Schlagwort-Archive: Gemeinde

Tatsache: Die Situation der Gemeinden

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Es ist Zeit… den Tatsachen ins Auge zu sehen!

»Wehe der sündigen Nation, dem Volk, belastet mit Ungerechtigkeit, dem Samen der Übeltäter, den verderbt handelnden Kindern! Sie haben den Herrn verlassen, haben den Heiligen Israels verschmäht, sind rückwärts gewichen. Warum solltet ihr weiter geschlagen werden, da ihr nur den Abfall mehren würdet? Das ganze Haupt ist krank, und das ganze Herz ist siech. Von der Fußsohle bis zum Haupt ist nichts Gesundes an ihm: Wunden und Striemen und frische Schläge; sie sind nicht ausgedrückt und nicht verbunden, und nicht erweicht worden mit Öl.«

– Jesaja 1,4-7

Was ist zu tun?

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Erfahrungen eines Pastors mit Gabenträgern

Gabentraeger

Ich bin der Pastor einer Kirche, die das Zungenreden nicht betont. Jedoch habe ich mein Bestes versucht, um eine Atmosphäre von christlicher Gemeinschaft und Anbetung zu schaffen, die denen, die in Zungen reden und denen, die nicht in Zungen reden, gefällt. Meine Absicht war, jedem die Türen zu öffnen, der den Herrn Jesus Christus als Retter lieb hat.

Nachdem ich etwa ein Dutzend Zungenredner in der Gemeinde gehabt habe, kam ich nach einem anstrengenden Jahr zu gewichtigen Ergebnissen. Diese Ergebnisse waren herzzerbrechend für mich. Ich erwartete viel mehr von Zungenrednern als ihr Leben zeigte. Meine Enttäuschung hat die folgenden Gründe:

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Gaben in der Gemeinde

Die einen haben die Gabe der Zungenrede, die anderen die Gabe der Geisterunterscheidung. Die einen brabbeln unverständliches Kauderwelsch, die anderen warnen in klaren Worten vor Wölfen im Schafspelz. Die einen fühlen sich toll und werden geehrt, die anderen leiden und werden gemieden. So ist das heute mit den Geistesgaben.

Gemeinde zwischen Erstarrung und Schwärmerei

Odysseus

In der Odysseussage wird berichtet, wie der griechische Held mit seinen Leuten auf der sturmreichen Heimfahrt in seinem Schiff viele Gefahren zu bestehen hatte. In der Meerenge von Messina musste er zwischen zwei Felsen hindurchfahren, der »Skylla« und der »Charybdis«. In der Skylla wartete ein Meeresungeheuer mit sechs Hälsen und zwölf Füßen, um das Schiff zu verschlingen, und gegenüber in der Charybdis ein anderes, das täglich dreimal die Flut einsog und wieder ausspie.

Eine gefährliche Fahrt zwischen Skylla und Charybdis ist auch der Weg der Gemeinde. Wie diese beiden Strudel, so sind es zwei große Gefahren, die die Gemeinde heute bedrohen. Auf der einen Seite die Gefahr der Erstarrung, auf der anderen die Gefahr der Schwärmerei: Gemeinde zwischen Erstarrung und Schwärmerei.

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Schafe weiden oder Böcke belustigen?

Schafe»Ein Übel hat sich unter die bekennenden Christen eingeschlichen, so kraß und ungehörig, daß die Allerkurzsichtigsten es kaum übersehen können. Während der letzten paar Jahre hat es sich rasant ausgebreitet, wie Sauerteig, der wirkt, bis der ganze Teig durchsäuert ist. Selten hat der Satan den Gemeinden etwas Schlaueres eingeredet, als daß es ein Teil ihres Auftrages sei, den Menschen Unterhaltung zu bieten, um sie gewinnen zu können.

Das Zeugnis der Kirche hat sich immer mehr verflacht. Die Puritaner sprachen noch geradeheraus. Dann wurde man gleichgültig und nahm weltliche Einflüsse nicht mehr so tragisch. Bald wurden sie am Rande der Gemeinden toleriert. Heute werden sie offiziell eingesetzt mit dem Argument, daß man so die großen Massen erreichen könne.

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Der stille Rückzug oder: Kleine Brötchen zu Gottes Ehre

Kreuz-Hauskreis

Vom Vor- und Nachteil von Hauskreisen. Weitgehend unbemerkt von der evangelikalen und kirchlichen Öffentlichkeit nimmt seit einigen Jahren eine Bewegung Konturen an, die reichlich Anlaß zum Nachdenken gibt, weil sie ein bezeichnendes Licht auf die kirchliche Gesamtsituation in unserm Land wirft. Es ist die Bewegung des »Stillen Rückzugs« aus Gemeinden und Gemeinschaften. Es ist die Bewegung hinein in die Häuser.

Lange Zeit als bloßes Randphänomen unterschätzt, hat diese Bewegung mittlerweile eine Größe erreicht, die guten Gewissens nicht mehr ignoriert werden kann. Mehr und mehr ziehen sich Christen aus Kirchen, Gemeinden, Gemeinschaften und Verbänden zurück, denen sie lange treu angehört haben, aber nun nicht mehr angehören können oder wollen. Jenseits des kirchlich bzw. freikirchlich verfaßten Christentums leben sie ihr Christsein in Hausgruppen, Hauskreisen und Hausgemeinschaften.

Was sind die Gründe dafür? Was sind die Hintergründe?

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Drei Gedanken zu sterbenden Gemeinden

Gruppe

„Werde wach und stärke das Übrige, das im Begriff steht zu sterben.“ – Offenbarung 3:2

Was ist der richtige Weg, eine sterbende Gemeinde wiederzubeleben oder eine neue Gemeinde zu gründen? Wenn man unter Christen fragt, kommt oft die Gegenfrage: „Was ist einfacher, ein Baby zu gebären oder Tote aufzuerwecken?“

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Gemeinde und Evangelisation

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In den letzten Jahren bin ich in unterschiedlichen Gemeinden auf immer wieder dieselben Denkmuster gestoßen, die ich zuerst auch angenommen habe, im Laufe der Zeit aber immer mehr in Frage stellen musste. Zum einen durch das Bibellesen, zum anderen durch Erfahrung. Hier in Kürze die 5 Denkmuster, am Ende ein Fazit.

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Spurgeon zum Thema Erweckung

„Ein sehr großer Teil der modernen Erweckungsbewegung war mehr ein Fluch als ein Segen, denn es hat Tausende zu einer Art Frieden geführt bevor sie ihr Elend erkannten; der verlorene Sohn wird mit dem Vaterhaus versöhnt ohne dass man ihn lehrt zu sagen: „Vater, ich habe gesündigt.“ Wie kann der geheilt werden, der nicht krank ist, oder der mit dem Brot des Lebens gesättigt der nicht hungrig ist? Das traditionelle Verständnis von Sünde wird verachtet… Alles in dieser Zeit ist oberflächlich… Deshalb springen die Menschen in die Religion hinein und springen dann wieder heraus. Ohne Demut kamen sie zur Kirche, ohne Demut blieben sie dort, und ohne Demut gehen sie wieder hinaus.“

– C. H. Spurgeon, 1882

Brief der Jugend an die Gemeinden

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An die Gemeinden in Deutschland, Österreich und Schweiz,

es wird Zeit anzuerkennen, dass Jugendarbeit als Dienst etwas anderes ist und einzigartig in der Gemeinde. In vielen Gemeinden operiert die Jugendarbeit immer noch auf dem Status „Hauptsache die Kids sind irgendwie versorgt und stören nicht im Gottesdienst!“ Jugendreferenten und Ehrenamtliche arbeiten mit Budgets, die beschämend sind und nicht, als ob sie Zukunftsinvestition sind für Menschen, die die Gemeinde von morgen sein werden.

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Gesunde Gemeinden

Gesunde Gemeinden bestehen aus gesunden Familien. Gesunde Familien bestehen aus gesunden Ehen. Gesunde Ehen bestehen aus zwei gesunden Beziehungen zu Christus.

Gemeinde – Rettungsstation oder Clubhaus?

Rettungsstation

An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich eine kleine, armselige Rettungsstation. Sie war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot. Einige Freiwillige versahen unentwegt ihren Wachdienst und wagten sich tags wie nachts ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen. Dank diesem kleinen Stützpunkt wurden viele Menschen gerettet, sodass er bald überall bekannt wurde.

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Gemeinde – Gemeinschaft oder Unternehmen?

„Eine Gemeinde, die ihrem Wesen gemäß handelt, ist durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet: Gegenseitige Abhängigkeit statt Unabhängigkeit, Ganzheit statt Zersplitterung, Beteiligung statt Zuschauen, Verbundenheit statt Einsamkeit, Solidarität statt Individualismus, Spontaneität statt Institutionalisierung, Beziehung statt Programme, Dienstbereitschaft statt Bevormundung, Bereicherung statt Verunsicherung, Freiheit statt Gebundenheit, Gemeinschaft statt Verein, Nähe statt Distanz. Die Sprache der Apostel verrät, dass die Gemeinde aus Kindern, jungen Männern, Brüdern, Schwestern, Müttern und Vätern besteht und als Familie lebt (vgl. 1. Kor. 4,15; 1. Tim. 5,1+2; Jak. 2,15; 1. Joh. 2,13+14).“

– Frank Viola in „Ur-Gemeinde“