Vatermord und der Untergang des Mannes

»Das 20. Jahrhundert kann man als ein Zeitalter des Vatermordes nennen. Vatermord und der Untergang des Mannes als Folge sind Ursachen jener radikalen Krise des Christentums, die wir beklagen, aber theologisch gar nicht verarbeitet haben. Jesus lehrte uns den ‚Vater im Himmel‘, und er selbst wusste sich als der Sohn Gottes eins mit seinem himmlischen Vater … Statt dem allmächtigen Vater wollten kindisch Gewordene lieber einen ‚Daddy‘ in ‚einer tollen Session‘ preisen. Und Friedrich Nietzsche schrieb vor hundert Jahren: „Der Männer sind wenige: darum vermännlichen sie ihre Weiber.“ Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen und sich nicht als Mutter, sondern als Vater im Himmel geoffenbart.«

– Theologieprofessor Dr. Huntemann in ideaSpektrum 32/1999