Schlagwort-Archive: Menschen

Weidensdörfer, Der Sieg ist Sein

703265Der Titel dieses Buches beschreibt genau das, was der Autor in den über sieben Jahrzehnten seines Lebens kontinuierlich erfahren durfte. Es ist unmöglich alle Inhalte des Buches auch nur anzureißen. Deshalb folgt lediglich eine schlaglichtartige Zusammenfassung.

Mitten im 2. Weltkrieg geboren und in den Nachkriegsjahren aufgewachsen, erlebte Dieter Weidensdörfer die DDR in allen Facetten. Zunächst beschreibt er seine Kindheit, auf die er trotz materiellen Mangels zufrieden zurückblick. Er wuchs in einer gläubigen Familie auf und erfuhr Geborgenheit und Liebe. In Bezug auf seine Bekehrung schreibt er, dass seine betende Mutter, das Fundament für die Lebensübergabe an Jesus legte. Immer wieder berichtet er auch über die Einbindung in die Gemeinde in Vielau.

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Iain H. Murray, Jonathan Edwards

Edwards_MurrayJonathan Edwards sollte man kennen. So ziemlich jeder Christ in der westlichen Welt wird seinen Namen auch schon gehört haben. Doch was war er für ein Mensch, in welcher Zeit hat er gelebt, und was macht ihn eigentlich so besonders? „Ein Lehrer der Gnade und die große Erweckung“, so der Untertitel des vorliegenden Buches. Das Wesentliche wäre damit schon zusammengefasst.

Iain H. Murray hat hier ein großes Werk geschrieben, das sowohl die vielen Bücher und Predigten von Edwards, als auch die bereits erschienenen Biografien über ihn berücksichtigt. Und so schafft es der Autor auf insgesamt 574 Seiten ausführliche Lebensbeschreibung. Sie beginnt mit der Geschichte von Edwards Vorfahren, die nach Amerika übersiedelten. Er wuchs dort auf mit Menschen, die auf christliche Ausbildung, gute Manieren und wahre Frömmigkeit bedacht waren. Den ersten Kulturschock bekommt der Leser auf Seite 53, wo Edwards im zarten Alter von 12 Jahren einen Brief an seine 14-jährige Schwester schreibt: „Liebe Schwester, durch die wunderbare Gnade und Güte Gottes ist es an diesem Ort zu einem außergewöhnlichen Aufbruch und einer bemerkenswerten Ausgießung des Geistes Gottes gekommen…“

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Geächtet im Namen Gottes – William Tyndale

Dieser beeindruckende Spielfilm führt uns nach England ins 16. Jahrhundert. Es ist eine Zeit, in der nur wenige wussten, was in der Bibel steht, weil man entweder keine besaß, nicht lesen konnte oder einfach nicht der damals vorhandenen Sprachen, in denen die Bibel vorlag, mächtig war (Latein, Griechisch, Syrisch usw.).

Ähnlich wie Martin Luther in Deutschland war es William Tyndale in England ein Anliegen, die Bibel in der Sprache seines Volkes zu übersetzen. Etwa 150 Jahre vor ihm hatte bereits John Wyclif eine Übersetzung aus der lateinischen Vulgata ins Englische vorgelegt. Diese vom Klerus abgelehnte ketzerische Schrift, war bis dahin die wichtigste englische Übersetzung. Man kann aber wohl sagen, dass Tyndale in gewisser Weise die Grundlage für die berühmte King James-Bibel (1611), vergleichbar mit der Luther-Bibel in Deutschland, legte.

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Biographie von Fritz Binde

Fritz-Binde-Schultze-BindeWie­der habe ich eine Bio­gra­fie zu Ende gele­sen. Demut und Weh­mut beschlei­chen mich nach der Lek­türe. Aber auch Mut und Ent­schlos­sen­heit dem Herrn von gan­zem Her­zen zu die­nen. Die meis­ten Bio­gra­fien von Chris­ten haben fol­gende Drei­tei­lung: 1. Kind­heit und Jugend­zeit bis zur Bekeh­rung, 2. Aktive Lebens­phase im Wir­ken für Gott, 3. (Alter,) Tod und Heim­gang.

Und um ehr­lich zu sein, bin ich am Ende einer guten Bio­gra­fie trau­rig. Der Tod der beschrie­be­nen Per­son nimmt mich emo­tio­nal stark mit. Am liebs­ten würde ich der Per­son noch ein­mal begeg­nen, ihr Fra­gen stel­len, um noch viel von ihr zu ler­nen. Viel­leicht wird es in der Ewig­keit dazu eine Gele­gen­heit geben. Ande­rer­seits denke ich bei den letz­ten Zei­len einer Bio­gra­fie immer an eine Aus­sage im Hebrä­er­brief: „Schaut das Ende ihres Wan­dels an und ahmt ihrem Glau­ben nach“ (Hebr 13,7). Fritz Bin­des Leben und Glau­bens­weg sind es wert, genauer ange­schaut zu werden.

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Vom Dunkel in Sein Licht

Dieses Bild ist von meinem Reisepass aus dem Jahr 1998. Ich hatte gerade eine Reise nach Kuba vor mir: Das billigste Kokain meines Lebens und spirituelle Erfahrungen, die meine Zukunft entscheidend beeinflussen sollten. Deutschland 2012 – Mein Leben kann man rückblickend als einen Mix aus Linker-Szene, Gangsterleben und viel viel Drogen vermischt mit okkulten Praktiken beschreiben. Wie passen diese Dinge zusammen?

Wie kommt ein junger Mann aus gutbürgerlichem Elternhaus zu so einem Leben? Es wäre schön, wenn ich die Schuld auf andere schieben könnte. Ich bin aber selber schuld! Mit 13 Jahren, von den „lieben Freunden“ gelangweilt, zog es mich raus auf die Straße! Saufen, Kiffen und immer in der ersten Reihe sein: Mich musste keiner verführen, ich war der geborene Verführer! Alles ging recht schnell: Stress mit Nazis, radikale Bücher (Bakunin, Kropotkin und Che). So kam ich in die linke Szene, war deutschlandweit unterwegs: Demos, Randale, wir waren die autonomen Antifas! Ich zog nach Berlin, und das radikale Denken durchdrang mich mehr und mehr.

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Glaubenszeugnis von Heinrich Heine

Heinrich_HeineDer Dichter Heinrich Heine kehrte, so berichtet er, lange schwer krank im Bett liegend, vor seinem Tod zum “persönlichen Gott” zurück. Im Nachwort zum Gedichtband ‚Romanzero‘ schreibt Heine, der acht Jahre wegen einer Lähmungserkrankung in Paris im Bett liegen musste, 1851, also viereinhalb Jahre vor seinem Tod, folgendes (gekürzt):

“Ich hatte damals noch etwas Fleisch und Heidentum an mir, und ich war noch nicht zu dem spiritualistischen Skelette abgemagert, das jetzt seiner gänzlichen Auflösung entgegenharrt. Aber existiere ich wirklich noch? Mein Leib ist so sehr in die Krümpe gegangen, daß schier nichts übrig geblieben als die Stimme (…) So hätte ich denn mein Gewissen erleichtert. Wenn man auf dem Sterbebette liegt, wird man sehr empfindsam und weichselig, und möchte Frieden machen mit Gott und der Welt. Ich gestehe es, ich habe Manchen gekratzt, Manchen gebissen, und war kein Lamm. (…) Seit ich selbst der Barmherzigkeit Gottes bedürftig, habe ich allen meinen Feinden Amnestie erteilt (…) Ja, wie mit der Kreatur, habe ich auch mit dem Schöpfer Frieden gemacht, zum größten Ärgernis meiner aufgeklärten Freunde, die mir Vorwürfe machten über dieses Zurückfallen in den alten Aberglauben, wie sie meine Heimkehr zu Gott zu nennen beliebten. Andere, in ihrer Intoleranz, äußerten sich noch herber.

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Wie ein Massenmörder Christ wurde

Kaing_Guek_EavIn Kambodscha ist der einstige Chef-Folterer der kommunistischen Roten Khmer, Kaing Guek Eav, genannt „Duch“, zu 35 Jahren Haft verurteilt worden.

Wegen bereits verbüßter Strafe und zu Unrecht erlittener Untersuchungshaft wird der 67-Jährige noch 19 Jahre absitzen müssen. Angehörige der mehr als 12.000 Opfer, für deren Tod Eav verantwortlich ist, zeigten sich empört und enttäuscht wegen des nach ihrer Ansicht zu milden Urteils. Vor dem Sondertribunal hatte Eav seine Untaten eingestanden und um Entschuldigung gebeten. Er war 1995 von dem kanadischen Missionar Christopher LaPel in Kambodscha zum Glauben an Jesus Christus geführt und getauft worden. LaPels Eltern und zwei Geschwister wurden von den Roten Khmer umgebracht.

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Klaus Berger: Der Freiheitskämpfer

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Jesus ist nicht von den Toten auferstanden. Engel, Teufel? Gibt es nicht. Wunder Jesu? Fromme Legenden. Das meinen nicht nur Atheisten – sondern auch viele Theologen. Für den Neutestamentler Klaus Berger ist dies der Grund, in einem wütenden Buch mit den Positionen seiner Kollegen abzurechnen. Ein Besuch bei einem Rebellen.

Ruhig sitzt Klaus Berger in seinem hellen Sessel mit Floralmuster, das Gesicht fast regungslos. Der 72-jährige Theologe trägt einen Pullover mit grau-weißen Streifen, darunter ragt der Kragen seines blau-weiß gestreiften Hemdes hervor. Ein Rebell sieht anders aus. Doch aus Sicht seiner „Gegner“, wie er die Mainstream-Theologen in seinem neuen Buch nennt, ist er genau das. Ganze 72 Mal widerspricht er in „Die Bibelfälscher“ den gängigen Forschungsmeinungen. Sein Werk will er als „Aufschrei“ verstanden wissen. Als Protest gegen die „Zerstörung“ der Heiligen Schrift, die eine „volkskirchliche Wüste“ hinterlassen habe. Steht es wirklich so schlecht um die Theologie?

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Kauffmann, Franz Eugen Schlachter Biographie

Kauffmann Schlachter Biographie

Wenn Sie – wie ich – Leser der Schlachter-Bibel sind, dann werden Sie sich wahrscheinlich auch früher oder später fragen: Wer ist eigentlich dieser Mann, nach dem ‚meine‘ Bibel benannt ist?

Karl-Hermann Kauffmann hat uns den wertvollen Dienst erwiesen, die heute noch zur Verfügung stehenden Informationen über Franz Eugen Schlachter zusammenzutragen und zu einer Biographie zu verarbeiten. Strukturiert ist das Buch (über 150 Seiten) wie folgt:

 

 

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Franz-Eugen Schlachter (1859-1911) – Kurzportrait

Franz Eugen SchlachterFranz-Eugen Schlachter wurde als Sohn des Kaufmann Franz Joseph Schlachter am 28. Juli 1859 in Altkirch bei Mühlhausen (Elsass) geboren. Die Familie zog dann nach Basel um und Franz-Eugen Schlachter erhielt dort auch später das Bürgerrecht. Dort besuchte er auch die Volksschule und das Gymnasium. Nach der Konfirmation verließ er das Gymnasium um eine Lehre zu beginnen – vermutlich waren finanzielle Gründe ausschlaggebend. In dieser Zeit kam er in Berührung mit der Heiligungsbewegung unter Robert Pearsall Smith. Er lernte vermtl. einen kaufmännischen Beruf, aber auch von einer gewerblichen Lehre bzw. dem Glashandwerk wird berichtet.

1878 beginnt Franz-Eugen Schlachter in der Evangelischen Predigerschule in Basel seine theologische Ausbildung. In dieser Zeit war seine Hauptaufgabe das “Studium des Urtextes” der Bibel. Er las zeitweise das Neue Testament nur noch in Altgriechisch und ging das Alte Testament im hebräischen Text durch. 1882 schloss er die Schule mit dem Examen ab.

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