Zum Adoptionsrecht der Homosexuellen

Adoption

Es sind Tage der Trübsal, die über die deutsche Familienpolitik hereinbrechen: Sie ist gescheitert. Die gesellschaftliche Struktur und Richtung gilt seit der Wiedervereinigung als extrem gefährdet. Das liegt nicht zuletzt an Richtern, die über ihre Befähigung hinaus entscheiden, dass Kinder homosexuellen Lebensgemeinschaften in Zukunft angetragen, ja anvertraut werden sollen. Mich erzürnt vor allem die Verlogenheit der Medien im Umgang mit dem Recht zur Adoption. Ich bitte Sie als Leser: Überprüfen Sie mal den folgenden Link des nächsten Absatzes und schauen sie es sich selbst an.

Die “Zeit” titelt groß: “Das Adoptionsverbot für Homosexuelle ist absurd”. In diesem Artikel meint der Autor großspurig, dass “die meisten Deutschen es richtig fänden, wenn Homosexuelle Kinder adoptieren dürften.” Dies habe eine Befragung des Sterns ergeben, deren Link sie gerne auf ihrer Seite (in demselben Absatz) teilen. Nun lese ich als misstrauischer Bürger gegenüber der Existenz von Gehirn und Verstand im deutschen Volkstum den Artikel des Sterns, weil ich es gar nicht glauben konnte, dass überhaupt irgendwer das gut findet, dass Homosexuelle Kinder adoptieren dürfen und prompt finde ich die Antwort: Der Artikel behandelt gar nicht das Thema “Adoptionsrecht für Homosexuelle”, sondern das Ehegattensplitting. Die “Zeit” lügt den Leser einfach direkt an.

Es tut mir Leid, wenn ich an die Homolobby schreiben muss: Ihr seid gut, aber bescheißen könnt ihr uns nicht. Die Medien sind verseucht von Lügen und wollen Deutschland weismachen, dass alle einfach dafür sind, wenn Homosexuelle Kinder adoptieren. Dies ist nicht der Fall! Die wenigsten Deutschen finden es gut, wenn zwei Männer das Wohl eines Kindes angetragen werden oder fühlen zumindest Unbehagen demgegenüber. Das geht zum Beispiel aus den Leserkommentaren zu etwaigen Artikeln hervor, wo jemand schreibt:

“Muss man eigentlich alles tolerieren? Muss man aus ethischen Gründen das Adoptionsrecht auch gleichgeschlechtlichen Paaren zugestehen? Sollten homosexuelle Männerpaare das Recht bekommen, Kinder zu adoptieren? Man wird doch anzweifeln dürfen ob es bei Beantwortung dieser Frage allein um die Beurteilung des Kindeswohls geht – was das einzige Kriterium für eine solche Gesetzesvorlage sein muss.”

Es mag ja sein, dass die Vorbehalte gegenüber den 90er Jahren gesunken sind, doch die Mehrheit der Deutschen findet, dass ein Kind beide Eltern braucht. Dagegen wird gehalten, dass man dann ja alle bestrafen müsste, die nur mit einer alleinerziehenden Mutter aufwachsen: stimmt. Eigentlich sollten die Eltern, die ihren Egoismus und ihre Selbstbestimmung über die des Kindes stellen, bestraft werden. Immerhin gibt es bei den Ärzten noch die ICD-Diagnose “Scheidungskind” als Krankheitsbild. Warum? Weil eine Scheidung an einem Kind einfach so vorübergeht, ohne es zu tangieren? Bestimmt nicht. Nur ist eine Strafe bei dem Ausmaß dieser familiären Tragödien nicht mehr praktikabel.

Ich bin immens traurig darüber, dass ein paar Menschen in unserem Land es als politisch korrekt verstehen, wenn Homosexuelle auf einmal alles dürfen, was Heterosexuelle dürfen. Die Tragweite ist größer als wir uns das vorstellen können. Es geht vielmehr um die grundlegende Frage: Darf der Einzelne sein Recht auf Selbstbestimmung über das eines Unmündigen stellen? Diese Frage wird implizit beantwortet durch dieses Gerichtsurteil und andere ähnliche: Ja. Wir dürfen töten, adoptieren, selektieren und importieren, solange es meinem Wohl dient. Denn meinem Wohl darf die Gesellschaft nicht widersprechen, sonst befindet sie sich außerhalb des Rahmens von politischer Korrektheit.

Damit wird konsequent ignoriert, was das “Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft” zu dem Thema sagt. Sie werfen der bekanntesten Studie – von Frau Zypries in Auftrag gegeben – bewusst Manipulation vor: Während Zitate lesbischer Mütter ausgedehnt Platz finden, werden die Aussagen von Kindern bewusst gekürzt; von der Auswahl der Stichproben bis hin zum Verletzen wissenschaftlicher Regeln wie Objektivität oder Reliabilität. Und als Schlusssatz unter ihr Plädoyer für eine Vater-Mutter-Familie steht: “Genau diesen Eindruck wird man beim Lesen der Studie nicht los: dass es eben doch um die gesellschaftliche Anerkennung homosexueller Lebensweisen geht und nicht um das Wohl des Kindes.”

Warum wird so dreist gelogen, wenn es um Gesellschaft und Homosexualität geht? Weil hinter der Diskussion nicht die Kräfte Homosexueller stecken, sondern die Urfrage des Menschen: Wieviel Selbstbestimmung darf es sein? Herr über Leben und Tod, en détail. Das ist der Kern der Botschaft einer Gesellschaft, die von der Präambel des Grundgesetzes so weit weggedriftet ist wie das Nazireich von der Nächstenliebe. Ja, dieser Satz ist politisch inkorrekt. Und das ist gut so.

– Quelle: soulsaver // Bild: ©pixelio/Andreas Müller