Schlagwort-Archive: Menschen

Mit Gott in der Hölle des ruandischen Völkermords

RuandaIch bin in einer christlichen Familie geboren und aufgewachsen. Meine Eltern waren von Ruanda nach Burundi und danach in den Kongo geflohen. Schon in den sechziger Jahren gab es politische Unruhen zwischen den sogenannten ethnischen Gruppen in meinem Land Ruanda. Tutsi wurden nach 1959 zu Tausenden von Hutu getötet und als Kakerlake oder Schlangen bezeichnet. Viele Tutsikinder durften nicht zur Schule gehen. So war ich in Burundi geboren, im Kongo aufgewachsen und habe in Ruanda im Dezember 1987 geheiratet.

Im Jahr 1990 begann für mich eine harte Zeit wegen der Ideologie des Völkermords gegen alle Tutsi in Ruanda. Bald nach meiner Hochzeit wurde mein Mann Charles mit anderen Intellektuellen ins Gefängnis geworfen. Nach fünfeinhalb Monaten wurde er befreit, aber er verlor seine Stelle, weil die so genannten extremistischen Hutu keine Tutsi mehr in der Fabrik haben wollten. Er musste fliehen, wir konnten uns nur manchmal heimlich treffen und 1994 wurde er ermordet – ich weiß nicht, wie.

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Wen kümmert’s – William Booth

Booth_VisionAls ich auf einer meiner Reisen aus dem fahrenden Zug schaute, kam ich ins Nachdenken über den Zustand der Menschen um mich herum. Sie lebten in der offensten und schamlosesten Auflehnung gegen Gott, ohne auch nur einen Gedanken an die Ewigkeit zu verschwenden. Während ich so aus dem Fenster schaute, sah ich sie alle vor mir: Millionen von Menschen, die dem Trunk und dem Vergnügen, dem Tanz und der Musik, ihren Geschäften und Ängsten, ihrer Politik und ihren Sorgen ergeben waren. Unwissend – in vielen Fällen willentlich unwissend – in anderen Fällen im vollen Bewusstsein der Wahrheit, eilten sie unaufhaltsam dem Gericht Gottes entgegen. Während ich mich damit in Gedanken beschäftigte, stand mir die Not der Verlorenen und der Zustand der Christenheit vor Augen.

Ich sah einen dunklen, sturmgepeitschten Ozean. Über ihm hingen schwarze, schwere Wolken, durch welche hin und wieder grelle Blitze zuckten und schwere Donner rollten, während der Wind heulte, die Wellen sich erhoben und schäumende Brecher einander ohne Pause folgten. In diesem Meer erkannte ich eine Unzahl von Menschen, die schreiend und kreischend dahintrieben und zeitweilig untertauchten. Sie fluchten und kreischten, kämpften gegen die See und waren dem Ertrinken nahe. Einige versanken, um nie wieder aufzutauchen. Ich sah aus diesem schwarzen Meer einen gewaltigen Felsen emporragen, dessen Gipfel hoch über die schwarzen Wolken reichte. Am Fuße des Felsens bemerkte ich eine ausgedehnte Plattform, die den Felsen von allen Seiten umgab. Auf dieser Plattform befanden sich zu meiner großen Freude einige dieser armen, verzweifelt kämpfenden Menschen, die aus dem Wasser gerettet wurden.

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Wilhelm Busch – Deutschlands erfolgreichster Prediger

Wilhelm_Busch

„Es kann sein, dass Sie heute abend friedlich ins Bett gehen und morgen früh in der Hölle aufwachen. Ich möchte Sie warnen!“

Verbale Zaunlatten zu schwingen und anderen an den Kopf zu knallen, das liebte Wilhelm Busch, der Essener Pastor und pietistische Evangelist. „Wir leben doch nicht im Mittelalter“, entgegneten darauf seine Kritiker. Derlei Höllen-Rhetorik sei schlicht, eifernd und nichts für moderne Menschen. Um so rätselhafter, dass nicht seine liberalen Kritiker, sondern der strenggläubige Busch mit seiner Predigtsammlung „Jesus unser Schicksal“ zum Auflagenstärksten gehört, was die christliche Literaturszene Deutschlands je hervorgebracht hat. Jüngst erschien die 42. Auflage, mit inzwischen 2,2 Millionen verkauften Exemplaren allein in Deutschland. Durch die 32 fremdsprachigen Ausgaben steigert sich die Gesamtauflage sogar auf geschätzte fünf Millionen. Was also ist das Geheimnis dieser 20 Predigten, die Busch zwischen 1958 und 1966 hielt?

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»Computerpastor« Manfred Priebe

Manfred_Priebe35 Jahre aktiv in der Gemeinde Marl – Mehr als 250 Evangelisationen gehalten

Herten Im Alter von 70 Jahren ist der baptistische „Computerpastor“ Manfred Priebe (Herten) am 21. Januar einem Krebsleiden erlegen. Er war vor allem durch seine im Internet veröffentlichen „Predigthilfen“ auch außerhalb seiner Freikirche bekannt geworden. Auf der Seite predigthilfen.de gab er Pastoren und ehrenamtlichen Verkündigern Tipps zur Illustration von Predigten. Mehr als eine Million Mal wurden Ansprachen mit Grafiken und Skizzen zur Veranschaulichung heruntergeladen. Diese Seite bleibt online, teilte seine Witwe Gerda Priebe inzwischen mit.

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Nick Vujicic – ein Licht in der Dunkelheit

Nick VujicicEin Leben ohne Hände, ohne Füße, ohne Sorge.

Lesen Sie im folgenden das bewegende Lebenszeugnis von Nick:

Ich bin ohne Hände und ohne Füße geboren, nur mit einem kleinen Fuß auf der linken Seite. Die Ärzte wissen nicht, woher dieses „Handikap“ kommt. Ich sollte gegen viele Schwierigkeiten kämpfen. Meine Eltern waren Christen und mein Vater war sogar ein Pastor unserer Gemeinde. Trotzdem, am 4. Dezember 1982 in Melbourne (Australien), wurde ihr Sohn ohne Hände und ohne Füße geboren. Die ganze Gemeinde hat nach meiner Geburt geweint und meine Eltern waren von Kummer niedergeschlagen. Jeder fragte sich: “Wenn Gott ein Gott der Liebe ist, warum lässt er eine solche grauenhafte Sache geschehen – nicht bei irgendwelchen Leuten, aber bei sehr engagierten Christen ?“

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Maryam und Marzieh berichten über ihre Zeit im Gefängnis

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Maryam Rostampour (29) und Marzieh Amirizadeh (32), beide Christinnen muslimischer Herkunft aus dem Iran, wurden im März 2009 verhaftet. 259 Tage lang waren sie in der Hauptstadt Teheran im berüchtigten Evin-Gefängnis eingesperrt. Am 18. November 2009 wurden sie entlassen. Ihnen drohte eine lebenslange Haftstrafe für ihren „Abfall“ vom Islam. Über Wochen waren die Frauen in Einzelhaft und mussten zahlreiche Verhöre durch Beamte und islamische Geistliche über sich ergehen lassen. Zudem wurden sie unter Druck gesetzt, dem christlichen Glauben abzusagen und zum Islam zurückzukehren.

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Weidensdörfer, Der Sieg ist Sein

703265Der Titel dieses Buches beschreibt genau das, was der Autor in den über sieben Jahrzehnten seines Lebens kontinuierlich erfahren durfte. Es ist unmöglich alle Inhalte des Buches auch nur anzureißen. Deshalb folgt lediglich eine schlaglichtartige Zusammenfassung.

Mitten im 2. Weltkrieg geboren und in den Nachkriegsjahren aufgewachsen, erlebte Dieter Weidensdörfer die DDR in allen Facetten. Zunächst beschreibt er seine Kindheit, auf die er trotz materiellen Mangels zufrieden zurückblick. Er wuchs in einer gläubigen Familie auf und erfuhr Geborgenheit und Liebe. In Bezug auf seine Bekehrung schreibt er, dass seine betende Mutter, das Fundament für die Lebensübergabe an Jesus legte. Immer wieder berichtet er auch über die Einbindung in die Gemeinde in Vielau.

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Vom Dunkel in Sein Licht

Dieses Bild ist von meinem Reisepass aus dem Jahr 1998. Ich hatte gerade eine Reise nach Kuba vor mir: Das billigste Kokain meines Lebens und spirituelle Erfahrungen, die meine Zukunft entscheidend beeinflussen sollten. Deutschland 2012 – Mein Leben kann man rückblickend als einen Mix aus Linker-Szene, Gangsterleben und viel viel Drogen vermischt mit okkulten Praktiken beschreiben. Wie passen diese Dinge zusammen?

Wie kommt ein junger Mann aus gutbürgerlichem Elternhaus zu so einem Leben? Es wäre schön, wenn ich die Schuld auf andere schieben könnte. Ich bin aber selber schuld! Mit 13 Jahren, von den „lieben Freunden“ gelangweilt, zog es mich raus auf die Straße! Saufen, Kiffen und immer in der ersten Reihe sein: Mich musste keiner verführen, ich war der geborene Verführer! Alles ging recht schnell: Stress mit Nazis, radikale Bücher (Bakunin, Kropotkin und Che). So kam ich in die linke Szene, war deutschlandweit unterwegs: Demos, Randale, wir waren die autonomen Antifas! Ich zog nach Berlin, und das radikale Denken durchdrang mich mehr und mehr.

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Wie ein Massenmörder Christ wurde

Kaing_Guek_EavIn Kambodscha ist der einstige Chef-Folterer der kommunistischen Roten Khmer, Kaing Guek Eav, genannt „Duch“, zu 35 Jahren Haft verurteilt worden.

Wegen bereits verbüßter Strafe und zu Unrecht erlittener Untersuchungshaft wird der 67-Jährige noch 19 Jahre absitzen müssen. Angehörige der mehr als 12.000 Opfer, für deren Tod Eav verantwortlich ist, zeigten sich empört und enttäuscht wegen des nach ihrer Ansicht zu milden Urteils. Vor dem Sondertribunal hatte Eav seine Untaten eingestanden und um Entschuldigung gebeten. Er war 1995 von dem kanadischen Missionar Christopher LaPel in Kambodscha zum Glauben an Jesus Christus geführt und getauft worden. LaPels Eltern und zwei Geschwister wurden von den Roten Khmer umgebracht.

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