Schlagwort-Archive: Toleranz

Wenig Wis­sen ist eine gefähr­li­che Sache

„Gott­lose Kon­tro­ver­sen ent­ste­hen oft nicht, weil die Strei­ten­den zu viel von Theo­lo­gie ver­ste­hen, son­dern weil sie zu wenig davon ver­ste­hen. Sie schei­tern daran, den Unter­schied nicht aus­ma­chen zu kön­nen zwi­schen gewich­ti­gen Dis­kus­si­ons­punk­ten und weni­ger bedeu­ten­den Punk­ten, die nie­mals dazu die­nen soll­ten, uns zu tren­nen. Wir haben eine andere Maxime: «Wenig Wis­sen ist eine gefähr­li­che Sache.»

Weiterlesen

Postmoderne: „Jeder hat recht“ ist unlogisch

wahrheit

Postmodernes Denken prägt die gegenwärtige Politik, Theologie und öffentliche Debatten, meint der Religionsphilosoph Daniel von Wachter: Wahrheit gibt es nicht, alle haben recht, wer Wahrheit beansprucht, gilt als intolerant. Deshalb sorgt er sich um die freie Meinungsäußerung und die Zukunft des Christentums. Im Gespräch mit pro übt er Zeitkritik.

Daniel von Wachter ist 1970 in München geboren und dort aufgewachsen. Zunächst hat er Maschinenbau, dann Theologie, danach Philosophie studiert. Heute ist von Wachter Direktor der Internationalen Akademie für Philosophie im Fürstentum Liechtenstein, einer privaten Hochschule für Philosophie. Seine Forschungsschwerpunkte sind Metaphysik, analytische Religionsphilosophie, Ontologie und Kausalität.

Weiterlesen

Unterlassungssünde

Wenn man Jesus Christus nicht als den einzigen Weg der Rettung bezeugt, dann ist das nicht eine besondere Geste der Toleranz, sondern unterlassene Hilfeleistung!

Salzkraft – Helmut Thielicke

ThielickeWenn man viele Christen in ihrer oft weichen und femininen und süßlichen Art sieht, möchte man meinen, daß sie doch den Ehrgeiz hätten, der Honigseim der Welt zu sein. Sie versüßen und verzuckern die Bitternis des Schicksals durch eine allzu billige Vorstellung vom lieben Gott. Sie erweichen die Härte der Schuld durch eine fast beängstigende Kindschaftsromantik. Sie haben die Hölle wegretuschiert und sehen nur den Himmel offen. Sie stecken vor Teufel und Anfechtung den Kopf in den Sand und haben das ewige und verkrampfte Lächeln einer gespielten Weltüberwindung auf ihren Zügen.

Das Reich Gottes, das unter den Wehen der Geschichte und unter wilden Schmerzen, das unter den Exzessen des Antichrists und unter dem Stöhnen der Märtyrer hereinbrechen soll, ist ihnen zu einem harmlosen Blütengarten geworden, und ihr Glaube ein süßer Honig, den sie diesen Blüten entnehmen. Daher kommt es denn auch, daß die Welt sich an diesen Christen immer wieder überißt und sich angeekelt abwendet, weil sie spürt, daß das Leben härter ist und daß es deshalb größeren Anstand verrät, wenn man seine Bitternisse unverzuckert erträgt.

Weiterlesen

Sind Vegetarier rechtsextrem?

Vegan

Obwohl mein Schwiegersohn aus Malaysia stammt, einer meiner Freunde Kubaner ist und über viele Jahre ein Peruaner in meiner Band Schlagzeug spielte, fand ich mich neulich mit den Mitgliedern des Evangelisationsteams in der rechtsextremen Ecke wieder. Die „Bundesarbeitsgemeischaft Kirche+Rechtsextremismus“ widmete uns sogar ein Faltblatt, um uns Feindlichkeit gegenüber Homosexuellen vorzuwerfen. Grund: Wir lehnen mit der Bibel praktizierte Homosexualität ab und hatten uns gegen die unbiblische Öffnung der Pfarrhäuser für Homo-Pärchen gestellt.

Weiterlesen

Spurgeon, Unter dem Banner Jesu Christi

Spurgeon_BannerDass die Wahrheit zu allen Zeiten umkämpft war, dessen war sich Spurgeon ebenso gewiss wie der Überzeugung, dass die Versammlung der Heiligen eine Gemeinde unter Waffen war und bleiben musste, solange sie sich auf dieser Erde befand. Warum dies so sein muss, verkündigte der junge Spurgeon seiner Gemeinde im Dezember 1858:

»Das ist die rechte Ordnung, und es muss so sein. Wahrheit kann in dieser Welt nicht Wahrheit sein, wenn sie nicht umstritten wäre, und sogleich erahnen wir, dass es nicht so wäre, wenn der Irrtum ein Freund der Wahrheit wäre. Die fleckenlose Reinheit der Wahrheit wird immer im Krieg sein mit der Finsternis der Irrlehre und der Lüge.«

In diesem Kampf um die Wahrheit waren die reifen Christen besonders gefordert, denn ihnen verdankt die Gemeinde Jesu Rückgrat und Substanz. Die christlichen »Veteranen«, kampferprobt und erfahren, sollten den jungen Christen zur Seite stehen. Sie verfügen über die Weisheit, nicht zu schnell an die Front zu eilen, und sollten sie dennoch für Gott an vorderster Front stehen und kämpfen, dann würden sie nicht so leicht schwanken, weil sie es gelernt hatten, auf ihren allmächtigen Gott zu vertrauen.

Weiterlesen

Spurgeons Wahrheitsliebe

Ein Magazin, das nicht seine Stimme erhebt und keine Prinzipien hat, ist ein literarischer Unfug. Wir verwenden die Kelle, wo immer wir einem guten Zweck dienen können, aber wir haben auch ein Schwert und wissen, es zu gebrauchen. Wir erwarten Gegenschläge, und darum wird uns keine Betroffenheit erschüttern. Die Wahrheit Christi ist uns zu lieb, als dass wir zurückweichen und sie nicht verteidigen.

– Charles H. Spurgeon in seiner Zeitschrift „The Sword & the Trowel“ (1870)

Wo sind die Kämpfer?

swordDass Gewalt und Rechthaberei nicht zu den Gaben und Früchten des Geistes gehören, lesen wir in 1.Korinther 12 und Galater 5. So bleibt uns Liebe und Demut, um im Glauben Pluspunkte zu sammeln. Demut aber ist die Tugend, die am häufigsten missverstanden wird. Unter Demut verstehen viele tolerantes Nachgeben. Toleranz aber ist Inkonsequenz und damit das Gegenteil von konsequenter Entschlossenheit – von Mut.

Wir haben heute leider zu viele Feiglinge in Kirche und Politik, Menschen, die ihre Feigheit mit Demut verwechseln, weil sie nicht bereit sind, für Gottes Sache zu kämpfen. Dabei sagt Jesus ganz klar: „Wer mich bekennt vor den Menschen, nur den will auch ich vor meinem himmlischen Vater bekennen“ (Matth. 10,32). So führen viele ein bequemes Glaubensleben, geben Allen Recht, denn man muss ja auch Verständnis für Andere haben.

Weiterlesen

Was ist dein Baal?

Fasten, Kasten, Karma, Brahma,
Yin und Yang und Dalai Lama.
Satan, Wotan, Sonnenwend,
Geister, Meister, Sakrament.
Tao-, Mao-, Faschismus,
Hokus, Pokus, Fidibus.
Krishna, Buddha, Manitu:
Stelle deinen Gott dazu.
Mystik, Gothik, Meditieren,
möglichst alles ausprobieren …
Götter, Gurus, ganz egal –
Hauptsache transzendental.
Weiterlesen