Schlagwort-Archive: Märtyrer

Metaxas, Bonhoeffer

Metaxas_BonhoefferEs ist ausgerechnet ein Amerikaner, der die Geschichte des deutschen Märtyrers Dietrich Bonhoeffer neu aufgerollt hat. Sein neues Buch zeigt den Widerständler als streitbaren evangelikalen Christen, der noch heute eine Botschaft an die Kirche hat. Am Dienstag stellten Autor Eric Metaxas und Unions-Fraktionschef Volker Kauder das Buch in Berlin vor.

„Herr, was dieser Tag auch bringt, dein Name sei gelobt.“ Es war an Weihnachten 1943, als Dietrich Bonhoeffer, Gefangener der Nazis, diese Worte niederschrieb. Im April 1945 wird er hingerichtet, wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Er mag sein Schicksal kommen gesehen haben, fest steht in jedem Fall, dass er es freiwillig gewählt hat. Genausogut hätte Bonhoeffer in Amerika Fuß fassen können, wo er 1939 eine Gastprofessur annehmen wollte. Schon in den USA angekommen entschied er sich zur Rückkehr ins für ihn als aufständischen Christen gefährliche Deutschland.

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Paul Schneider – Der Prediger von Buchenwald

Paul_Schneider„Der Schutzhäftling Paul Schneider, z.Zt. im Arrest, legte am 28. August (1938) ein unglaubliches Verhalten an den Tag. Morgens, gegen 6.30 Uhr, bei der morgendlichen Meldung der Stärke des Schutzhaftlagers an mich, öffnete Schneider plötzlich sein Zellenfenster, kletterte in seiner Zelle hoch, bis er Blickfeld zu den angetretenen Häftlingen bekam. Mit lauter Stimme predigte Schneider etwa zwei Minuten zu den angetretenen Häftlingen. Meinem Befehl, sofort seine Predigt abzubrechen, beachtete er in keiner Weise. Darauf gab ich dem Arrestverwalter den Befehl, Schneider mit Gewalt von dem Fenster wegzubringen.“

Ostersonntag: Der Pfarrer Paul Schneider predigt mit lauter Stimme von seinem Fenster aus auf den Gefängnishof, bevor er von den Wärtern gewaltsam davon abgebracht wird. Ihm ging es nicht um sein eigenes Leben, er hatte die vom Tod bedrohten Mithäftlinge im Auge: „So spricht der Herr: Ich bin die Auferstehung und das Leben!“ (Johannes 11,25). So lautet Schneiders Botschaft an diesem Tag.

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Mord an Bibelschülerinnen im Jemen

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Im Jahr 2009 erschütterte das Schicksal von zwei jungen Frauen viele Christen in Europa: Die beiden Bibelschülerinnen Anita Grünwald (24) und Rita Stumpp (26) aus Wolfsburg wurden am 12. Juni im Jemen entführt und am 15. Juni tot aufgefunden. idea-Mitarbeiter Klaus Rösler erinnert an die beiden christlichen Märtyrerinnen und an die Folgen ihres gewaltsamen Todes.

Zum Hintergrund: Die beiden Christinnen wollten in dem vorderasiatischen Land den Ärmsten der Armen helfen und absolvierten deshalb ein Praktikum als Pflegehelferinnen in einem staatlichen Krankenhaus in Saada im Norden des Landes. Anita und Rita sind Cousinen. Als überzeugte Christinnen wollen sie ihr Leben dazu einsetzen, dass es auf der Welt etwas gerechter zugeht.

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