Vatikan glaubt an Allah

vatikan_muslime„Without ignoring or downplaying our differences as Christians and Muslims, we can and therefore should look to what unites us, namely, belief in the one God, the provident Creator and universal Judge who at the end of time will deal with each person according to his or her actions. We are all called to commit ourselves totally to him and to obey his sacred will.“ – Vatican to the Muslim World, Nov 2007

„Wir sollten auf das blicken, was uns vereint, den Glauben an den einen Gott.“ Das antwortete Kardinal Bertone, Außenminister im Vatikan, im Namen des Papstes dem Prinzen in Amman, Jordanien. Zuvor hatten sich etwa 140 muslimische Führer in einem Schreiben an den Papst gewandt und zu einem interreligiösen Dialog eingeladen. Die Korrespondenz ist aus dem Jahr 2007 und wurde nun bei Wikileaks veröffentlicht.

Damit bestätigt der Kardinal die katholische Lehre, wie sie im Katechismus unter Paragraph 841 zu finden ist: „Die Heilsabsicht umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslime.“ Ausdruck findet der Synkretismus zum Beispiel im Friedensgebet der Religionen in der italienischen Stadt Assisi. Nachdem die Treffen bisher in den Jahren 1986 und 2002 auf Einladung von Papst Johannes Paul II. stattfanden, hat der Papst im Jahr 2011 wieder dazu eingeladen.

Über den Weg der Ökumene sind auch die Evangelikalen betroffen. So betont der ökumenische Verhaltens-Kodex „Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt“ sowohl gegenseitigen Respekt und Solidarität als auch die gewünschte interreligiöse Zusammenarbeit. In der Begründung geht die katholische Kirche einen Schritt weiter, der dreieinige Gott der Christen und der Allah der Muslime sei derselbe Schöpfer. Eine Stellungnahme von der evangelischen Kirche liegt bisher nicht vor.

Aus Deutschland und den USA wird zunehmend von einer neuen Religion, dem Chrislam, berichtet. In den Kirchen liegt der Koran neben der Bibel und Pfarrer beten und predigen zusammen mit Muslimen. Aus Herten berichtet eine Mutter, im Einschulungsgottesdienst ihrer Tochter habe ein Imam Suren aus dem Koran gesungen und eine Türkin Koranverse zitiert.

Die Muslime glauben an Allah, an Mohammed als ihren Propheten und an den Koran als das geoffenbarte Wort Gottes. Nach ihrem Glauben ist Jesus Christus nicht Sohn Gottes sondern Prophet. Nicht Jesus selbst, sondern ein ihm ähnlicher sei am Kreuz gestorben. Für die Muslime ist die Bibel mit der Zeit verfälscht worden und insofern nicht mehr gültig.

– Quelle: wikileaks, distomos; BILD: wissenrockt.de