Zwangsabtreibung im siebten Monat

Feng_Jianmei

Feng Jianmei ist 23 Jahre alt. Neben ihr liegt ein 7 Monate alter Fötus – tot. Seit einigen Tagen verbreitet sich dieses Bild in ganz China und nun in der ganzen Welt. Es ist ein zutiefst erschütternder Anblick, dieses Bild bringt eine Abartigkeit, Grausamkeit und Unmenschlichkeit ans Tageslicht, das einem die Worte im Hals steckenbleiben lässt. Jianmei hat schon eine Tochter – aber ihr fehlen 5000€. Diese Kombination ist gefährlich in China.

Am 2. Juni wurde Jianmei zuhause von Beamten „abgeholt“ während ihr Mann bei der Arbeit war. Sie wird in ein Krankenhaus gebracht. Als ihr Mann Jiyuan davon erfährt eilt er ihr hinterher – aber ihm wird verweigert seine Frau zu sehen.

In China gilt die Ein-Kind-Politik. Wer ein zweites Kind zur Welt bringt muss Strafe zahlen. Zwangsabtreibungen sind in China heute eigentlich verboten. Was nach dem Start dieser Politik in den 80ziger Jahren noch an der Tagesordnung war geschieht heute seltener. Der Fall von Feng Jianmei dürfte eigentlich nicht passieren – aber er ist passiert. Wenn eine Region eine zu hohe Geburtsquote hat bekommt sie Probleme von der Regierung. Man wird herabgestuft und muss „Maßnahmen“ ergreifen um nicht Nachteile zu bekommen. Die Beamten von Jianmeis Region haben daher diesen Monat eine „Kampagne“ gestartet, um durch Zwangsabtreibung die Quote zu drücken.

Im Krankenhaus wird Jianmei aufgefordert die Strafzahlung von 5000€ für ihr zweites Kind zu zahlen. Es wäre eine zweite Tochter geworden. Da sie nicht zahlen konnte, wurde in das Gehirn ihres Kindes ein Gift injeziert. „Ich spürte wie das Baby in mir die ganze Zeit herumsprang – aber dann bewegte sie sich nicht mehr.“

Jianmei erleidete bis in die frühen Morgenstunde des 4.Juni schmerzvolle Kontraktionen. Sie musste ihr totes Kind ohne Betäubung zur Welt bringen. „Es war viel schmerzhafter als meine erste Geburt. Das Baby war leblos, sie war überall lila und blau.“

Als ihr Mann dann zu ihr durfte, selbst von Schmerz zerrissen, will seine Frau ein Messer auf sich selbst richten. Die christliche Organisation „All Girls Allowed“, die gegen die Ein-Kind-Politik kämpft, kann sie später besuchen und ihr Trost und Gebet zusprechen. Ling, eine Mitarbeiterin von „All Girls Allowed“ ruft die Welt dazu auf:

„Jeder, der in der Position ist handeln zu können – die chinesische Regierung, Botschaften in Peking, die U.S. Regierung – müssen verurteilen was Feng Jianmei angetan wurde und andere Frauen vor Zwangsabtreibung bewahren. President Hu Jintao sagt, dass Zwangsabtreibungen in China nicht passieren, aber die Geschichte dieser Familie zeigt uns, dass es doch passiert. China darf nicht weiter zusehen bei der Gewalt, die seinen weiblichen Bürgern angetan wird durch die Familien-Planungs-Beamten. Genug ist genug. China muss die Ein-Kind-Politik und Zwangsabtreibung beenden. Ich bete, dass sie es tun – in Jesu Namen.”

Feng_Jianmei_Abortion

Immerhin hat die Regierung mittlerweile auf die Empörung reagiert und eine Untersuchung in dem Fall eingeleitet und der Bürgermeister hat sich bei Jianmei entschuldigt. Das soll den Ärger in der Bevölkerung über diese Politik besänftigen.

Was in diesen Tagen passiert ist (welche Fälle nicht an unsere Öffentlichkeit gelangen wissen wir nicht) zeigt jedenfalls wohin wir kommen und zu welchen Abartigkeiten wir fähig werden, wenn wir das Leben, was Gott uns gegeben hat verachten. Wir verachten damit letztlich Gott selber und entfernen uns immer mehr von dem guten Bild Gottes, in dem wir geschaffen sind. Wir laden uns als Völker, ja als ganze Menschheit eine große Schuld auf – Gott ist der Anwalt dieser Kinder.

– Quelle: soulsaver

 

Zwangsabtreibung sorgt für Empörung

Im US-Staat Massachusetts wurde eine 32jährige Frau zur Abtreibung und Sterilisation gezwungen, so das wöchentliche Mitteilungsblatt des „Population Research Council“ vom 25. Januar 2012. Mary Moe, so der Name der Betroffenen, leidet an Schizophrenie und ist manisch-depressiv (Bipolare Störung). Da man sich deshalb um das Wohl des Kindes Sorgen machte, empfohlen die Ärzte eine Abtreibung, der die Eltern zustimmten. Mary Moe wollte das Kind behalten. Sie ist katholisch und gegen Abtreibung.

Ärzte und Eltern stellten eine Petition an die Justiz des Bundesstaates und bekamen daraufhin die Erlaubnis für die Abtreibung. Ausdrücklich wurde eine Abtreibung empfohlen! Die Entscheidung der Justiz erzeugte allgemeine Empörung und eine allgemeine Diskussion über die Behandlung bzw. das Selbstbestimmungsrecht von Menschen mit psychischen Erkrankungen.

– Quelle: Kultur und Medien