Verfolgung in Indien – Francis Chan


Pastor brutal zusammengeschlagen

Die Angst, verprügelt und getötet zu werden, begleitete Pastor Ramesh Devda aus Indien schon lange. Seit elf Jahren gehört der 30-Jährige zum Leitungskreis der „Christian Reformed Fellowship of India“ im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh. Er kümmert sich um christliche Gemeinden in Chikklia, Bhajidongra und Dhadhniay. Kein ungefährlicher Dienst. Denn Madhya Pradesh gehört zu den Brennpunkten der Christenverfolgung in Indien.

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Anfang April wurden seine Befürchtungen Realität. „Sie hatten große Bambusstöcke und Schläger bei sich“, erzählte er. Mit seinem Motorrad, hinter ihm saßen seine zwei kleinen Söhne, war er gerade auf dem Weg zu einem Gebetstreffen nach Chikklia. Plötzlich rasten zwei Motorräder an ihm vorbei und versperrten den Weg. Pastor Devda musste absteigen. „Es waren Hindu-Extremisten. Sie fingen an, auf mich einzuschlagen. Sie schrien und plötzlich eilten drei weitere Männer herbei. Auch sie griffen mich an.“ (Foto: Ramesh Devda nach dem Angriff/Compass Direct)

Todesdrohung gegen Pastor

Der zehnjährige Elias und sein achtjähriger Bruder Shimon mussten mit ansehen, wie der Vater bis zur Bewusstlosigkeit zusammengeschlagen wurde. Sie schrien und weinten. Auch Elias wurde am Bein verletzt. „Die Männer waren betrunken und so wütend auf mich. Sie drohten damit, mich umzubringen, wenn ich in dieser Gegend bleibe“, sagte Devda nach dem Angriff. Einige Passanten eilten herbei. Örtliche Christen riefen einen Krankenwagen, der den Pastor in eine Klinik brachte. Devda würde die Täter wieder erkennen, doch aus Angst vor Vergeltung hat er keine Anzeige erstattet. Erst kürzlich haben Hindu-Extremisten einen Pastorenkollegen aus Rajasthan brutal angegriffen. Auch er war lieber nicht zur Polizei gegangen.

– Quelle: Open Doors