus zahlte, ist die Erlösung groß

kreuz jesus dornenkrone
Wir können nicht ermessen, wie groß die Todesleiden unseres Heilands waren, aber wenn wir sie betrachten und einen vagen Einblick bekommen, erlangen wir ein wenig Vorstellung davon, welch hohen Preis er für uns bezahlte. …

Lasst uns an den Ort gehen, wo er sich gerade noch in ringendem Kampf befand. Was sehen wir dort auf der Erde? Es ist Blut! Woher stammt es? Hatte er eine Wunde, die durch seinen furchtbaren Kampf wieder aufbrach? Nein. »Es wurde aber sein Schweiß wie große Blutstropfen, die auf die Erde herabfielen.« Seine Qualen übertrafen alles, wofür dieses Wort je benutzt wurde. Seine Leiden können nicht in Worte gefasst werden. Was war es, das dem Heiland so zu schaffen machte, dass sein Schweiß wie Blutstropfen von seinem Körper rann? Dies ist der Anfang seiner schlimmsten Leidensstunden. Folge ihm wehklagend, du trauernde Gemeinde, um Zeuge der Vollendung seiner Leiden zu werden. Er wird durch die Straßen getrieben, von der einen Anklagebank zur nächsten gezerrt und vom Synedrium verurteilt. Von Herodes wird er verspottet und von Pilatus verhört, dann wird sein Urteil verkündet: »Er werde gekreuzigt!«

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Spurgeon, Erwählt vor Grundlegung der Welt

Spurgeon_ErwählungIn sechs Predigten durchstreift der bekannte C.H. Spurgeon die Tiefen der Theologie: (1) Die Souveränität Gottes (Mt 20:15); (2) Erwählung (2.Thess 2:13f.); (3) Persöhnliche Sühne (Mt 20:28); (4) Die Unfähigkeit des Menschen (Joh 6:44); (5) Wirksame Berufung (Lk 19:5); (6) Die Lehren der Gnade verleiten nicht zur Sünde (Röm 6:14f.)

Mutig, wortgewandt wie immer und überzeugend legt Spurgeon kostbare Wahrheiten offen, die ans Herz gehen. Die Kapitel sind keine trockenen Lehrgebäude, sondern praxisbezogene Aufrufe an seine Hörer bzw. Leser. Ihre thematische Ordnung beginnt mit Gottes Souveränität. Lassen wir Gott Gott sein und Ihn tatsächlich auf dem Thron regieren, ergibt sich das Übrige beinahe von selbst.

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Gottes Souveränität und die Verantwortung des Menschen

„Ich kann mir kein besseres Instrument zum Verderben einer Seele in den Händen Satans vorstellen, als ein Prediger, der den Sündern verkündet, dass es nicht ihre Pflicht ist, Buße über ihre Sünde zu tun oder an Christus zu glauben, und der die Arroganz besitzt, sich als Diener des Evangeliums zu bezeichnen, indem er lehrt, dass Gott einige Menschen unendlich und unveränderlich alleine aus dem Grund hasst, weil er sich entscheidet, so zu handeln. O meine Brüder! Möge der Herr euch von der Stimme dieses Beschwörers bewahren und eure Ohren für die Stimme des Irrtums verschließen.

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Kaiser, Christus allein

Christus_alleinBernhard Kaiser, Leiter des „Instituts für reformatorische Theologie“ (IRT) und Professor für Systematische Theologie an der Selye-János-Universität in Komárno/SLK legt hier eine überarbeitete Neuausgabe einer bereits 1996 erschienenen Schrift vor. Das Buch besteht aus 2 großen Teilen; „Das Heil in Christus“ und „Die Auseinandersetzung“.

Im ersten Teil erörtert Kaiser das in Christus vollbrachte Heil und dessen Zueignung an den Menschen. Er zeigt auf, dass sowohl die Rechtfertigung als auch die Heiligung im Opfertod Christi wurzeln und nur dort zu finden sind. Er stellt in einem Unterkapitel die Frage „Was ist biblischer Glaube?“. Darin arbeitet er die absolute Wichtigkeit des Wortes Gottes heraus. In einem weiteren Abschnitt fragt er „Wiedergeburt durch den Heiligen Geist – was ist das?“ Hier zeigt er auf, dass die Wiedergeburt völlig außerhalb menschlicher Möglichkeiten besteht. Er beschäftigt sich auch mit der Innewohnung Christi und versteht diese nicht wie die meisten Evangelikalen, also dass Christus in uns Wohnung macht, sondern als Rechtskategorie. Der Satz „Jesus lebt in meinem Herzen“, sei eine falsche Vorstellung physischer Innewohnung und läge der Heiligen Schrift völlig fern.

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Calvin zum Thema Erwählung

Calvin„Um zum Abschluss in dieser Sache zu kommen, lasst uns schauen in welcher Weise wir uns verhalten. Wenn wir über unsere Errettung nachsinnen, dürfen wir nicht damit beginnen zu fragen, Sind wir erwählt?

Nein, so hoch können wir nicht aufsteigen; wir mögen tausendmal stürzen und unsere Augen mögen geblendet sein, bevor wir zu Gottes Ratschluss kommen können. …

Wir müssen stets zu Jesus Christus kommen, wenn wir über unsere Erwählung reden; denn ohne Ihn können wir uns Gott nicht nähern.“

Im Original auf Englisch:

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Kettling, Was kann der menschliche Wille leisten?

Kettling WilleDas vorliegende Buch ist eine redaktionell gekürzte Ausgabe des dritten Kapitels „Vom unfreien Willen“ aus dem Buch „Typisch evangelisch“ von Siegfried Kettling, TVG Brunnen / Brockhaus 1992.

Aus theologischer und kirchengeschichtlicher Sicht gab es bisher nicht viele Themen mit ähnlich großem Gewicht wie die Frage nach dem „(un)freien Willen“ des Menschen:

„Wo es um die Grundfrage der Reformation geht – nämlich um die Rechtfertigung des Sünders vor Gott – da sind Ablass oder Papsttum nichts als „Lappalien“, „unnützes Zeug“; die Frage nach dem unfreien Willen dagegen ist der Angelpunkt! Hier ist das Zentrum, alles andere bloß Peripherie.“ (S.7)

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Die heilige Taufe aus reformatorischer Sicht

Kind-Taufe

(1) Die Einsetzung der Taufe steht ihm Zusammenhang des Missionsbefehls (Mt 28, 19-20; Mk 16,15-16). Das zeigt, daß die Taufe in einer Linie mit der Predigt des Evangeliums steht. Die Taufe ist Gottes Wort an den Täufling. Er soll glauben, was die Taufe sagt (Röm 6,11).

(2) Die Taufe versetzt den Täufling „in den Tod Christi“ (Röm 6,3). Gott rettet den Menschen, indem er ihn in Christus hineinversetzt. Er tut dies, indem er ihm durch die Taufe das Gericht, das über den Christen in Christus geschehen ist, verkündigt und ihn so in dieses Gericht hineinnimmt. So konstituiert die Taufe ein Rechtsverhältnis zwischen dem Täufling und Gott, das in der Sache von der Stellvertretung Jesu Christi gekennzeichnet ist.

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Warum wir unsere Kinder taufen lassen

»Die Kindertaufe ist eine Verhöhnung der christlichen Taufe.« Dieses Zitat von Menno Simons findet sich ausgerechnet in einem Kinderbuch (in „Das Glück des Verräters“, auf S. 38). Mein Kind hat es gelesen. Mein Kind ist getauft. Und es hat mich gefragt. Natürlich haben wir über die Taufe gesprochen. Aber ich nehme das hiermit auch zum Anlass, unsere Stellungnahme, die wir damals nur für den kleinen Kreis verfasst hatten, zu veröffentlichen. Lange war meine Überzeugung, über diese Frage regelmäßig hinwegzusehen, man will ja keine Spaltung. Aber dieses Zitat, in diesem Buch, gelesen von meiner Tochter, hat meine Meinung geändert.

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