Schlagwort-Archive: Gemeinde

Tatsache: Die Situation der Gemeinden

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Es ist Zeit… den Tatsachen ins Auge zu sehen!

»Wehe der sündigen Nation, dem Volk, belastet mit Ungerechtigkeit, dem Samen der Übeltäter, den verderbt handelnden Kindern! Sie haben den Herrn verlassen, haben den Heiligen Israels verschmäht, sind rückwärts gewichen. Warum solltet ihr weiter geschlagen werden, da ihr nur den Abfall mehren würdet? Das ganze Haupt ist krank, und das ganze Herz ist siech. Von der Fußsohle bis zum Haupt ist nichts Gesundes an ihm: Wunden und Striemen und frische Schläge; sie sind nicht ausgedrückt und nicht verbunden, und nicht erweicht worden mit Öl.«

– Jesaja 1,4-7

Was ist zu tun?

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Schafe weiden oder Böcke belustigen?

Schafe»Ein Übel hat sich unter die bekennenden Christen eingeschlichen, so kraß und ungehörig, daß die Allerkurzsichtigsten es kaum übersehen können. Während der letzten paar Jahre hat es sich rasant ausgebreitet, wie Sauerteig, der wirkt, bis der ganze Teig durchsäuert ist. Selten hat der Satan den Gemeinden etwas Schlaueres eingeredet, als daß es ein Teil ihres Auftrages sei, den Menschen Unterhaltung zu bieten, um sie gewinnen zu können.

Das Zeugnis der Kirche hat sich immer mehr verflacht. Die Puritaner sprachen noch geradeheraus. Dann wurde man gleichgültig und nahm weltliche Einflüsse nicht mehr so tragisch. Bald wurden sie am Rande der Gemeinden toleriert. Heute werden sie offiziell eingesetzt mit dem Argument, daß man so die großen Massen erreichen könne.

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Spurgeon zum Thema Erweckung

„Ein sehr großer Teil der modernen Erweckungsbewegung war mehr ein Fluch als ein Segen, denn es hat Tausende zu einer Art Frieden geführt bevor sie ihr Elend erkannten; der verlorene Sohn wird mit dem Vaterhaus versöhnt ohne dass man ihn lehrt zu sagen: „Vater, ich habe gesündigt.“ Wie kann der geheilt werden, der nicht krank ist, oder der mit dem Brot des Lebens gesättigt der nicht hungrig ist? Das traditionelle Verständnis von Sünde wird verachtet… Alles in dieser Zeit ist oberflächlich… Deshalb springen die Menschen in die Religion hinein und springen dann wieder heraus. Ohne Demut kamen sie zur Kirche, ohne Demut blieben sie dort, und ohne Demut gehen sie wieder hinaus.“

– C. H. Spurgeon, 1882

Wenn die Gemeinde schläft

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Wie ist der gegenwärtige Zustand der evangelikalen Gemeinde? Die meisten Christen sind eingeschlafen. Ich sage nicht, dass die meisten Christen, die evangelikale Gemeinden besuchen, nicht bekehrt sind, denn, wenn ich das glauben würde, dann würde ich sagen, dass sie tot sind und niemals wiedergeboren wurden. Aber ich sage, dass sie schlafen. Es ist möglich, moralisch eingeschlafen zu sein, und doch mental, intellektuell, physisch und theologisch wach zu sein.

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Wenn Gemeinden ihre Leiter „verheizen“

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Warum quittieren Verantwortliche in evangelikalen Gemeinden ihren Dienst und warum wird es vielerorts schwerer, neue Leiter zu finden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Vorsitzende der Konferenz für Gemeindegründung, Wilfried Plock (Hünfeld bei Fulda), in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift. Nach seiner Beobachtung „verheizen“ manche Gemeinden ihre Leiter wie andere Holz.

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Unverheiratete Paare nicht in die Gemeinde aufnehmen

Schloss_verheiratetEine freikirchliche Gemeinde soll nicht ihre geistlichen Ansprüche herunterschrauben, um dadurch mehr Mitglieder zu bekommen. Dazu hat der Pastor der Freien evangelischen Gemeinde in München, Matthias Lohmann, bei der Konferenz „Evangelium 21“ in Hamburg aufgerufen.

So dürfe man Paare, die unverheiratet zusammenleben, nicht in eine Gemeinde aufnehmen. Lohmann plädierte ferner für Gemeindezucht: Bei schweren Vergehen müssten Sünder zurechtgewiesen und notfalls ausgeschlossen werden. Dies helfe dem Sünder wie der Gemeinde, weil dadurch klar werde, was erlaubt sei und was nicht. Voraussetzung für Gemeindezucht sei, dass sie auch gelehrt werde und allen so klar sei, welches Verhalten von Christen erwartet werde. Nur so habe die Sünde in der Gemeinde weniger Raum und die Gemeinde wachse stabil.

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Misstrauen und Ablehnung unter Christen

Gesichter

»Die Sache, um die es in dem Beitrag geht …, sehe ich wie gesagt auch kritisch, ja zu Teilen mit Bedauern. … Mein Hauptanliegen ist ein anderes: Es ist die Art der Berichterstattung und der Beurteilung, wie ich sie nicht nur in diesem Fall sehe, sondern vor allem im konservativeren Teil der Evangelikalen insgesamt. Dort ist es sehr häufig – wenngleich natürlich nicht immer und auch nicht nur dort. Es wäre zuviel, die genaueren Charakteristika hier aufzuzählen, aber im Groben will ich es versuchen:

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Ursache und Wirkung

Weil diese Flasche sauer ist,
bestelle ich keinen Kasten Bier mehr.
Weil mir mein Freund gestern schräg kam,
werde ich ihn in Zukunft meiden.
Weil Superintendent Meier wieder eine miserable Predigt gehalten hat,
gebe ich meinen Glauben an Gott auf.

– Detlev Block „Lichtwechsel“, V & R

Theologische Erklärung

Bildschirmfoto

1. Übereinstimmung mit der Schrift und den Vätern im Glauben

Im Gehorsam gegenüber dem dreieinigen Gott lehren wir gemäß der Heiligen Schrift und anerkennen dem System nach die überlieferten christlichen Bekenntnisse, wie sie in den Kirchen der Reformation angenommen und zugrunde gelegt worden sind: die altkirchlichen (Apostolikum, Nicaenum, Chalcedonense, Athanasianum) und die reformatorischen (insbesondere den Kleinen Katechismus und die Schmalkaldischen Artikel M. Luthers, das Augsburgische Bekenntnis, den Heidelberger Katechismus, das Zweite Helvetische und das Westminster Bekenntnis).

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Schnepper, Zankäpfel der Kirche

Zankaepfel_CoverDas Buch beginnt mit dem Vorwort „Kleines Lob den Streits“. Dadurch möchte der Autor deutlich machen, dass sachliches Ringen um Wahrheit in Lehrfragen nicht an und für sich schlecht ist, sondern sogar wichtig und notwendig.

In dem interessanten Buch werden 99 Lehrstreitigkeiten in der Kirchengeschichte auf jeweils 2 Seiten vorgestellt. Der Autor geht dabei chronologisch vor und beginnt mit dem Apostelkonzil. Dann geht er durch die zwei letzten Jahrtausende bis zum „Streit um Israel“ im 20. Jahrhundert. Dabei wird Kirchengeschichte lebendig. Vom Ringen der alten Kirche um die Trinität, den vielen Schismen, den Fragen der Prädestination, den aufkommenden Lehrfragen in der Reformation, bis hin ins letzte Jahrhundert wird ein Bogen geschlagen. Dabei begegnet man neben bekannten Diskussionen, wie etwa denen mit Montanus oder Erasmus von Rotterdam, auch weniger bekannten Episoden, wie etwa dem akazianischen Schisma oder dem Streit mit den spanischen Mozarabern.

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Nur eine Konfession – John Wesley

Suender

John Wesley ist der Begründer der Methodistenkirche. Eines Nachts träumte er, er wäre gestorben und auf dem Weg in die Ewigkeit. Da kam er zu einem mächtigen Portal und fragte: «Ist hier der Himmel?» – «Nein, die Hölle!» bekam er zur Antwort. Er erschrak, fragte aber weiter: «Gibt es darin Leute aus der englischen Hochkirche?» – «Ja, sehr viele!»

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Zuviel Milch und dazu kein Salz – eine Bußpredigt

Anfangs war ich irritiert, dann enttäuscht, oft frustriert, im Moment bin ich richtig sauer: Es fehlt das Salz in den Gemeinden. Ich habe viel gesehen, Predigten erlitten, gelesen was nicht lesenswert war. Es steht doch geschrieben: „Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt.“ (Kol 4,6) In Gnade ja, aber wir dürfen auch das Salz nicht vergessen. Jesus war voller Gnade und Wahrheit. Er sprach mit der Ehebrecherin, aber er verschwieg nicht ihren Ehebruch.

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