Von der Kunst des Kämpfens in der Gemeinde

„Dieses Gebot vertraue ich dir an …, damit du … den guten Kampf kämpfst, indem du den Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst.“ – 1 Timotheus 1,18f.

Paulus hat viel über den christlichen Glauben gepredigt und gelehrt. Es sind Gemeinden entstanden und Mitarbeiter haben geholfen. Mit einigen von ihnen hat Paulus besonders viel Zeit verbracht. Timotheus war ein treuer Begleiter und hat viel von Paulus gelernt.

Zur Abwehr von Irrlehren und zur Gemeindeleitung ist Timotheus damals in Ephesus geblieben. Paulus hat ihn damit beauftragt, dort für das Evangelium zu kämpfen. Er soll:

  • den christlichen Glauben bewahren
    • für sich selbst und
    • für die anderen
  • ein gutes Gewissen bewahren

„Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre!“ war das erste Gebot an Timotheus. (4,16) Wenn wir selbst verführt werden, wie können wir dann andere vor der Verführung bewahren?

„Sei bedacht auf das Vorlesen, das Ermahnen und das Lehren!“ (4,13) Timotheus soll einfach genau das Evangelium weitergeben, was er selbst empfangen hat. Wir sollen Bibellehrer sein.

Und nun wird es richtig schwierig: „Gebiete gewissen Leuten, keine fremden Lehren zu verbreiten!“ (1,3) Paulus nennt sogar zwei Namen, Hymenäus und Alexander. (1,20) Timotheus soll sie konfrontieren. Später schreibt Paulus: „Die, welche sündigen, weise zurecht vor allen, damit sich auch die anderen fürchten.“ (5,20) Dafür brauchen wir Mut, Weisheit und viel Liebe!

Wichtig ist, dass wir uns – wie Timotheus – ein reines Gewissen bewahren. Haben wir uns etwas vorzuwerfen? Leben wir in aktiver Sünde? Oder sind wir faul und bequem und leben in der Sünde der Unterlassung? Sind wir untätig und schweigen wir, obwohl wir hätten handeln oder reden sollen? Dann haben wir kein reines Gewissen mehr. „Das Endziel des Gebotes aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.“ (1,5)

Der christliche Dienst in der Gemeinde ist nicht einfach. Er ist ein – guter – Kampf. Er erfordert Anstrengung und bringt Schmerzen mit sich, auch Erschöpfung. Er ist eine schwierige Kunst, die erlernt werden muss. Doch ist er auch eine „vortreffliche Tätigkeit“. (3,1)

Gott wird dabei helfen!