Schlagwort-Archive: Irrlehre

Es fehlt an Brot, darum essen sie Asche

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Tatsache ist, dass viele gern Kirche und Theater, Spielkarten und Gebet, Tanz und Sakrament verbinden möchten. Wenn wir zu schwach sind, uns diesem Sturzbach entgegenzustellen, können wir doch wenigstens vor ihm warnen und bitten, sich davor in Acht zu nehmen. Wenn der alte Glaube dahin und die Begeisterung für das Evangelium erloschen ist, so nimmt es nicht wunder, dass die Leute sich etwas anderes suchen, an dem sie Gefallen haben.

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Zu fälschen lohnt sich nur, was Wert hat

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Wir dürfen die Schlauheit des Teufels nicht unterschätzen. Weil das Christentum so wunderbar und der Teufel so schlau ist, deshalb ist es ganz logisch, daß er immer wieder versucht, das wahre Christentum zu fälschen. Und wie könnte er das besser als durch ein System. Eine Kirche, egal ob katholisch oder evangelisch oder in sonst einer Form, ist ohne Leben ein verfälschtes Christentum. Man nimmt die Bibel, man spricht von Gott und Jesus Christus und auch vom Gebet, und man sagt alle die frommen Worte – aber man hat keine lebendige Beziehung zu Gott.

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Kritik: Dürfen wir andere beurteilen?

Kritik

Tobias Mai hat in seinem Buch „Die Lehre der Neuapostolischen Kirche im Licht der Heiligen Schrift“ einen bedenkenswerten Abschnitt verfasst über das Thema „Kritik“. Obgleich seine Ausführungen eine Antwort auf den Neuapostolen Richard Fehr ist, darf man sie durchaus auch auf „Kritik“ bei Fehlentwicklungen innerhalb des Evangelikalismus anwenden. Wenn Kritik konstruktiv ist, weil sie die Sache Gottes fördert, sollte jeder, der die Wahrheit liebt, diese nach gründlicher Prüfung annehmen, sofern sie berechtigt ist. Kritik, die eher Rechthaberei oder Besserwisserei gleichkommt, ist allerdings abzulehnen. Hier nun die Ausführungen Mais:

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Betrogen mit Vision – eine Antwort

LebenmitVisionRick Warrens Kampagne der Gemeinde mit Vision wird von zahllosen Christen überall als eine „großartige Bewegung Gottes“ gepriesen. Nachdem bereits Millionen von Rick Warrens Büchern verkauft wurden und Tausende von Gemeinden in die Bewegung involviert sind, kann man von einer wirklichen Begeisterung über das sprechen, was da vorgeht.

Dennoch hat sich eine wachsende Anzahl von Gläubigen außerhalb der Bewegung unbehaglich gefühlt angesichts dessen, was da geschieht. Irgendetwas scheint nicht zu stimmen. Selbst angesichts all des anscheinenden „Erfolgs“ lässt das Phänomen von Leben mit Vision einige rote Fahnen flattern. Ist es wirklich eine Bewegung Gottes? Befindet sich die Gemeinde mitten in einer echten Erweckung? Oder ist das alles einfach „ein bisschen zu schön, um wahr zu sein?“

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Brenscheidt, Max Lucado verstehen

Max_LucadoMax Lucado gilt für viele als einer der besten, wenn nicht sogar als „der beste Prediger“ Amerikas. Als Autor zahlreicher Bestseller erreicht er Millionen Leser. Auch in Deutschland ist er sehr einflussreich und beliebt.

Thorsten Brenscheidt geht in seinem Buch „Max Lucado verstehen“ auf dessen Verständnis von Gott, seinen Erzählstil und seine Theologie ein. Es wird deutlich, dass sich Lucado vieler Ausschmückungen bedient und seine Bücher einen eher narrativen Redestil haben. Dies ist zwar nicht das Allerschlimmste, aber doch sehr fragwürdig. Wie weit darf man in einer Predigt gehen, ohne den Bibeltext zu verdrehen? Das ist eine prinzipielle Frage.

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Gesichter und Geschichten der Reformation

Gesichter-und-Geschichten-der-ReformationDiese Stellungnahme war wirklich nicht geplant. Zunächst freute ich mich über diese „dicke“ Weihnachtsgabe »Gesichter und Geschichten der Reformation«, Fontis – Brunnen Basel. Dieses umfangreiche Werk enthält der Anzahl der Tage eines Jahres entsprechend 366 Kurzbiographien chronologisch zusammengestellt, die unter dem obigen Titel subsumiert sind.

Das Buch ist lesefreundlich aufgemacht und täglich vermag man dem Umfang ca. einer Seite entsprechend etwas über Männer und Frauen sowie herausragende Persönlichkeiten der Kirchengeschichte zu erfahren. Das ist eine empfehlenswerte Idee. Es sind viele Beiträge inspirierend und glaubensstärkend. Es ist ermutigend, wenn man liest, wie unser großer Gott und Heiland Jesus Christus sich oft genug durch schwache Werkzeuge verherrlicht hat.

Doch je mehr ich hineinschaute und erkennen musste, wer hier aller als Vorbild und Beispiel porträtiert wurde, desto frustrierter, um nicht zu sagen entsetzter, wurde ich. Es finden sich in dieser Zusammenstellung nicht nur die klassischen Reformatoren und so begnadete Missionare und geistliche Vorbilder wie Adoniram Judson, Hudson Taylor, David Livingstone, Georg Müller usw., sondern auch Mystiker, Schwärmer und Bibelkritiker.

So habe ich mir nun schweren Herzens vorgenommen, auf einige Beispiele in diesem Buch hinzuweisen, wo man meiner Erkenntnis nach Licht mit verkleideter Finsternis verwechselt hat.

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Jörg Zink: Alle Religionen beten zum gleichen Gott

joerg_zinkChristen, Juden und Muslime beten zum gleichen Gott, wie auch alle anderen Religionen. Davon ist Jörg Zink überzeugt. Der evangelische Pfarrer und Bestsellerautor (88) meint sogar, an dieser Gemeinsamkeit könne sich das Überleben der Menschheit entscheiden. In seinem Buch „Vom Geist des frühen Christentums“ ruft er die Christen zu mehr Zusammenarbeit mit den anderen Religionen auf.

Der 1922 geborene Zink, dessen rund 200 Bücher eine Gesamtauflage von 18 Millionen Exemplaren erreicht haben, kritisiert die Ahnungslosigkeit des modernen westlichen Menschen im Blick auf Gott und Religion. Die Religion des Abendländers sei „entschieden primitiver als die vermeintlich primitiven Stammesreligionen von Naturvölkern“. Seiner Ansicht nach hat selbst die Strenge der islamischen Botschaft und die religiöse Disziplin der Muslime „vermutlich mit Wahrheit mehr zu tun als die christliche, vor allem protestantische Schlamperei in Sachen des Glaubens“, fügte Zink hinzu.

Seine Aussagen bestätigt Jörg Zink in einem Interview:

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Sarah Young, Ich bin bei Dir – 366 Liebesbriefe von Jesus

ich_bin_bei_dirDas Buch wird als Bestseller deklariert und hat bereits ein Nachfolgebuch und auch eines für Kinder. Im Rahmen einer Konferenz für biblische Prophetie mit dem Thema „Esoterik“, trat die Frage nach einer Beurteilung zu dem Andachtsbuch von Sarah Young auf. Da es mir bis dahin unbekannt war, konnte ich keine unmittelbare Antwort geben, las es aber ein paar Tage später, um mich zu informieren.

Die wichtigsten Informationen fand ich in der Einleitung. Darin berichtet Sarah Young über ihren persönlichen Prozess, Jesu Gegenwart und Reden im Laufe der Jahre immer mehr erfahren zu haben, sodass sie heute in der Lage ist, Gottes Stimme direkt zu hören.

Ihr erstes Erlebnis hatte sie während eines nächtlichen Spaziergangs bei Mondlicht in den Schweizer Bergen. „Plötzlich hatte ich das Gefühl, ein warmer Hauch hülle mich ein. Ich wurde mir einer wunderbaren Gegenwart bewusst, und ich reagierte unwillkürlich damit, dass ich `Lieber Jesus` flüsterte. … in diesem Moment wusste ich, dass ich Gott gehörte“ (S.6+7).

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Der alte Mann und die gerechte Sprache

Gerechte Sprache

Dem alten Mann fällt auf, dass sich die Sprache in den christlichen Gemeinden geändert hat. Das ist an und für sich kein großes Problem. Bedenklich ist, dass diese Wandlung konsequent in eine bestimmte Richtung geht. Dabei orientieren sich die christlichen Gemeinden am Zeitgeist und am Trend der Gesellschaft.

Nicht einmal die Bibel, das Wort Gottes, wird von diesem Wandel verschont. Auf die sogenannte „Volxbibel“ folgte die „Bibel in gerechter Sprache“. Man behauptet, die Bibel sei ein intolerantes, frauenfeindliches, patriarchalisches Machwerk und müsse deshalb an vielen Stellen verbessert werden. Die männliche Dominanz müsse gebrochen werden. Viele Bibelverse wurden in diesem Sinn verändert und gefälscht.

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Erklärung zur „Volxbibel“ – Gott läßt sich nicht spotten

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„Irrt euch nicht: Gott läßt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.“

– Galater 6,7

Mitte September 2008 erschien laut TOPIC 10/2008 eine Neuausgabe der „Volxbibel“ (NT) mit über 8.000 Textänderungen. Inzwischen ist auch das Alte Testament in dieser lästerlichen Verfälschung erschienen. Der Herausgeber Martin Dreyer behauptete, inzwischen kämen keine kritischen Rückmeldungen mehr und er habe sich mit vielen Kritikern ausgesöhnt. Aus diesem Anlaß möchten wir die 2006 erschienene „Erklärung zur Volxbibel“ noch einmal bekräftigen und betonen, daß es viele gläubige Christen gibt, die – unabhängig von einzelnen kosmetischen Änderungen im Stil – das ganze Vorhaben einer „Bibel in der Jugendsprache“ ablehnen und nach wie vor dagegen protestieren. Wir werden gegebenenfalls auch auf die neue Ausgabe inhaltlich genauer eingehen, möchten aber deutlich machen, daß unser Protest gegen das ganze lästerliche Unternehmen „Volxbibel“ unverändert bestehen bleibt.

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Die Volxbibel

Jubiläumsbibel

„Hat doch meine Hand dieses alles gemacht, und alles dieses ist geworden, spricht der HERR. Aber auf diesen will ich blicken: auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist, und der da zittert vor meinem Wort.“ – Jesaja 66,2

Kurz vor Weihnachten 2005 erschien die „Volxbibel“, die mit dem Anspruch auftritt, in „moderner Jugendsprache“ geschrieben zu sein. Die besondere Schreibweise des Namens ist von einer Küche für Obdachlose in Hamburg übernommen, „Volxküche“ genannt. Der Name soll für „von unten“ stehen, von „Leuten von der Straße, eben vom Volk“ (so der Autor).

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Toter Buchstabenglaube?

Buchstaben

„Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“ (2. Korinther 3,6) Toter Buchstabe? Von wegen! Das hört man ja immer wieder: Man dürfe nicht am bloßen, toten Buchstaben kleben, das sei toter Buchstabenglaube usw. Aber nirgends in der Bibel ist von „toten Buchstaben“ die Rede – im Gegenteil heißt es dort: „Der Buchstabe tötet.“ Wer tötet, ist selbst nicht tot – das Töten ist ja gerade der Beweis seiner Lebendigkeit. Was ist also hier mit „Buchstabe“ gemeint? Die Schrift als Gesetz.

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Evangelium zum Schleuderpreis?

Schleuderpreis

Wir sehen uns heute in der evangelikalen Welt mit einem merkwürdigen Problem konfrontiert, welches nicht nur die Gemeinde, sondern auch den einzelnen Gläubigen vor einer ganzen Reihe ernüchternder Fragen stellt. Kurz gesagt geht es dabei um folgendes: Man hat ein ganzes Heer von Seelengewinnern mobilisiert, um die breite Masse für Christus zu gewinnen. Es handelt sich dabei durchweg um ernsthaft bemühte, eifrige, begeisterte und überzeugende Menschen. Zu ihren Gunsten muß gesagt werden, daß sie auch tatkräftig ihren Aufgaben nachgehen. Und es ist ein Phänomen unserer Zeit, daß sie eine erstaunliche Anzahl von Bekehrungen aufweisen können. Soweit sieht alles recht positiv aus.

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