Volk, Was lernen unsere Kinder?

Was_lernen_KinderSind die heutigen Schulsysteme und deren Erziehungsziele eine Gefahr für unsere Kinder? Dieser Frage geht Axel Volk, Vater von 4 Kindern und Lehrer einer christlichen Bekenntnisschule, in seinem Buch, das auf einem Vortrag anlässlich einer Familienkonferenz basiert und eine bibeltreue Ausrichtung hat, nach.

Nach einem kurzen biblischen Einstieg, nennt er zunächst die Probleme, die es an fast allen Schulen gibt (Gewalt, Drogen, Medienkonsum, Leistung) und zeigt auf, wie versucht wird, diese in den Griff zu bekommen. Es folgen eigene Anregungen und Überlegungen.

Dann zeigt er die Fundamente unserer heutigen Kultur (Humanismus, Aufklärung, Emanzipation) auf und macht deutlich, wie diese in die pädagogische Arbeit an deutschen Schulen einfließen. Beispiele dafür sind etwa die Stellung zu Autorität(en), das allgemeine Toleranzdenken oder die Frage nach absoluter Wahrheit. Der Autor stellt das dahinter stehende Welt- und Menschenbild dem der Bibel gegenüber und kommt zu dem Schluss, dass hier tatsächlich Gefahren für unsere Kinder vorliegen.

Volk bezieht Stellung zu verschieden pädagogischen Methoden und Inhalten. So hält er es für die Entwicklung von Kindern für ungünstig, wenn sie bis in hohe Klassenstufen nur unter Gleichaltrigen sind. Sehr interessant sind seine Ausführungen zum Thema „Pubertät“. Er leugnet natürlich nicht, dass in dieser Zeit körperliche und seelische Veränderungen stattfinden, hält es aber, wie auch Einblicke in andere Kulturen zeigen, für einen Mythos, dass ein überzogenes rebellisches „über die Stränge schlagen“ unvermeidbar sei. Dieses habe seine Ursachen in der Erziehung (Eltern, Schule, Medien) und den damit zusammenhängenden Ideologien (alles hinterfragen, sich keinen Autoritäten unterordnen).

Am Ende diskutiert Volk, welche Auswege es für christliche Eltern geben kann und versucht eine Antwort zu geben. Hier spricht er über Homeschooling, christliche Bekenntnisschulen und andere alternative Angebote. Es zeigt sich, dass es kein Patentrezept gibt. Dennoch ist die Lage nicht völlig aussichtslos und man hat mehrere Möglichkeiten als Eltern die Kinder pädagogisch positiv zu begleiten.

Im Anhang geht der Autor noch kurz auf andere alternative Schulformen (Waldorf, Montessori, Jenaplan) ein. Waldorf-Pädagogik lehnt er klar ab; die Pädagogik nach Montessori sieht er zwar weniger gefährlich, hat aber doch einige kritische Anfragen, was das Menschenbild und dessen Vereinbarung mit der Bibel betrifft an dieses Konzept. Den Jenaplan befürwortet Volk.

Das wirklich zu empfehlende Büchlein zeigt, wie wichtig es ist, sich über die Wurzeln unserer Schulsysteme im Klaren zu sein. Echte „Aufklärung“ tut hier not. Noch wichtiger ist es, viel Liebe und Zeit in unsere Kinder zu investieren, sie zu begleiten und nach biblischem Menschenbild zu erziehen. Das kann keine Schule leisten. Auch die Gründung von Bekenntnisschulen, kann für größere Gemeinden eine mögliche Option sein.

Sebastian Gruner (Erlbach-Kirchberg)