Schlagwort-Archive: Märtyrer

Im Gedenken an Maximilian Kolbe

Rochuskirche_Christus

Am Turm der katholischen Rochuskirche in Düsseldorf hängt eine überlebensgroße Bronzeplastik des gekreuzigten Jesus Christus. Man kann sie kaum übersehen. Sie wurde zu einem Katholikentag geschaffen, an dem man in besonderer Weise des Märtyrers Maximilian Kolbe gedachte. Kolbe war im Dritten Reich im Konzentrationslager. Eines Morgens beim Appell gab es wegen eines Fluchtversuches einen schrecklichen Befehl:

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Dietrich Bonhoeffer

Bonhoeffer

Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) war einer der herausragenden deutschen Theologen des 20. Jahrhunderts. Er wirkte unter anderem als evangelischer Pfarrer in Berlin und als Leiter eines Predigerseminars in Finkenwalde; engagiert setzte sich Bonhoeffer für die Bekennende Kirche und ihre internationale und ökumenische Anerkennung ein. Aus theologischen Gründen entschied er sich zum Widerstand und zur Konspiration gegen Hitler; er wurde 1943 inhaftiert, 1945 in einem Scheinprozess zum Tode verurteilt und hingerichtet. Sein Lebenszeugnis und seine Schriften zum geistlichen Leben prägen bis heute Christen in vielen Ländern der Welt; die Theologie Dietrich Bonhoeffers ist besonders in Situationen von Unrecht und Unterdrückung (wie etwa in Südafrika, Korea oder Südamerika) zu einem wichtigen Orientierungspunkt vieler Christinnen und Christen geworden.

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Metaxas, Bonhoeffer

Metaxas_BonhoefferEs ist ausgerechnet ein Amerikaner, der die Geschichte des deutschen Märtyrers Dietrich Bonhoeffer neu aufgerollt hat. Sein neues Buch zeigt den Widerständler als streitbaren evangelikalen Christen, der noch heute eine Botschaft an die Kirche hat. Am Dienstag stellten Autor Eric Metaxas und Unions-Fraktionschef Volker Kauder das Buch in Berlin vor.

„Herr, was dieser Tag auch bringt, dein Name sei gelobt.“ Es war an Weihnachten 1943, als Dietrich Bonhoeffer, Gefangener der Nazis, diese Worte niederschrieb. Im April 1945 wird er hingerichtet, wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Er mag sein Schicksal kommen gesehen haben, fest steht in jedem Fall, dass er es freiwillig gewählt hat. Genausogut hätte Bonhoeffer in Amerika Fuß fassen können, wo er 1939 eine Gastprofessur annehmen wollte. Schon in den USA angekommen entschied er sich zur Rückkehr ins für ihn als aufständischen Christen gefährliche Deutschland.

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Paul Schneider – Der Prediger von Buchenwald

Paul_Schneider„Der Schutzhäftling Paul Schneider, z.Zt. im Arrest, legte am 28. August (1938) ein unglaubliches Verhalten an den Tag. Morgens, gegen 6.30 Uhr, bei der morgendlichen Meldung der Stärke des Schutzhaftlagers an mich, öffnete Schneider plötzlich sein Zellenfenster, kletterte in seiner Zelle hoch, bis er Blickfeld zu den angetretenen Häftlingen bekam. Mit lauter Stimme predigte Schneider etwa zwei Minuten zu den angetretenen Häftlingen. Meinem Befehl, sofort seine Predigt abzubrechen, beachtete er in keiner Weise. Darauf gab ich dem Arrestverwalter den Befehl, Schneider mit Gewalt von dem Fenster wegzubringen.“

Ostersonntag: Der Pfarrer Paul Schneider predigt mit lauter Stimme von seinem Fenster aus auf den Gefängnishof, bevor er von den Wärtern gewaltsam davon abgebracht wird. Ihm ging es nicht um sein eigenes Leben, er hatte die vom Tod bedrohten Mithäftlinge im Auge: „So spricht der Herr: Ich bin die Auferstehung und das Leben!“ (Johannes 11,25). So lautet Schneiders Botschaft an diesem Tag.

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Christlicher Schüler zu Tode geprügelt

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Ayman Nabil Labib war ein koptischer Ägypter und ging im Ort Mallawi, Provinz Minya, zur Schule. Am 16. Oktober 2011 wurde er in seiner Schule von Mitschülern und mindestens einem Lehrer zu Tode geprügelt. Die Medien hatten, wie in solchen Fällen üblich, berichtet, Auslöser des Streits sei eine Unstimmigkeit über den Sitzplatz des Schülers gewesen, die ausgeartet sei. „Keinesfalls“ habe es sich um eine religiös motivierte Tötung gehandelt. Der koptische Aktivist Mark Ebeid sagte dazu:

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Mord an Bibelschülerinnen im Jemen

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Im Jahr 2009 erschütterte das Schicksal von zwei jungen Frauen viele Christen in Europa: Die beiden Bibelschülerinnen Anita Grünwald (24) und Rita Stumpp (26) aus Wolfsburg wurden am 12. Juni im Jemen entführt und am 15. Juni tot aufgefunden. idea-Mitarbeiter Klaus Rösler erinnert an die beiden christlichen Märtyrerinnen und an die Folgen ihres gewaltsamen Todes.

Zum Hintergrund: Die beiden Christinnen wollten in dem vorderasiatischen Land den Ärmsten der Armen helfen und absolvierten deshalb ein Praktikum als Pflegehelferinnen in einem staatlichen Krankenhaus in Saada im Norden des Landes. Anita und Rita sind Cousinen. Als überzeugte Christinnen wollen sie ihr Leben dazu einsetzen, dass es auf der Welt etwas gerechter zugeht.

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Gedenken an ermordete Christen in der Türkei

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Am 18. April 2007 wurden der Deutsche Tilmann Geske (46), Pastor Necati Aydin (36) und Ugur Yüksel (32) in den Räumen des christlichen „Zirve“-Verlages von jungen Muslimen gefoltert und umgebracht. Die fünf verhafteten damals 19- und 20-jährigen Männer lebten in einem islamischen Studentenwohnheim. Auf Zetteln, die sie in ihren Taschen trugen, hatten sie erklärt: „Das soll den Feinden unserer Religion eine Lehre sein. Wir haben es für unser Land getan.“ Der Prozess gegen sie dauerte im März 2014 immer noch an, bis Ende 2016.

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