Schlagwort-Archive: Familie

Zu deiner Beziehung mit meiner Tochter

»Was denkst du, würde ich tun, wenn ich eines Tages aus meinem Haus gehen würde, mit dem Ziel, in mein Auto zu steigen und zur Arbeit zu fahren. Aber mein Auto ist weg. Es ist einfach nicht da. Und ich suche den ganzen Tag danach, ich mache mir Sorgen — es ist mein Auto! Ich habe schließlich dafür bezahlt. Und dann, gegen vier Uhr nachmittags, kommst du in meinem Auto angefahren. Und du springst aus dem Auto, wirfst mir die Schlüssel zu und du sagst: »Hey, danke Mr. Washer! Ich hatte viel Spaß«. Wir würden zusammen ein ernstes Gespräch führen. Ich würde gerechterweise sehr ärgerlich sein. Nun, ich würde mich beherrschen. Aber du hast mich verletzt. Du hast etwas Schreckliches getan. Rücksichtslos. Würdest du das einem Auto von einem Mann antun? Nein? Aber du würdest es seiner Tochter antun, nicht wahr? Du würdest eine Beziehung mit seiner Tochter eingehen, ohne es ihn überhaupt wissen zu lassen.

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Verbietet die Bibel wirklich Sex vor der Ehe?

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1. Vorehelicher Geschlechtsverkehr ist scheinbar nicht verboten

Nirgendwo in der Bibel steht der Satz: „Verliebte und Verlobte sollen vor der Hochzeit keinen Geschlechtsverkehr haben.“ Weil so ein Satz fehlt, behaupten viele, dass es vollkommen in Ordnung wäre, wenn Christen vor der Ehe Sex haben. Doch so einfach ist das Ganze nicht. Es gibt verschiedene Gründe warum so ein eindeutiger Satz nicht in der Bibel steht:

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Wenn das Leitseil der Erziehung gelockert wird

Erziehung

Mehr und mehr musste ich mich mit Erziehungsfragen beschäftigen. Es kamen die Jahre, da sich die Folgen der zu starken Lockerung des Leitseiles bemerkbar zu machen begannen. Ich selber bin ja mit Begeisterung dabei gewesen, als die grossen Pädagogen und Psychologen uns lehrten, besser in des Kindes Seele zu lesen. Ich selber half nach Kräften mit, den Zwang zu verwerfen, durch den die falsch verstandene Autorität vom Kind absoluten Gehorsam, absolute Unterwerfung verlangt hatte. Ich selber jubelte mit, als man sich zu kleinen pädagogischen Gruppen zusammentat, um die Frage zu studieren, wie man dem Kinde helfen könne zur freien Entwicklung all seiner schlummernden Kräfte.

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Verwöhnen führt nicht zu mehr Liebe

suessigkeiten

Es ist eine nüchterne Tatsache, dass Kinder, die verhätschelt werden und denen man ihren Willen lässt, ihre Eltern nicht mehr, sondern weniger lieben, was viele untröstliche Eltern zu spät erkannt haben. Ihre Selbstliebe wird genährt, bis sie jeden edlen Impuls erstickt. Sogar ihre natürliche Zuneigung verkümmert und Gefühllosigkeit macht sich breit. Sie verlieren mehr und mehr die Fähigkeit, echtes Mitleid oder Mitgefühl zu empfinden — jenes feine Gespür für den Herzschlag eines anderen.

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Lieber Leser, sage ich nicht die Wahrheit?

Erziehe den Knaben seinem Weg gemäß;
er wird nicht davon weichen,
auch wenn er älter wird.

– Sprüche 22,6

Ich nehme an, dass die meisten bekennenden Christen diesen Vers kennen. Er klingt wahrscheinlich in deinen Ohren bekannt wie eine alte Melodie. Anscheinend hast du oft davon gehört, ihn häufig gelesen, über ihn gesprochen oder ihn zitiert. Doch wie wenig wird die wesentliche Aussage dieses Textes beachtet! Seine Lehre scheint beinahe unbekannt und die Pflicht, die er uns auferlegt, scheint äußerst selten erfüllt zu werden.

Lieber Leser, sage ich nicht die Wahrheit?

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Ryle, Die Pflichten der Eltern

die-pflichten-der-eltern-ryleWas kann man von einem Buch über Kin­der­er­zie­hung aus dem 18. Jahr­hun­dert erwar­ten? Ich war gespannt, und begann ziem­lich spät nachts, so kurz nach 1 Uhr, mit der Lektüre.

„Grund­re­geln bib­li­scher Erzie­hung“ als Unter­ti­tel gab mir Ori­en­tie­rung und ich stellte mich auf einige kurz gefasste Haupt­auf­ga­ben in der Erzie­hung ein. Der Autor gibt 17 Grund­re­geln wei­ter, die er zu den Wich­tigs­ten zählt. Er lei­tet ein mit den Worten:

„Lehne meine Rat­schläge nicht ab, weil sie unge­schminkt und ein­fach sind. Ver­achte sie nicht, weil sie nichts Neues ent­hal­ten. Sei gewiss: Wenn du Kin­der für den Him­mel erzie­hen willst, soll­test du diese Rat­schläge nicht leicht­fer­tig über Bord wer­fen.“ (S.12)

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Vom Umgang mit (entstehenden) Ehekrisen

Ehe-Krise-Scheidung

Zwei Menschen, die heiraten, möchten eine harmonische Ehe. Sie wollen keinen Streit, keine Auseinandersetzungen, sie streben ein friedliches und partnerschaftliches Miteinander an. Sie unterschätzen, daß zur Ehe Schwierigkeiten, Probleme und Konflikte gehören, auch Krisen. Das griechische Wort Krise meint »Schwierigkeiten« und »Klemme«. Es beinhaltet auch die Begriffe: Höhepunkt, Wende und Entscheidungssituation.

Viele Menschen sehen in der Krise eine Sackgasse, eine Katastrophe. Das ist ein Irrtum. Krisen sind notwendig, lebensnotwendig. Krisen sind Lebens- und Reifungshilfen. Krisen sind Herausforderungen Gottes. Sie verhelfen zur Enttäuschung, zur Aufhebung der Täuschung. Die namhafte Analytikerin Heigl-Evers kann sogar formulieren: »Keine Krisen – keine Reifung.« Und wenn solche Klemmen und Schwierigkeiten vorliegen, was können Eheleute selbst tun? Ich möchte in einigen Punkten konkrete Schritte beschreiben, die den Partnern helfen – in der Verantwortung vor Gott – die Krisen zu meistern.

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Von der Zerstörung der Familie

Haus_RuineBekäme ich als ein DIABOLUS von meinem Vorgesetzten den Auftrag, die Gesellschaft zu zerstören, so würde ich strategisch mit der Zerstörung der Familie beginnen: Zunächst würde ich Ehe und Treue als überholt deklarieren und Volksvertreter mit mehreren gescheiterten Ehen als Vorbilder in Regierungsverantwortung hieven. Dann müsste ich die Vater-Mutter-Kinder-Familie als absolut unzeitgemäß verspotten, Patchwork und Alleinerziehend dagegen über die Medien zum Erfolgsmodell hochstilisieren.

Ganz wichtig ist es, die traditionelle Familie als Hort von Unterdrückung und Grausamkeit zu verdächtigen, wo Kinder zu Tode gequält werden und wo ihnen ein veraltetes bürgerliches Rollenmuster vermittelt wird. Die klassische Familie als ein vorgestriges, lächerlich altbackenes und biederes Phänomen darzustellen wäre ein weiterer Schritt zu deren Demontage. Weiterhin müssen Familienmütter als faule Schlampen verunglimpft werden, die den ganzen Tag vor der Glotze hocken und sich mit Schnaps abfüllen. Dass man solchen Looserinnen kein bares Betreuungsgeld anvertrauen kann, sondern nur „Bildungsgutscheine“, dürfte sich von selbst verstehen.

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Siggelkow, Deutschlands verlorene Kinder

Siggelkow+Deutschlands-verlorene-Kinder-Warum-unser-Bildungssystem-Verlierer-produziertBei den letzten Buch-Veröffentlichungen von Bernd Siggelkow ging ein Aufschrei durch die Republik. Er setzte Themen wie Kinderarmut und den exzessiven Alkoholgenuss von Heranwachsenden auf die Agenda. In seinem neuen Buch „Deutschlands verlorene Kinder: Warum unser Bildungssystem Verlierer produziert“, das er gemeinsam mit Wolfgang Büscher verfasst hat, kritisiert er das deutsche Bildungssystem.

Siggelkow ist der Begründer des Kinderhilfswerks „Arche“, das in vielen deutschen Städten aktiv ist. Aus seiner eigenen Arbeit weiß er, dass sich bei vielen Kindern und Jugendlichen ob ihrer ausweglosen Situation Resignation breit macht. Einen wichtigen Tipp an die Erwachsenen-Welt gibt er bereits in seinem Vorwort: „Den Kindern endlich mal zuhören und sie ernst nehmen“. Vor allem weil ihnen oft feste Beziehungen fehlten und sie auch sonst wenig Positives in ihrem Leben erlebten. „Neben Bildung brauchen die Kinder Liebe, Zuwendung und Motivatoren“, betont Siggelkow.
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Wer seinen Sohn liebt…

Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn beizeiten.

– Sprüche 13, Vers 24

Ein evangelikaler Autor, der sich zu Erziehungsfragen äußerte, kam letzthin in Bedrängnis, weil er in Sachen „körperliche Züchtigung“ nicht die politisch korrekten Ansichten vertrat, sondern auf biblische Aussagen hinwies (ohne allerdings entsprechende Empfehlungen zu geben). Angeblich hatten die Grünen im niedersächsischen Landtag daraufhin Strafanzeige gegen den Autor gestellt.

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Was Väter bedenken sollten!

Vater-Sohn

Was hätte ich anders machen sollen? »Wenn deine Kinder noch einmal klein wären, was würdest du tun?« Diese Worte brachen aus dem brennenden Herzen eines Vaters, der mir gegenüber saß. Seine Augen baten um Hilfe. Er litt an dem furchtbaren, leeren, lähmenden Gefühl eines Mannes, dessen Sohn sich verirrt hat. Er hatte das Gefühl, als Vater versagt zu haben. Seine Worte bewegten mich. Obwohl sie mich an jenem Tage direkt und unvermittelt trafen, ist dieser Vater keine Seltenheit. Seine Fragen bewegen unendlich viele Paare, wenn sie ihre Elternschaft ernst nehmen. Ich habe über diese Frage nachgedacht und einige Anregungen zusammengestellt.

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Vatermord und der Untergang des Mannes

»Das 20. Jahrhundert kann man als ein Zeitalter des Vatermordes nennen. Vatermord und der Untergang des Mannes als Folge sind Ursachen jener radikalen Krise des Christentums, die wir beklagen, aber theologisch gar nicht verarbeitet haben. Jesus lehrte uns den ‚Vater im Himmel‘, und er selbst wusste sich als der Sohn Gottes eins mit seinem himmlischen Vater … Statt dem allmächtigen Vater wollten kindisch Gewordene lieber einen ‚Daddy‘ in ‚einer tollen Session‘ preisen. Und Friedrich Nietzsche schrieb vor hundert Jahren: „Der Männer sind wenige: darum vermännlichen sie ihre Weiber.“ Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen und sich nicht als Mutter, sondern als Vater im Himmel geoffenbart.«

– Theologieprofessor Dr. Huntemann in ideaSpektrum 32/1999