Schlagwort-Archive: Menschen

Begegnungen mit atheistischen Kommunisten

Richard Wurmbrand wurde 1909 als vierter Sohn einer deutsch-jüdischen Zahnarztfamilie in Bukarest (Rumänien) geboren. 1918 starb sein Vater, und die Familie verarmte. Mit 16, sagte er später, sei er ein glühender Kommunist und Atheist gewesen. In den 30er Jahren versuchte Wurmbrand sein Glück als Geschäftsmann. Gerissen und nicht immer ehrlich brachte er es zu Wohlstand und beteiligte sich am ausgelassenen Leben der rumänischen Hauptstadt, das „Paris des Balkans“.

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Mit Gott in der Hölle des ruandischen Völkermords

RuandaIch bin in einer christlichen Familie geboren und aufgewachsen. Meine Eltern waren von Ruanda nach Burundi und danach in den Kongo geflohen. Schon in den sechziger Jahren gab es politische Unruhen zwischen den sogenannten ethnischen Gruppen in meinem Land Ruanda. Tutsi wurden nach 1959 zu Tausenden von Hutu getötet und als Kakerlake oder Schlangen bezeichnet. Viele Tutsikinder durften nicht zur Schule gehen. So war ich in Burundi geboren, im Kongo aufgewachsen und habe in Ruanda im Dezember 1987 geheiratet.

Im Jahr 1990 begann für mich eine harte Zeit wegen der Ideologie des Völkermords gegen alle Tutsi in Ruanda. Bald nach meiner Hochzeit wurde mein Mann Charles mit anderen Intellektuellen ins Gefängnis geworfen. Nach fünfeinhalb Monaten wurde er befreit, aber er verlor seine Stelle, weil die so genannten extremistischen Hutu keine Tutsi mehr in der Fabrik haben wollten. Er musste fliehen, wir konnten uns nur manchmal heimlich treffen und 1994 wurde er ermordet – ich weiß nicht, wie.

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Alister McGrath über Richard Dawkins

Alister_McGrath„Tun Sie nicht so, als wären Sie Gott, Professor Dawkins!“

„Er (Gott) ist ein »psychotischer Krimineller«, den verrückte und verwirrte Leute erfunden haben.“ Das ist eine von Richard Dawkins milderen Feststellungen. Dawkins, Professor an der Universität von Oxford, ist auf einem Kreuzzug. Ziel dieses Kreuzzuges ist es, die Welt von einem ihrer größten Übel zu befreien: Religion. „Wenn dieses Buch („Der Gotteswahn“) wirkt, wie ich es mir vorgestellt habe“, meint er, „dann werden religiöse Leser dieses Buch aufschlagen und es als Atheisten wieder bei Seite legen.“ Aber er gibt auch zu, dass dieses Ergebnis sehr unwahrscheinlich ist. „In der Wolle gefärbte Fromme sind immun gegen Argumente“, meint Dawkins.

Ich kenne Dawkins seit über 20 Jahren. Wir sind beide Professoren in Oxford. Wenn irgendeiner „immun gegen Argumente“ ist, dann ist er es. Er begegnet einem als dogmatischer und aggressiver Propagandist.

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Gespräche mit der „oberen Schar“

Wolken-Himmel

Jetzt habe ich, Johannes Busch, eine ganz persönliche und sehr herzliche Einladung. Wir wollen unser Stilles Gespräch hier in meinem Zimmer in Witten halten. Unterbrecht einmal eure Geschäftigkeit. Macht mir die Freude und nehmt euch wirklich einmal Zeit, zu mir in meine Studierstube hereinzukommen. Hier waren schon viele Leute zu stillem Gespräch. Jetzt möchte ich einmal euch alle hier haben.

Es ist sehr gemütlich in diesem Zimmer. Das haben schon viele empfunden, die bei mir zu Gast waren. Aber vielleicht erschreckt ihr, wenn euer Blick über die Wände hin gleitet. Rundum durch das ganze Zimmer läuft eine lange Reihe von Bildern. Wie ein Fries ziehen diese Bilder an den Wänden entlang. Dieser Fries beginnt vorn am Fenster, klettert über den ersten Bücherständer, geht über die Tür hinweg, umrahmt die übrigen Bücher, bis er wieder an der anderen Seite am Fenster ankommt. Erschreckt bitte nicht, es sind 117 Bilder.

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Wen kümmert’s – William Booth

Booth_VisionAls ich auf einer meiner Reisen aus dem fahrenden Zug schaute, kam ich ins Nachdenken über den Zustand der Menschen um mich herum. Sie lebten in der offensten und schamlosesten Auflehnung gegen Gott, ohne auch nur einen Gedanken an die Ewigkeit zu verschwenden. Während ich so aus dem Fenster schaute, sah ich sie alle vor mir: Millionen von Menschen, die dem Trunk und dem Vergnügen, dem Tanz und der Musik, ihren Geschäften und Ängsten, ihrer Politik und ihren Sorgen ergeben waren. Unwissend – in vielen Fällen willentlich unwissend – in anderen Fällen im vollen Bewusstsein der Wahrheit, eilten sie unaufhaltsam dem Gericht Gottes entgegen. Während ich mich damit in Gedanken beschäftigte, stand mir die Not der Verlorenen und der Zustand der Christenheit vor Augen.

Ich sah einen dunklen, sturmgepeitschten Ozean. Über ihm hingen schwarze, schwere Wolken, durch welche hin und wieder grelle Blitze zuckten und schwere Donner rollten, während der Wind heulte, die Wellen sich erhoben und schäumende Brecher einander ohne Pause folgten. In diesem Meer erkannte ich eine Unzahl von Menschen, die schreiend und kreischend dahintrieben und zeitweilig untertauchten. Sie fluchten und kreischten, kämpften gegen die See und waren dem Ertrinken nahe. Einige versanken, um nie wieder aufzutauchen. Ich sah aus diesem schwarzen Meer einen gewaltigen Felsen emporragen, dessen Gipfel hoch über die schwarzen Wolken reichte. Am Fuße des Felsens bemerkte ich eine ausgedehnte Plattform, die den Felsen von allen Seiten umgab. Auf dieser Plattform befanden sich zu meiner großen Freude einige dieser armen, verzweifelt kämpfenden Menschen, die aus dem Wasser gerettet wurden.

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General Jorge Da Cronha Vungulipi

gideonbibelIm Alter von neun Jahren war ich ein Kindersoldat und hatte bis dahin schon gelernt, mit tödlichen russischen Hochleistungswaffen umzugehen. Mit 15 war ich ein Scharfschütze und ein gnadenloser Vollstrecker. Als ich 16 Jahre alt war, wurde ich Armeeoffizier, und wurde eingeteilt, für vier Jahre an einem Militärtraining in Russland teilzunehmen. Danach verbrachte ich zwei Jahre in Kuba. Als ich in mein Land zurückkam, war ich voller neuer Ideen, die ich von den Idealisten der beiden kommunistischen Länder gelernt hatte.

Die radikalste und dramatischste von mir verübte Tat war, als ich einen evangelischen Pastor unter meiner Kontrolle hatte. Er war wegen Verrates gegen die Regierung und das Gesetz des Landes zum Tode verurteilt. Kurz vor seiner Hinrichtung fragte mich dieser Pastor, ob er für mich beten dürfte. Ich hatte nichts dagegen und erlaubte es ihm. Nach dem Gebet gab er mir eine Bibel von den Gideons und bat mich, Römer 10,20 zu lesen. Also las ich die Stelle, aber sie ergab für mich keinen Sinn. Ich wollte nur wieder auf meinen Auftrag zurückkommen und ihn hinrichten.

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Donald A. Carson

Donald Carson

Geboren 1946 in Französisch-Kanada wuchs Donald Arthur Carson zweisprachig auf und lernte früh von seinen Eltern, die ihm stets Vorbild waren. Sein Vater war Pastor und Vorbild im Gebet, seine Mutter Bibellehrerin mit Kenntnissen in Griechisch und Hebräisch. Seit 1975 ist er verheiratet mit Joy, sie haben zwei Kinder. Carson studierte 3 Jahre am Baptist Seminar in Toronto (MDiv) und promovierte 1975 in Cambridge (PhD) mit seiner Dissertation über die „Souveränität Gottes und menschliche Verantwortung“. Seitdem ist er vor allem Dozent für „Neues Testament“.

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John Piper

John Piper

Jesus Christus lehrt den Menschen das erste und größte Gebot: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. (Matth 22:37) Der Westminster-Katechismus lehrt an erster Stelle: „Das höchste Ziel des Menschen ist, Gott zu verherrlichen und sich für immer an Ihm zu erfreuen.“

John Piper, 1946 geboren, hat sich dieses Gebot zum Inhalt seines Dienstes gemacht. Er studierte am Fuller Theological Seminary (1968-71) und promovierte in München (1974). Seit 1980 ist er Pastor der Bethlehem Baptist Church in Minneapolis, Minnesota.

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Jim Elliot

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„Der ist kein Narr, der loslässt, was er nicht behalten kann,
damit er das gewinnt, was er nicht verlieren kann.“

Während seiner Jugend war er im Schultheater aktiv und entdeckte sein Vortrags- und Redetalent. Nach der High School begann er ein allgemeines Studium am Wheaton College, wo er als Hauptfach Griechisch wählte. Gleichzeitig vertiefte er seine Kontakte in die Mission, unter anderem als Präsident von Foreign Mission Fellowship, und sammelte erste Erfahrungen als Evangelist und Prediger. Nach dem Studienabschluss 1949 engagierte er sich in der Gemeinde in Portland und war als Evangelist unterwegs. 1952 begann er als 25jähriger seine Missionstätigkeit in Ecuador.

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Wilhelm Busch – Deutschlands erfolgreichster Prediger

Wilhelm_Busch

„Es kann sein, dass Sie heute abend friedlich ins Bett gehen und morgen früh in der Hölle aufwachen. Ich möchte Sie warnen!“

Verbale Zaunlatten zu schwingen und anderen an den Kopf zu knallen, das liebte Wilhelm Busch, der Essener Pastor und pietistische Evangelist. „Wir leben doch nicht im Mittelalter“, entgegneten darauf seine Kritiker. Derlei Höllen-Rhetorik sei schlicht, eifernd und nichts für moderne Menschen. Um so rätselhafter, dass nicht seine liberalen Kritiker, sondern der strenggläubige Busch mit seiner Predigtsammlung „Jesus unser Schicksal“ zum Auflagenstärksten gehört, was die christliche Literaturszene Deutschlands je hervorgebracht hat. Jüngst erschien die 42. Auflage, mit inzwischen 2,2 Millionen verkauften Exemplaren allein in Deutschland. Durch die 32 fremdsprachigen Ausgaben steigert sich die Gesamtauflage sogar auf geschätzte fünf Millionen. Was also ist das Geheimnis dieser 20 Predigten, die Busch zwischen 1958 und 1966 hielt?

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Jesus allein – Wilhelm Busch und die Kraft des Evangeliums

Jesus alleinDiese DVD zeigt erstmalig eine als Lebensbild produzierte Dokumentation des bekannten Essener (Jugend)pastors Wilhelm Busch, dessen Hauptthema immer JESUS war. Er hinterließ bei vielen Menschen tiefe Segensspuren, auch bei mir.

Ausführlich kommen ihm nahestehende Personen zu Wort, darunter Friedrich Hänssler, Wolfgang Bühne, Konrad Eißler und Ulrich Parzany. Sie schildern Wilhelm Busch als feurigen Prediger und Evangelist, aber auch als Mensch, der nicht glorifiziert wird. Zu theologischen Streitfragen äußerte sich Busch recht selten, wenn dann aber biblisch klar. Ihm lag vor allem die Errettung verlorener Menschen auf dem Herzen. Er redete nicht um den heißen Brei herum, sondern gab in aller Deutlichkeit und Retterliebe das Evangelium weiter. Dabei verschwieg auch nicht, dass man ohne Jesus Christus auf ewig verloren geht. Diesen heiligen Ernst konnte man immer wieder in seinem Reden heraushören.

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Das Lebenszeugnis des Christen – Harry A. Ironside

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In San Francisco forderte einst ein Mann den Prediger Harry A. Ironside (1876-1951) heraus, über »Agnostizismus vs. Christentum« zu debattieren. Ironside willigte ein, jedoch unter der Voraussetzung, dass der Agnostiker zuerst Belege vorweist, dass der Agnostizismus genügend positive Auswirkungen hat, um berechtigterweise verteidigt werden zu können.

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»Computerpastor« Manfred Priebe

Manfred_Priebe35 Jahre aktiv in der Gemeinde Marl – Mehr als 250 Evangelisationen gehalten

Herten Im Alter von 70 Jahren ist der baptistische „Computerpastor“ Manfred Priebe (Herten) am 21. Januar einem Krebsleiden erlegen. Er war vor allem durch seine im Internet veröffentlichen „Predigthilfen“ auch außerhalb seiner Freikirche bekannt geworden. Auf der Seite predigthilfen.de gab er Pastoren und ehrenamtlichen Verkündigern Tipps zur Illustration von Predigten. Mehr als eine Million Mal wurden Ansprachen mit Grafiken und Skizzen zur Veranschaulichung heruntergeladen. Diese Seite bleibt online, teilte seine Witwe Gerda Priebe inzwischen mit.

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