Was tatsächlich gut für mich ist

„Es ist gut für mich, dass ich gedemütigt wurde, damit ich deine Anweisungen lerne.“

– Psalm 119,71

Der moderne Mensch strebt nach Selbstverwirklichung. Auf allen Kanälen werden uns Helden präsentiert, die erfolgreich ihren Weg gehen. Olympia-Sieger, die ihr Leben dem Sport geopfert haben, um von den Menschen umjubelt zu werden. Politiker, die in Verhandlungen und Interviews ihren Machthunger stillen. Superreiche, die mit ihrem Geld machen können was sie wollen.

Genau so will jeder Mensch seinen eigenen Weg gehen. Der Gottlose fragt soundso nicht nach dem Willen Gottes. Der Christ, im negativen Fall, fragt Gott aber auch nicht. Er geht seinen Weg in christlichen Kleidern und das Gute, das er tut, lässt er sich im Nachhinein von Gott absegnen.

Und dann kommt das, was der Mensch nicht erwartet. Eine Krankheit zum Beispiel. Der Grippevirus fesselt ihn ans Bett. Er will aufstehen, kann aber nicht. Gott kennt viele Wege zur Demut:

(1) Probleme, die unsere Hilflosigkeit offenbaren;
(2) Befehle, die unsere Ich-Bezogenheit offenbaren;
(3) Konsequenzen, die unsere Sünden offenbaren und
(4) Wege, die wir nicht begreifen, um unsere Begrenztheit zu offenbaren.

Solche Erfahrungen sind nicht schön, aber sie sind gut für uns. Wir lernen Demut. Und dann erst, wenn wir wirklich demütig und abhängig sind von Gott, dann kann Gott uns gebrauchen. Und noch etwas: Erst dann finden wir Ruhe. Wir hören auf, nichtige Ziele zu verfolgen. Wir befreien uns von der Illusion, wir hätten unser Leben im Griff.

Legen wir unser Leben doch völlig in Gottes Hand.