Schlagwort-Archive: Apologetik

Sind die Berichte über Jesus nicht einfach Legenden?

»Als Literaturhistoriker bin ich restlos davon überzeugt, daß die Evangelien keine Legenden sind – was immer sie auch sonst sein mögen. Ich habe sehr viele Legenden gelesen, und es ist für mich eindeutig, daß die Jesusgeschichten nicht in diese Gattung passen. Sie sind nicht kunstvoll genug, um Legenden zu sein. In der Darstellung ihrer Inhalte sind sie unbeholfen, sie arbeiten die Dinge nicht sauber heraus. Der größte Teil des Lebens Jesu bleibt uns genauso unbekannt wie das Leben irgendeines seiner Zeitgenossen. Kein Volk, das einen seiner Helden zum legendären Heiligen erheben wollte, würde so etwas zulassen.

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C. S. Lewis über Jesus Christus

„Doch dann geschieht das Schockierende. Unter diesen Juden taucht plötzlich ein Mensch auf, der redet, als wäre er Gott. Er behauptet, Sünden vergeben zu können. Er sagt, er sei von Ewigkeit an gewesen. Er sagt, er werde am Ende der Zeiten kommen, um die Welt zu richten.

Überlegen wir einmal, was das heißt: Unter Pantheisten, etwa den Indern, könnte jeder sagen, er sei ein Teil Gottes oder er sei eins mit Gott; das wäre nichts Besonderes. Aber da dieser Mann Jude war, konnte er einen solchen Gott nicht meinen. In seiner Sprache bedeutete Gott jenes Wesen außerhalb der Welt, das die Welt erschaffen hat und mit nichts anderem zu vergleichen ist. Haben wir begriffen, was das heißt, dann wird klar: Was dieser Mann sagte, war schlechthin das Schockierendste, was je über menschliche Lippen gekommen ist.

Dabei entgeht uns oft ein gewisser Aspekt seiner Behauptung. Wir haben ihn schon so oft gehört, daß wir gar nicht mehr wissen, was damit eigentlich gesagt wird. Ich meine den Anspruch, Sünden zu vergeben. Diese Behauptung ist wirklich so ungeheuerlich, daß sie komisch wirken muß, solange sie nicht von Gott selbst kommt.

Wir alle wissen, wie ein Mensch ihm angetanes Unrecht vergibt. Jemand tritt mir auf den Fuß, und ich verzeihe ihm; jemand stiehlt mir mein Geld, und ich vergebe ihm. Was aber würden wir von einem Menschen halten, der – selber unberaubt und unbehelligt – verkündet, er vergebe allen, die anderen Leuten auf die Füße treten und anderer Leute Geld stehlen? Eselsdumme Albernheit wäre noch die zarteste Umschreibung für ein derartiges Verhalten.

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Was hat Ihr Unglaube für Sie getan?

Oma-GrossmutterPfarrer Wilhelm Busch berichtet: Als ich noch ein junger Pastor war, geschah bei uns im Ruhrgebiet etwas Seltsames: Da war eine große Versammlung. Ein gelehrter Mann wies zwei Stunden lang nach, dass es gar keinen Gott gibt. Er hatte seine ganze Gelehrsamkeit auf den Tisch gelegt. – Der Saal war voll mit Menschen. Die Luft war getrübt durch Tabaksqualm. An Beifall wurde nicht gespart: »Hurra! Es gibt keinen Gott! Wir können tun und lassen, was wir wollen!«

Als der Redner nach zwei Stunden fertig war, stand der Leiter der Versammlung auf und sagte: »Jetzt ist Diskussion. Wer etwas sagen will, kann sich melden!« Natürlich hatte keiner den Mut dazu. Jeder dachte: »So einem gelehrten Mann kann man jetzt nicht widersprechen!« Sicher waren viele da, die ihm nicht zustimmten. Aber wer hat schon den Mut, nach vorne aufs Podium zu gehen, wenn da tausend Menschen sitzen die tosend Beifall brüllen!

Doch! Eine Stimme meldet sich! Im Hintergrund macht sich eine alte Oma – es gibt auch junge – bemerkbar. Es war so eine richtige ostpreußische Großmutter mit schwarzem Häubchen, von denen es im Ruhrgebiet viele gibt. – Auf ihre Meldung hin fragt der Vorsitzende: »Oma, Sie wollen etwas sagen?« – »Ja«, antwortet die Oma, »ich wollte etwas sagen!« – »Nun, dann müssen Sie aber nach vorne kommen!« – »Ja«, sagt die Oma, »keine Angst, ich komme!« – Eine tapfere Frau! Das ist so um das Jahr 1925 herum geschehen! – Die mutige Oma marschiert also nach vorne aufs Podium, stellt sich ans Rednerpult und fängt an:

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Wann war die Flut und wie alt ist die Erde?

Noah ArcheWenn man die biblischen Stammbäume nachzeichnet, ergeben sich erstaunliche Einblicke: Noahs Urgroßvater war Henoch, der wie Noah mit Gott wandelte und im Alter von 365 Jahren entrückt wurde. Sein Sohn war Methusalah, mit 969 Jahren der wohl älteste Mensch der Welt. Sein Sohn Lamech – Vater von Noah – starb im symbolträchtigen Alter von 777.

Interessant, dass Methusalah im Jahr der Flut starb, sehen Sie selbst den Stammbaum von Adam bis Noah. Zufall? Redaktionell gestaltet? Oder von Gott gewollt und geführt?

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Zur Frage nach Kains Frau

kain_frauKain war das erste Kind Adams und Evas (1. Mose 4,1), das in der Bibel erwähnt ist. Er und seine Brüder Abel (1.Mose 4,2) und Set (1. Mose 4,25) gehörten zur ersten Generation von Kindern, die je auf dieser Erde geboren wurde. Obwohl nur diese drei Söhne namentlich erwähnt werden, hatten Adam und Eva noch andere Kinder. Eine Aussage aus 1. Mose 5,4 fasst das Leben Adams und Evas zusammen: „Und Adam war 130 Jahre alt und zeugte einen Sohn, und nannte ihn Set; und lebte danach 800 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.“ Hier wird nicht gesagt, wann diese Kinder geboren wurden. Etliche von ihnen konnten während der 130 Jahre (1. Mose 5,3) vor Set geboren worden sein.

Im Laufe ihres Lebens bekamen Adam und Eva viele Söhne und Töchter. Der jüdische Historiker Josephus schrieb, dass „die Anzahl der Kinder Adams nach alter Tradition 33 Söhne und 23 Töchter betrug.“ Die Bibel nennt uns keine Zahl, wie viele Kinder Adam und Eva geboren wurden. Betrachtet man aber ihre lange Lebenszeit – gemäß 1. Mose 5,5 lebte Adam 930 Jahre -, erscheint es logisch anzunehmen, dass es viele gewesen sind! Schließlich hatten sie das Gebot erhalten: „Seid fruchtbar und mehret euch“ (1. Mose 1,28).

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Liebi, Bibel und Wissenschaft

Bibel_WissenschaftIn diesem sehr ansprechend gestalteten und bebilderten Büchlein zeigt der bekannte Bibellehrer und Buchautor auf, dass die Bibel auch in naturwissenschaftlichen Fragen absolut zuverlässig ist. Viele Aussagen der Heiligen Schrift galten über Jahrhunderte als unverständlich oder gar fehlerhaft. So belächelte man die Aussage aus dem 3. Buch Mose, dass der Hase widerkäut oder man hielt es für unzutreffend, wenn in den Sprüchen behauptet wird, dass sich Ameisen Wintervorräte anlegen. Heute weiß man endlich, dass beides den Tatsachen entspricht.

Es werden insgesamt 30 Beispiele aus der Bibel genannt, die die Wissenschaft viel später, teilweise erst in den letzten Jahrzehnten, bestätigte. Dabei werden die Bereiche Astronomie, Physik, Geowissenschaften, Biologie, Ökologie, Hygiene und Mikrobiologie thematisiert. Beispiele sind „Kernfusion in der Bibel“, „Das Gewicht der Luft“, „Geschützte Vögel“ oder „“Bakterien und Saatgut“.

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Liebi, Ist die Bibel glaubwürdig?

bibelglaubwuerdigDas Thema dieses bereits 1995 erschienenen Büchleins ist zwar zu jeder Zeit aktuell, aber dennoch in den letzten Jahrzehnten immer brisanter geworden. An der Frage, ob die Bibel glaubwürdig ist oder nicht, ob wir sie als göttliche Autorität anerkennen und befolgen, entscheiden sich die Weichenstellungen unseres Lebens.

Der Schweizer Theologe Dr. Roger Liebi legt hier keine wissenschaftliche Studie zu verschiedenen Inspirationstheorien vor, sondern liefert eine leicht verständliche Kurzfassung über die Zuverlässigkeit der Heiligen Schrift.

Nachdem er zunächst auf das Selbstzeugnis der Bibel eingeht, stellt er die Frage, ob die Bibel nicht im Laufe der Zeit abgeändert wurde. Das Fazit ist eindeutig: „Die Überlieferung des Neuen Testaments ist ein Phänomen, das unter der klassischen Literatur ohne Parallele dasteht.“ (S. 9) Für das AT gilt dasselbe. Dann behandelt er das Problem der Apokryphen. Auch hier ist die Abgrenzung des Kanons nicht subjektiven Gesichtspunkten gefolgt.

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Was ist Apologetik?

„Apologetik hat im Übrigen nichts mit innerchristlichen Kontroversen zu tun. Es geht dabei nicht um die Unterschiede zwischen den Konfessionen. Die gehören in die Konfessionskunde. Christliche Apologetik interessiert nicht die Frage, ob Kindertaufe oder Glaubenstaufe biblisch sind, welche Lehre von der Prädestination man vertreten soll, ob die Charismatische Bewegung biblisch legitim ist oder nicht. Vielmehr steht die Auseinandersetzung mit nichtchristlichen oder pseudochristlichen Ideologien und Denksystemen im Mittelpunkt.

Dieser Zusammenhang muss unbedingt betont werden, da mittlerweile immer mehr Bücher erscheinen, die sich mit innerchristlichen Konfliktfeldern auseinandersetzen und das alles als „Apologetik“ bezeichnen. Mitunter werden dabei innerchristliche Unterschiede schwerer gewichtet und aggressiver bekämpft als Einwände „von außen“. Solche Entwicklungen sind bedenklich.“

– Stefan Holthaus, Apologetik, S.15