Schlagwort-Archive: Bibel

Bibelkommentare sparen Sachbücher

Wenn es uns gelingt, mit hilfreichen Bibelkommentaren den Leser zu vermehrtem Bibellesen und hingegebenem Gebet zu führen, können wir uns die nächsten 20 Sachbücher zu Spezialthemen wie „Wem gehört unser Geld?“ oder „Erfüllte Sexualität“ wahrscheinlich sparen.

– Klaus Güntzschel, Verlagsleiter Daniel Verlag

Die Bibel verstehen: Der Filter und die Zwiebel

Bibel verstehen

Durch biblische Hermeneutik (von altgriechisch ἑρμηνεύειν hermēneuein ‚erklären, auslegen, übersetzen‘) überprüfen wir unsere eigenen Verstehensvoraussetzungen. Um den Bibeltext nicht oberflächlich zu betrachten und vorschnell auszulegen, dienen zur eigenen Prüfung z.B. die Fragen des sechsfachen Filters:

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Willkür aus der Bibel – drei Beispiele

SteineOft sucht man sich willkürlich Schriftstellen, die aus dem Zusammenhang gerissen die eigene Meinung zu stützen scheinen.

Zum Beispiel versucht man mit „gehorcht und fügt euch euren Führern“ (Hebr 13:17) oder mit „bleibe bei dem, was du gelernt hast“ (2 Tim 3:14) Gehorsam und Treue gegenüber jeder noch so unbiblischen Führungsperson oder Tradition einzufordern. Aber im Zusammenhang und in der ursprünglichen Aussageabsicht dieser Schriftstellen geht es natürlich um Gehorsam und Treue allein gegenüber schriftgemäßer Führung und Lehre.

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Charles Hodge, Systematische Theologie

Hodge

In jeder Wissenschaft gibt es zwei Faktoren: Fakten und Ideen; oder, Fakten und den Verstand. Wissenschaft ist mehr als Wissen. Wissen ist die Überzeugung darüber, was aufgrund von adäquaten Beweisen wahr ist. Aber die Fakten der Astronomie, Chemie, oder Geschichte bilden nicht die Wissenschaft solcher Wissensbereiche. Auch die bloße Anordnung von Fakten ist noch keine Wissenschaft. Historische Fakten in chronologischer Reihenfolge sind bloße Jahrbücher. Die Geschichtsphilosophie nimmt an, solche Fakten in ihrem kausalen Zusammenhang zu verstehen.

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Grudem, Biblische Dogmatik

Dogmatik_WGrudemDie „Biblische Dogmatik“ von Wayne Grudem ist 2013 erschienen. Damit ist das weltweit in aktuell zwölf Sprachen und mit über 300.000 gedruckten Exemplaren weitverbreitete Standardwerk auch in deutscher Sprache erhältlich. Es bietet „Eine Einführung in die systematische Theologie“ auf der Basis reformatorischer Theologie bei gleichzeitiger offener und fairer Darstellung und Diskussion anderer Positionen.

Wayne Grudem glaubt, dass Theologie „gelebt und gebetet und gesungen“ werden soll (Vorwort) – doch bevor dies geschehen kann, muss sie zunächst verstanden werden. In diesem viel verkauften Lehrbuch beginnt jedes Kapitel mit einer klaren Definition der zu erörternden Lehre und diskutiert im weiteren Verlauf ausführlich deren Begründung in der Heiligen Schrift. Dann folgen Fragen zur persönlichen Anwendung, die dabei helfen sollen, die Relevanz der Lehre für das Leben des einzelnen Christen und der Kirche deutlich zu machen. Jedes Kapitel endet mit einem Loblied, das zum gemeinsamen und persönlichen Singen und Nachsinnen geeignet ist. Wayne Grudems warme, pastorale und praktische Herangehensweise an die systematische Theologie ist weithin hoch gewürdigt worden. Er belegt Seite für Seite, wie wichtig biblische Lehre ist, sowohl für das geistliche Wohl des Einzelnen als auch für das Wohlergehen der christlichen Kirche in ihrer Gesamtheit.
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HTA: Historisch-Theologische Auslegung

HTADie Kommentarreihe „Historisch-theologische Auslegung des Neuen Testaments“ will mit den Mitteln der Wissenschaft die Aussagen der neutestamentlichen Texte in ihrer literarischen Eigenart, im Hinblick auf ihre historische Situation und unter betonter Berücksichtigung ihrer theologischen Anliegen erläutern. Dabei sollen die frühere wie die heutige Diskussion und neben den traditionellen auch neuere exegetische Methoden berücksichtigt werden.

Die gemeinsame Basis der Autoren der einzelnen Kommentare ist der Glaube, dass die Heilige Schrift von Menschen niedergeschriebenes Gotteswort ist. Der Kanon Alten und Neuen Testaments schließt den Grundgedanken der Einheit der Bibel als Gottes Wort ein. Diese Einheit ist aufgrund des Offenbarungscharakters der Heiligen Schrift vorgegeben und braucht nicht erst hergestellt zu werden. Die Kommentatoren legen deshalb das Neue Testament mit der Überzeugung aus, dass die biblischen Schriften vertrauenswürdig sind und eine Sachkritik, die sich eigenmächtig über die biblischen Zeugen erhebt, ausschließen. Wo Aussagen der biblischen Verfasser mit außerbiblischen Nachrichten in Konflikt stehen oder innerhalb der biblischen Schriften Spannungen und Probleme beobachtet werden, sind Klärungsversuche legitim und notwendig.

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Die Lehre vom Heiligen Geist

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Eine kurze Einführung in die biblische Lehre vom Heiligen Geist

1.) Der Heilige Geist ist eine Person

Nach dem biblischen Zeugnis ist der Heilige Geist eine göttliche Person und lebt zusammen mit Gott dem Vater und Gott dem Sohn in unlösbarer Gemeinschaft. Obwohl einige biblische Hinweise die Vorstellung einer unpersönlichen Kraft nahezulegen scheinen (Joh. 20,22: „er blies sie an“; Ag. 1,8 und 1. Kor. 2,4: „Kraft“; Eph. 5,18b: „laßt euch erfüllen“), trägt der Heilige Geist eindeutig personale Wesenszüge. Er lehrt und erinnert (Joh. 14,26), er spricht, er offenbart (Ag. 8,29; 10,15; 13,2; 16,6ff; 1.Kor. 2,10), er liebt (Röm. 15,30), er ist schöpferisch (1.Mose 1,2; Luk. 1,35; Röm. 8,11), er kann betrübt werden (Eph. 4,30).

2.) Der Heilige Geist im Alten Testament

Der Geist Gottes ist als göttliche Person bei der Schöpfung beteiligt (1. Mose 1,26; 2,7; Hiob 33,4). Er wird einzelnen Personen für besondere Aufgaben erteilt (4. Mose 11,25; Ri. 6,34; 1. Sam. 10,9; Micha 3,8). Er kann wieder entzogen werden (1. Sam. 16,14; vgl. Ps. 51,13). Das Volk Israel als Ganzes hatte ihn nicht (vgl. Jes. 63,10). Es gibt im Alten Testament drei Verheißungslinien für den dauerhaften Empfang des Heiligen Geistes:

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Ryrie, Ihr werdet Kraft empfangen!

Ryrie_KraftDie etwas reißerische Übersetzung des englischen Titels „The Holy Spirit“ wird bei vielen falsche Erwartungen wecken. Wollen auch Sie es (nur) kaufen, um „Kraft“ zu empfangen? Vielleicht schenkt Gott es Ihnen sogar, dann aber auf Grundlage gesunder Lehre und nicht durch ein unbiblisches Wunder, wie es von vielen heutzutage versprochen wird. Nehmen wir es vorweg: Die sog. „Geistestaufe“ wird als einmaliges Ereignis bei der Bekehrung behandelt, später die sog. „Geisterfüllung“ in klarer Abgrenzung dazu. Phänomene wie den sog. „Toronto-Segen“ beurteilt der Autor unter „Salbungen“. Von schwärmerischer Charismatik distanziert sich das Buch, lesen Sie z.B. den treffenden Kommentar zu christlichen Spektakeln. (S.196)

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Münch, Der wahre Gott der Bibel

Der wahre Gott der Bibel (Final Print)Die Bibel ist nicht Got­tes Auto­bio­gra­fie. Aber wer sie gründ­lich stu­diert, erfährt sehr viel über Gott, weil er nicht nur die Auto­ren der ein­zel­nen Bücher inspi­riert hat, son­dern weil er darin wört­lich zitiert wird. Ein lebens­lan­ges Stu­dium die­ser Selbstof­fen­ba­rung Got­tes reicht nicht aus, um ihn voll­kom­men zu erken­nen. Auch wenn die Erkennt­nis in der Regel mit den Jah­ren zunimmt, wird sie Stück­werk blei­ben. Vor mir liegt jetzt ein Buch über die­sen erha­be­nen Gott, von einem Autor der noch nicht ein­mal 30 Jahre alt ist. Das finde ich mutig! Wie es dazu kam, dass Andreas Münch ein Buch ver­öf­fent­licht, beschreibt er im Vor­wort folgendermaßen:

Alles fing damit an, dass ich mich als fri­scher Absol­vent einer Bibel­schule auf den voll­zei­ti­gen Mis­si­ons­dienst vor­be­rei­tete. Und zwar musste ich zu mei­nem eige­nen Bestür­zen fest­stel­len, dass ich zwar in den letz­ten drei Jah­ren viel stu­diert hatte, aber nicht in der Lage war, fun­da­men­tale bib­li­sche Leh­ren (wie z. B. die Drei­ei­nig­keit) zu verstehen. […] Das alles ver­an­lasste mich, die­ses Thema der Eigen­schaf­ten Got­tes und ver­wandte The­men näher und inten­si­ver zu studieren.

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Ger de Koning, Engel – es gibt sie (wieder)

engel_es_gibt_sie_wiederIn diesem Taschenbuch wird ein Thema beleuchtet, welches zwar in den letzten Jahren vermehrt im Interesse vieler Zeitgenossen steht, allerdings in den abenteuerlichsten Varianten dargeboten wird. Jedenfalls sind Engel wieder „in“.

Der niederländische Bibellehrer Ger de Koning untersucht diese Thematik nicht anhand soziologischer, psychologischer oder sonstiger Gesichtspunkte, sondern von der Bibel her. Was sagt die Heilige Schrift über Engel und deren Bedeutung?

Zunächst geht es um den Ursprung der Engel. Sie sind geschaffene Wesen und es gibt auserwählte und gefallene Engel. Innerhalb der auserwählten (guten) Engel gibt es verschiedene Ordnungen und Ränge (z. B. Cherubim, Seraphim, Erzengel). Diese werden kurz beschrieben. Eine Besonderheit ist „der Engel des Herrn“. Wenn im AT diese Bezeichnung verwendet wird, handelt es sich um den Sohn Gottes vor seiner Menschwerdung.

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Fritz Binde: Die Speise der Einfalt

Brot und WeinDie reine Einfalt ist auch ein Schreiben im Geiste. Durch erwählte und besonders ausgerüstete Einfältige gab Gott die Heiligen Schriften. Jede dieser Schriften ist von Gott eingegeben, das heißt: von seinem Geiste »durchweht«, und in seiner Wahrheit geläutert. Von Gott aus haben diese Menschen sowohl geredet als geschrieben, nicht durch menschlichen Willen, sondern vom heiligen Geist getrieben.

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Der wahre Gläubige liebt Gottes Wort

Open Holy BibleGleichgültigkeit gegenüber der Schrift ist ein Zeichen für geistlichen Tod

Wahr in Bezug auf den wahrhaften Gläubigen ist, dass er das Wort Gottes liebt. Ein wahrer Christ liebt das Wort Gottes. Im Neuen Testament finden wir das wieder und wieder wie beispielsweise in den Worten unseres Herrn Jesus Christus im 8. Kapitel des Johannesevangeliums, wo er in Vers 31 sagt: „Wenn ihr in meinen Worten bleibt, wenn ihr euren Ruheort … in meinem Wort findet, dann seid ihr wahrhaft meine Jünger.“ Echte, wahre Jünger bleiben im Wort, weil es ihre einzige geistliche Nahrung ist… Wahre Gläubige wissen, dass es das Wort Gottes ist und das Wort Gottes allein, das sie am Leben erhält, sie stark macht, Segen hervorbringt und Freude und Kraft und Stärke und Frucht….

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