Schlagwort-Archive: Kirche

„Homosexuelle werden das Reich Gottes nicht ererben“

Krone

Was predigen die Pfarrer am 29. Juli 2012 über 1.Kor 6,9f: „Homosexuelle werden das Reich Gottes nicht ererben“?

Regulärer Predigttext am 29. Juli 2012, dem achten Sonntag nach Trinitatis, ist 1.Kor 6,9-14.18-20. Vers 9f lautet in der Lutherbibel: „Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben.“ Die Übersetzung Luthers ist insofern ungenau, als es statt „Lustknaben“ „Weichlinge“ (malakoi) heißen muss, statt „Knabenschänder“ „homosexuelle Männer“ (arsenokoitai; Männer, die mit Männern den Koitus vollziehen). Der Neutestamentler Eckhard J. Schnabel schreibt in seinem Korinther-Kommentar dazu (Brockhaus Wuppertal 2006, 319f):

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Evangelischer Pfarrer heiratet Mann

Standesamt_UnnaWie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtet, wird der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Unna (NRW), Jörg Uwe Pehle, am 14. September 2013 einen Mann heiraten. Dabei handele es sich um den aus Bremen stammenden Diplomingenieur für Verfahrenstechnik Thomas König.

Pehle besetzt eine der drei Pfarrstellen im Presbyterium des Kirchenkreises und ist für den “Pfarrbezirk Gartenvorstadt” verantwortlich. Die diensthabenden Pfarrer stehen – so heißt es auf der Internetseite “evangelisch-in-unna.de” – für den Seelsorge- und Beratungsdienst “in besonderer Weise zur Verfügung”, der mit einem Wort aus dem 2. Brief des Paulus an die Korinther im 3. Kapitel auf der Internetseite begründet wird: “Gelobt sei Gott, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.”

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Lesbische Pfarrerin bekommt ein Kind

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Eine ungewöhnliche Schwangerschaft bewegt die Öffentlichkeit. Eine lesbische Pfarrerin, die mit einer Politikerin eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen ist, bekommt in vier Monaten ein Kind. Es handelt sich um Eli Wolf, Leiterin des Frauenzentrums der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Die 46-Jährige ist seit 2002 mit der Staatssekretärin im nordrhein-westfälischen Ministerium für Gesundheit und Emanzipation, Marlis Bredehorst, verpartnert.

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Evangelischer Pfarrer will eine Frau werden

spoerkelWas kommt als nächstes? Nach der intensiv geführten Debatte über Homosexualität outet sich nun auch der erste Fall von Transsexualität in der evangelischen Landeskirche. Wie idea berichtet, will der Pfarrer der Kirchengemeinde Haldern Hans-Gerd Spörkel gerne eine Frau werden. Sein Aussehen sei bereits weiblicher geworden, so die lokalen Medien.

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Homosexualität: „Die Liebe freut sich der Wahrheit“

Liebe_Wahrheit

Gedanken zum Gesprächsprozess über Bibel und Homosexualität

Es darf als Konsens gelten, dass die Bibel nur schroff ablehnende Aussagen zur Homosexualität enthält. Angesichts der Spannung zwischen dem eindeutigen biblischen Befund und der Frage homosexuell geprägter Menschen nach ihrem Platz in unserer Kirche werden nach meiner Beobachtung im Wesentlichen zwanzig Argumente als vermeintliche „Nothelfer“ bemüht. Mögen sie auch als Hilfen gemeint sein, werden sie doch entweder für falsche Schlussfolgerungen benutzt oder sind aufgrund ihres fehlenden Wahrheitsgehaltes untauglich:

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Kirche und Homosexualität

Homo_verstehenSegnung von homosexuellen Paaren?

Einmal abgesehen von der ethischen Frage aus biblisch-christlicher Sicht, muss dieses Vorhaben auf dem Hintergrund der besonderen Promiskuität männlicher homosexueller Paare bedacht werden. Manche betonen, diese Segnung sei gerade eine Hilfe gegen die Versuchung zur Promiskuität, und es sei unverständlich, dass Christen nicht sofort dafür seien. Gewiss ist eine treue homosexuelle Partnerschaft mindestens das kleinere Übel als ein promisker homosexueller Lebensstil, auch wenn sie nicht dem biblischen Ethos entspricht.

Der homosexuelle Mann sucht im Sexualkontakt mit einem anderen Mann unbewusst seine männliche Ganzheit zu finden, was ihm aber auf diese Weise nicht gelingen kann (siehe die Kapitel „Entstehung“ und „Therapie der Homosexualität“). Ist es dann sinnvoll, solches Suchen mit einem unangemessenen Mittel noch durch den Segen Gottes unterstützen zu wollen? Hilft Segen gegen Suchtcharakter, ohne dass dieser durch Einsicht durchbrochen wird? Das aber würde zur Auflösung der homosexuellen Partnerschaft führen.

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Zur „Orientierungshilfe“ der EKD: Was ist Ehe?

Ehepaar„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei, ich will ihm eine Gehilfin machen…“ – 1. Mose 2, Vers 18

Dieser Vers ist altbekannt. Es geht um die Erschaffung der Frau, als Gehilfin des Mannes. Und wenn man weiter liest, war Adam über die Frau hocherfreut, sieht er in ihr doch sein Gegenüber, und so ist das bis heute geblieben. Aus dem Schöpfungsbericht geht hervor, dass Mann und Frau zusammengehören, eine Einheit bilden, fruchtbar sein und sich mehren sollen. Und das wird seit jeher als ein wesentlicher Teil der göttlichen Schöpfungsordnung gesehen.

Aber das macht seit Neuestem Probleme, weil man die Homo-Ehe erfunden hat, und die lässt sich in der göttlichen Schöpfungsordnung einfach nicht unterbringen. Und da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man akzeptiert die Schöpfungs- und damit die natürliche Ordnung oder man lässt sich etwas einfallen, und da ist der EKD mit einer „Orientierungshilfe für Familien“ wieder mal etwas “ganz Besonderes” eingefallen.

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Die brutale Seite der ev. Kirche

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Unter dem Dach der ev. Kirche in Deutschland ist fast alles erlaubt – nur nicht ein klares Bekenntnis zum Wort Gottes und den daraus sich ergebenden Konsequenzen. So durfte 1999 in der Auferstehungskirche von Köln-Ostheim kurz vor der Walpurgisnacht eine Tanzperformance zum Thema Hexen aufgeführt werden – getanzte Hexenverbrennung zu gregorianischem Gesang. Im Mai 2001 veranstaltete die Saarbrücker Ev. Kirchengemeinde St. Johann eine „Erotikpredigten“-Reihe. Dazu wurden Pornofilme in der Kirche gezeigt, u. a. der in Frankreich verbotene französische Film La Bête, in dem es auch um „Geschlechtsverkehr“ mit Tieren (Sodomie) geht.

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Das Problem der Religionsvermischung

David-Sohn-Salomon

Aber der König Salomo liebte viele ausländische Frauen: die Tochter des Pharao und moabitische, ammonitische, edomitische, sidonische und hetitische aus solchen Völkern, von denen der HERR den Israeliten gesagt hatte: Geht nicht zu ihnen und lasst sie nicht zu euch kommen; sie werden gewiss eure Herzen ihren Göttern zuneigen. An diesen hing Salomo mit Liebe. Und er hatte siebenhundert Hauptfrauen und dreihundert Nebenfrauen; und seine Frauen verleiteten sein Herz.

– 1. Könige 11, Verse 1 bis 3

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Schamanin referiert in Evangelischer Akademie

kalff_andrea_pr12Der Schamanismus als „Urreligion der Menschheit“ steht im Mittelpunkt eines Seminars, das vom 11. bis 13. Mai in der Evangelischen Akademie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Hofgeismar (Nordhessen) stattfindet.

Zur Gottesdienstzeit am Sonntag hat die Akademie einen Lehrgang mit dem Titel „Götter – Geister – Menschen, Schamanische Praktiken für den Alltag“ angesetzt. Referentin ist die Deutsche Andrea Kalff (Haiku/Hawaii), die 2006 in Südkorea als erste Nicht-Koreanerin zur Schamanin geweiht worden war. Wie sie im Internet schreibt, war ihr katholischer Glauben nach dem Tod ihres Bruders und einer Krebsdiagnose bei ihr selbst ins Wanken geraten. Eine neue spirituelle Welt habe sich ihr nach der Teilnahme an einem Schamanenkongress in Österreich erschlossen. Seit ihrem Initiationsritual sagt sie von sich: „Ich bin ein Werkzeug der Geister.“ Sie reise durch die Welt, „um Menschen in schwierigen Lebenssituationen, psychischen wie physischen Krankheiten zu helfen und zu unterstützen“.

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Chrislam in Deutschland – ein Erfahrungsbericht

chrislam

Am Donnerstag fand die Einschulung der Tochter meiner Freundin in der Feigeschule statt. Ich ging natürlich mit in die Kirche zum Einschulungsgottesdienst. Vor der Kirche sah ich auch viele türkische Familien. Ich dachte mir nur: „Oh, welch ein Wunder? Die türkischen Kinder sind auch hier mit ihren Eltern? Und gehen mit in die Kirche“? Als wir in die Kirche eintraten, sah ich warum. Ein Imam war auch da. Ach, das ist aber nett und sehr tolerant, dachte ich mir. Außerdem brauchen sich die türkischen Kinder nicht zu rechtfertigen, warum sie erst zur Einschulung in die Schule kommen – und nicht schon in der Kirche waren. So war es zu meiner Zeit und auch bis vor kurzem noch bei meinen eigenen Kindern.

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Beten auch die Christen zu Allah?

Chrislam

Immer mehr Stimmen aus der Kirche öffnen sich dem Islam. Eine Freikirche wird den Muslimen überlassen, ein evangelischer Bischof befürwortet multireligiöse Feiern, im Fernsehen findet Sonntag ein interreligiöser Gottesdienst statt und der Missiologe Johannes Reimer betet ohne Scheu mit den Muslimen zu ‚Allah‘. Seiner Ansicht nach seien ‚Allah‘ und der alttestamentliche ‚Elohim‘ ein und derselbe.

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Zum Gebrauch des Namens „Allah“ – eine Antwort

Beten auch die Christen zu Allah? Aus deutscher Sicht eine eher rhetorische Frage, aus arabischer Sicht wohl nicht. Denn „Allah“ bedeutet streng genommen einfach „Gott“. Sollte man nun den arabischen Christen vorschreiben, einen neuen Begriff zu suchen? Ein Autor namens Rafique schreibt darüber in „Mission im Islam“, Festschrift für Eberhard Troeger, auf den Seiten 191-195 und leitet ein: „Jeder Versuch, einen christusgläubigen Araber zu veranlassen, nicht das Wort „Allah“ zu benutzen, sondern einen anderen Begriff, ist ungerechtfertigt, verwirrend und verletzend.“ Rafique begründet im Wesentlichen in drei Schritten:

  1. Das Wort „Allah“ ist älter als der Islam und keine Erfindung von Mohammed.
  2. Auch der Ursprung von „Gott“ ist ungewiss, „Theos“ z.B. eine Ableitung von „Zeus“.
  3. Auch die Christen gebrauchen „Gott“, obwohl es die Sekten auch tun.

Hier der Versuch einer Antwort aus Sicht eines Christen, der in Deutschland lebt.

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