Schlagwort-Archive: Nachfolge

Dmitry, mein Bruder

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Das Gesicht in den verschränkten Armen bergend, gestützt auf den Knien saß er im Staub auf dem Boden. Noch ist der Eindruck frisch und die erbarmungslose Situation fügte seiner Seele tiefe Wunden zu. Wehrlos, entrechtet und jeder menschlichen Würde beraubt, hatte man ihn kurz zuvor in diesen Kerker geworfen und allein seiner Angst und Verzweiflung übereignet. Zunächst kauerte er auf der Erde, bald lag er auf seinem Angesicht, ging dann umher, um sich sogleich niederzuknien und wieder seinen Friedefürst zu finden, der alle Bitternis, alle Not und Vereinsamung wenden kann.

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Bibelverbrennungen

Bibelverbrennung
In den USA wurde ein Koran verbrannt und es richten sich die vergleichenden Blicke gegen die Bibelverbrennungen im Iran. Zum zweiten Mal wurde nun öffentlich, dass die iranische Regierung hunderte von Bibeln verbrennt. Solches findet allerdings nicht nur in den muslimischen Gebieten statt, sondern auch an demokratischen Orten wie Israel oder in Berlin.

Bereits in 2008 wurden in der israelischen Stadt Or Yehuda mehrere hundert Neue Testamente von orthodoxen Talmudschülern eingesammelt und anschließend aufgeschichtet und verbrannt. Die Bücher waren einige Tage zuvor von messianischen Juden in dem Ort verteilt worden.

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Christenverfolgung: „Schwerter über den Köpfen“

Sorrow-and-Blood-BookInformieren, beten, handeln: Ein neuer Sammelband über Christenverfolgung weltweit lädt dazu ein, sich mit dem komplexen Thema vertraut zu machen. „Sorrow and Blood“ („Leid und Blut“) beschreibt auf umfangreiche Weise die Situation von Christen in Bedrängnis.

Der komplett in Englisch gehaltene Band sammelt Beiträge von 62 Autoren aus 23 Ländern. Er bietet zunächst einen allgemeinen Überblick zur Thematik und erläutert anschließend, was die Bibel zum Leid der Christen zu sagen hat. Im umfangsreichsten Abschnitt folgen Einzelstudien zu Personen und Ländern. Das Buch schließt mit einer Hilfestellung, wie Christen der Verfolgung begegnen können sowie mit Hinweisen zu ergänzenden Informationen.

Es ist ein ambitioniertes Projekt, das sich die Herausgeber, die drei zentralen Kommissionen der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), vorgenommen haben. Die Kommissionen für Mission, für Religionsfreiheit und die Theologische Kommission haben einen Band vorgelegt, der eine große Bandbreite abdeckt, mit der Beschreibung von Einzelschicksalen berührt, das Phänomen der Christenverfolgung theologisch bedenkt und auch die Selbstkritik nicht vergisst.

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Penner, Im Schatten des Kreuzes

RB_Im_Schatten_des_Kreuzes_final.inddDas bereits in viele Sprachen übersetzte Standardwerk des 2010 an Krebs gestorbenen kanadischen Theologieprofessors Glenn M. Penner ‚Im Schatten des Kreuzes‘ ist nun auch in deutscher Sprache erschienen. Es wird von Hochschulen weltweit in der Theologenausbildung eingesetzt.

Glenn M. Penner widmet sich in seiner umfassenden Studie einem oft verdrängten Thema: dem Verhältnis von Verfolgung, Leid und echter Christusnachfolge. Hierfür untersucht er ausgewählte Texte der gesamten Bibel – von den fünf Büchern Mose bis zur Offenbarung des Johannes. Außerdem zeigt er, dass es bereits in der Bibel viele verfolgte Menschen gab und dass Gott selbst ein leidender Gott ist. Doch Leid und Verfolgung haben nicht das letzte Wort, sondern Christen dürfen auf ein besseres Leben hoffen, auf die Ewigkeit.

Das Buch ist der erste Band der neuen ‚Edition Märtyrerkirche‘, die die Hilfsaktion Märtyrerkirche (Uhldingen) im SCM Brockhaus Verlag herausgibt.
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Mordanschlag auf christlichen Asylbewerber

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Ein afghanischer Asylbewerber, der aus Sicherheitsgründen nur „Ali“ genannt werden darf, wurde am 26. August 2011 von muslimischen Afghanen in seiner Aufnahmeeinrichtung in Ha (Region Jaeren, Norwegen) mit kochendem Wasser verbrüht und danach sein Zimmer verwüstet. Als seine Landsleute während des islamischen Fastenmonats Ramadan bemerkten, dass er die Fastenregeln nicht einhielt, begann sein Martyrium. Er erzählt hierzu:

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Was der Mensch sät, das wird er ernten!

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»Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.« – Galater 6:1-4

»Was der Mensch sät, das wird er ernten!« Dieses Bibelwort wird besonders verständlich, wenn wir uns nur die vier Worte bewusst machen: Das – wird – er – ernten! Dieses Grundgesetz gilt nicht für Gottlose, sondern auch für Gläubige!

»Was der Mensch sät, (1) das (2) wird (3) er (4) ernten!«

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Vom Baum und seinen Früchten

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“Es gibt keinen guten Baum, der faule Frucht trägt, und keinen faulen Baum, der gute Frucht trägt. Denn jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Man pflückt ja nicht Feigen von den Dornen, auch liest man nicht Trauben von den Hecken. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser bringt Böses hervor aus dem bösen. Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. Was nennt ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?” (Lukas 6,43-46)

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Mob ermordet Frau und Kinder eines Christen

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Wie erst jetzt bekannt wurde, hat ein muslimischer Mob am 21. Juni 2010 Frau und vier Kinder eines pakistanischen Christen ermordet. Jamshed Masih war erst kürzlich als Polizeioffizier von Gujrat ins 50 Kilometer entfernte Jhelum in der Provinz Punjab versetzt worden. Er war von dem örtlichen muslimischen geistlichen Führer Maulana Mahfooz Khan aufgefordert worden, die vorwiegend muslimisch bewohnte Kolonie zu verlassen.
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Tochter misshandelt, weil sie Christin ist

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Nurta Mohamed Farad gibt nicht auf. Trotz all der Schmerzen, die ihre Eltern ihr zufügen. Die 17-jährige Somalierin aus der Ortschaft Bardher (Region Gedo) ist Christin geworden. Dafür hat die junge Frau den Islam verlassen, was in ihrer ostafrikanischen Heimat Somalia als todeswürdiges Verbrechen gilt. Seit Mitte Mai wissen ihre muslimischen Eltern, dass Nurta Jesus Christus nachfolgt und eine Hausgemeinde besucht. Damit hat sie nach islamischem Verständnis die Ehre der Familie beschmutzt. Zunächst versuchten die Eltern, den neuen Glauben aus Nurta herauszuprügeln. Doch weil sie trotz der Schläge nicht zum Islam zurückkehren will, ketten ihre Eltern sie seit einem Monat tagsüber an einen Baum. Nachts ist sie in einem kleinen, dunklen Raum eingesperrt.
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Berhane, Mein Lied klingt aus der Nacht

Mein_Lied_EritreaAls „Weckruf an die profillose Christenheit in Deutschland“ betrachtet der Leiter der Menschenrechtsorganisation „Hilfsaktion Märtyrerkirche“, Manfred Müller, Berichte über den Bekennermut von Christen in dem ostafrikanischen Land Eritrea.

„Was uns westlichen Christen naiv erscheint, könnte auch normal sein, nämlich eine konsequente Christus-Nachfolge ohne Netz und doppelten Boden“, sagte Müller bei der Vorstellung der Biographie der eritreischen Sängerin Helen Berhane am 17. Juni in Stuttgart. Unter dem Titel „Mein Lied klingt aus der Nacht“ (Brunnen Verlag Gießen) beschreibt die heute 36-Jährige, die der pfingstlerischen Rema-Kirche angehörte, warum sie in ihrer Heimat 30 Monate lang ohne Anklage eingesperrt war. Vor Journalisten erläuterte sie, dass die neomarxistischen Machthaber es nicht ertragen könnten, dass Jesus Christus als höchste Autorität verkündigt werde.

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Glaubenstreue und Bekennermut in der Schule

buddhastatuenIn Ländern, in denen Christen eine Minderheit sind und das Bekenntnis zu Jesus Christus zu erheblichen Nachteilen führen kann, sind Christen täglich herausgefordert, ihren Glauben nicht zu verleugnen. Ihnen ist bewusst, dass Bekennermut harte Folgen haben kann. Auf einem Seminar für Jugendliche von Open Doors erzählte die 19-jährige Nina* ihre Geschichte.

Nina lebt in einem asiatischen Land*, in dem der Buddhismus die Religion der Mehrheitsbevölkerung ist. Christen stehen unter Beobachtung. Ihr Vater dient in der Armee, die Mutter ist Christin. Daheim hört sie immer wieder biblische Geschichten und kann ihren Glauben frei leben. Doch in der Schule ist sie harten Bewährungsproben ausgesetzt. Nina ist sehr begabt und wurde für den jährlichen Schülerwettstreit verschiedener Oberschulen im Bereich Naturwissenschaften ausgewählt. Die Entscheidung, sie ins Schulteam aufzunehmen, war eine hohe Auszeichnung für die junge Frau. Sogar die Regierung sponsert die Veranstaltung.

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Glaubenstreue und Bekennermut in Eritrea

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John Wolde, Paul Kiros und Peter Selam aus Eritrea leben heute in einem anderen Land. Die Männer wurden während ihres Wehrdienstes eingesperrt, weil sie sich im Militärlager heimlich mit anderen Christen zu Gebetstreffen versammelt hatten. Gegen sie wurde – wie bei Verhaftungen von Mitgliedern von „Untergrundgemeinden“ in Eritrea üblich – weder offiziell Anklage erhoben, noch ein Verfahren eröffnet. Auch hatten sie keinen Rechtsbeistand sowie Kontakt zur Außenwelt, etwa zu ihren Familien. Rund 1.500 Christen sind aufgrund ihres Glaubens in Militärlagern, unterirdischen Zellen und Frachtcontainern eingesperrt, berichteten einheimische Kirchenleiter dem Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors. Dort sind die Häftlinge Folter und Misshandlung ausgesetzt.

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Kim, Ein Leben ist kostbarer als die ganze Welt

Kim Ein Leben ist kostbarer„Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.“ – Philipper 2:5-11

Dass der Höchste sich selbst entäußerte, sich bis ins Grab erniedrigte und wir ebenso gesinnt sein sollen ist sicher eine der größten Herausforderungen unseres christlichen Lebens. Wie so etwas ganz praktisch aussehen kann lesen wir im Buch über Pastor Kim, der trotz seiner guten Ausbildung in den Slums von Seoul lebte, den Menschen dort selbstlos diente und dabei an seine Grenzen ging. So arbeitete er zeitweilig gar als Müllsammler und das ganz freiwillig, weil er seinen Nachbarn ein Vorbild sein und aufzeigen wollte, auf welchem Weg sie selbstständiger leben können.

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Gott ist in den Schwachen mächtig

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Maheen* ist eine Christin muslimischer Herkunft und daher dem Regime im Iran ein Dorn im Auge. Ihr „Abfall“ vom Islam ist in den Augen der Führer des Landes ein Verbrechen. Nur im Verborgenen kann sie ihren Glauben an Jesus leben. Maheen fürchtete die Folgen einer Entdeckung, denn von anderen Christen weiß sie, wie hart und grausam die Verhöre durch die Geheimpolizei sein können. Doch eines Tages traf es auch sie. Sie wurde festgenommen. Aber dann geschah etwas Unerwartetes.

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